Albert Rau


Albert Pavlovich Rau wurde am 1. September 1960 im Dorf Valerianovka im Bezirk Taranovsky im Gebiet Kostanay geboren. Er ist ein Nachkomme oder, um genau zu sein, ein Großneffe des berühmten deutschen Archäologen Paul Rau aus einer deutschen Kolonie an der Wolga, dessen 100. Geburtstag 1997 von Wissenschaftlern aus Russland und Deutschland gefeiert wurde.

1973 zog Alberts Familie in die Stadt Lisakovsk. Nach seinem Abschluss der Mittelschule Nr. 4 begann er 1977 ein Studium am Institut für Industrie in Rudny und schloss es 1982 als Bergbauingenieur ab. Von 1982 bis 1984 diente er in der Armee im Süden Kasachstans als Kadett und Panzerkommandant.

Er begann seine Karriere 1984 als Ingenieur für Energieversorgung in den Werkhallen der Mine Kurzhunkul. Von 1986 bis 1991 war er Vorsitzender des Gewerkschaftsausschusses dieser Mine, von 1991 bis 1992 Unternehmer.

Von 1992 bis 1993 war er Vorsitzender des Stadtrates, von Dezember 1993 bis Oktober 1994 stellvertretender Stadtdirektor und seit Oktober 1994 Stadtdirektor der Stadt Lisakovsk. Von Dezember 2004 bis Januar 2007 war er stellvertretender Akim (Gouverneur) des Gebietes Kostanay, 2007-2008 Vorstandsvorsitzender der regionalen Entwicklungsgesellschaft „Saryarka“, seit Januar 2008 Akim des Gebietes Akmola. Diesen Posten behielt er knapp zwei Jahre lang, bis er im März 2010 erster stellvertretender Minister für Industrie und neue Technologien wurde. Nach der Auflösung dieses Ministeriums war er ab August 2014 neuer stellvertretender Minister für Investitionen und Entwicklung und ab November 2016 erster stellvertretender Minister. Seit März 2017 ist er Abgeordneter der Regierungspartei Nur Otan in der Mäschilis, wo er Mitglied des Finanz- und Haushaltsausschusses ist.

Im Jahr 2004 erwarb er an der Russischen Akademie für Volkswirtschaft und Öffentlichen Dienst beim Präsidenten der Russischen Föderation einen Abschluss im Fach Wirtschaft tun Management. Sein akademischer Titel ist Dr. sc. oec. habil. in Wirtschaftswissenschaften.

Albert Pawlowitsch Rau leitete die Stadt Lisakowsk während des Übergangs zu marktwirtschaftlichen Wirtschaftsbeziehungen. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Stadtoberhaupt befand sich die Stadt wegen der Zahlungsunfähigkeit und drohenden Insolvenz des stadtbildenden Kombinats in einer tiefen Krise.

In dieser Zeit wurde die einzig richtige Entscheidung getroffen, die städtische Wirtschaft zu diversifizieren und einen alternativen Wirtschaftssektor zu schaffen. Unter großen Anstrengungen gelang es Albert Pawlowitsch Rau und seinem Team, die Ministerien und Behörde der Republik davon zu überzeugen, grünes Licht für die Ausarbeitung des Dekrets des Präsidenten der Republik Kasachstan „Über die Sonderwirtschaftszone Lisakowsk“ zu geben.

In der Zeit des Bestehens der Freien und dann der Sonderwirtschaftszone konnte in der Wirtschaft der Stadt finanzielle Stabilität erreicht werden. Aus der früher subventionierten Stadt war zwanzig Jahre lang ein Nettozahler worden. In der Arbeitszeit des Akims entwickelten sich kleine und mittlere Unternehmen, und aus einer kleinen Firma erwuchs die „Arai-Holding“ LLP. Die Bauwirtschaft blieb erhalten, die kommunale Daseinsvorsoge wurde zentral organisiert.

1999 erlebte die Stadt sehr schwierige Zeiten, die Stilllegung der Kurzhunkul-Mine und massive Entlassungen im stadtbildenden Unternehmen, dem Bergbau- und Aufbereitungskombinat Lisakovsky. Dank des persönlichen Einsatzes und der Bemühungen von Albert Pawlowitsch Rau wurde diese Situation durch die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen entschärft, die es ermöglichten, die freigesetzten Arbeitnehmer des Bergbau- und Aufbereitungskombinats Lisakovsky in anderen, bereits bestehenden oder neu gegründeten Unternehmen unterzubringen.
Auf Initiative von Rau wurde im Jahr 2002 eine Stadtentwicklungsstrategie für die Jahre 2002-2010 ausgearbeitet, die zu dieser Zeit die einzige in der Republik für Siedlungen mit dem Status einer Kleinstadt war. Sehr wichtig für die Stadtbewohner war die Eröffnung der Fernausbildung am Institut für Industrie in Rudny.

Mit dem Einstieg von „Ispat-Karmet“ im Lisakovsker Bergbaukombinat wurde die „Orken“ LLP unter Leitung des indischen Generaldirektors Mahendra Pratap Singh gegründet. Die Arbeit des Unternehmens hat sich stabilisiert, das Verkaufsvolumen seiner Produktion wächst und die Beiträge zum Budget steigen. Das Unternehmen hat enorme Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt, um eine wirksame Technologie zur Dephosphorisierung von Eisenerzkonzentrat zu entwickeln. Der Bau von Produktionsanlagen für diese neue Technologie ist im Gange. „Orken“ LLP arbeitet für die Zukunft.

Der kanadische Geschäftsmann Donald Wallis, der auf Einladung des Bürgermeisters in die Stadt kam und die Firma „Don Mar“ in Lisakovsk gründete, startete die Produktion von Anbaumähwerken und -sämaschinen. Die Maschinen diese Firma sind für ihre hohe Qualität und Zuverlässigkeit bekannt und ermöglichen es, Verluste drastisch zu reduzieren und den Getreideertrag pro Hektar zu steigern. Auf dem Plakat des Büros des Unternehmens stehen folgende Worte: „Möge Gott unseren Führern Weisheit und Verständnis gewähren, damit alle deine Menschen, egal woher sie kommen, in einem friedlichen und prosperierenden Kasachstan leben und arbeiten können.“

Auf Initiative von Albert Rau finden in Lisakovsk regelmäßig internationale Festivals für Jazz und Popmusik statt. Der alljährliche Karneval und die internationalen Motocross-Wettbewerbe sind in der Stadt sehr beliebt und zur Tradition geworden.

Albert Pawlowitsch Rau ist Träger folgender staatlicher Auszeichnungen:

der Jubiläumsmedaille „Kasachstan Republicsynyn teuelsizdigine 10 zhyl“, des Ordens „Dostyk“ II. Grades, der Gedenkmedaille „Astana“ und des Abzeichens „Exzellenz in der Bildung der Republik Kasachstan“.

Albert Pawlowitsch Rau ist Honorarprofessor am Institut für Industrie in Rudny, Akademiemitglied der Internationalen Wirtschaftsakademie „Eurasien“.
Er ist Mitglied des Politischen Rates der Regierungspartei „Nur Otan“. Mit seine Ehefrau Svetlana Vasilievna Rau hat er zwei Kinder, Tochter Alexandra (geb. 1985) und Sohn Alexey (geb. 1986).

Nicholas Bauman


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Особое место в библиотеке занимают произведения Герольда Карловича Бельгера – казахстанского переводчика, прозаика, публициста, литературоведа.

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