Brezeln für die Ethnoparty

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Die jungen Kursteilnehmer der Deutschkurse haben traditionelle Brezeln gebacken und nationale Trachten anprobiert.

In der Jugendgruppe, die von der Deutschlehrerin Elena Urjumtsewa geleitet wird, wird es nie langweilig! Vor kurzem öffneten die Jungs und Mädels die Schatzkammer der deutschen Kultur, indem sie nationales deutsches Gebäck zubereiteten – Brezeln aus Mehl, Salz, Hefe und Mohn.

– Wir haben den deutschen Volksfeiertagen, wie Erntedankfest und anderen, unsere Aufmerksamkeit gewidmet, – sagte die Methodistin und Kuratorin Elena Schumacher. – Im Laufe der Vorbereitungen auf die Ethnoparty lernten die Kinder in einer Meisterklasse die Besonderheiten der verschiedenen deutschen Trachten in den verschiedenen Regionen Deutschlands sowie die Kleidung der Deutschen Kasachstans und Russlands kennen. Außerdem feierten wir gemeinsam mit den erwachsenen Kursteilnehmern das Oktoberfest. In jeder Gruppe gab es entsprechende Ratespiele, Quiz, Gedichte usw.

Denken Sie daran, dass die deutsche Brezel eine tausendjährige Geschichte hat, denn die Form der Brezel ist seit den Tagen der Kelten bekannt! Die Form dieser Brotbackware ist seit langem das Emblem der Bäckereien. In der Stadt Erdmannhausen eröffnete im Jahr 2016 sogar ein Brezelmuseum.

Interessanterweise kommt der Name Brezel vom lateinischen brachium – „Hand“. Der Legende nach haben Mönche die Brezel erfunden und ihr die Form von Armen gegeben, die auf der Brust zum Gebet verschränkt sind.

Dies ist jedoch nur eine von sieben Hypothesen zum Aussehen der Brezel. So galten im Mittelalter strenge Regeln für Bäcker, denn Täuschung wurde hart bestraft. Der Bäcker Frieder, der Sägemehl in den Teig mischte, erregte den Zorn des Grafen Eberhard, der ihm befahl, neues Gebäck zu bringen, durch das die Sonne dreifach zu sehen war. Ansonsten folgte der Tod. Und so wurde die Brezel geboren.

Bemerkenswert ist, dass die Brezel auch ein deutsches Wort ist, von kringeln – „biegen, verdrehen“. Im 18. und 19. Jahrhundert waren es insbesondere Deutsche, die in den Städten des Russischen Imperiums Brot buken und verkauften.

Nach Meinung von Experten kann man durch die Form der Brezel sogar ihre regionale Zugehörigkeit bestimmen. Anders als beispielsweise die dunkle württembergische Brezel ist die bayrische üppiger und wird nur hellbraun gebacken. In einigen Gegenden wird dem Teig Fett zugesetzt, in anderen werden Sesam, Anis oder Kümmel hinzugefügt.

Und auf der Ethnoparty in Ust-Kamenogorsk war die größte Anerkennung der gastronomischen Vorzüge der Brezel die Tatsache, dass nach der Teetafel von der köstlichen deutschen Backware nichts mehr übrig war!

Elena Paschke

Übersetzung: Philipp Dippl

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