Irina Borkhman


Irina Aleksandrovna Borkhman (1902–1990), Grafikerin. Geboren am 23. Juli 1902 in Moskau. Nach dem Abschluss des Gymnasiums absolvierte sie ein Studium an der pädagogischen Fakultät der Moskauer Staatlichen Universität und erhielt eine Kunstausbildung an der VKHUTEMAS (Höhere Künstlerisch-Technische Werkstätten) bei Shestakov (1921). Sie studierte in den Ateliers von Mashkov (1923) und Yuon (1925), dann 1926-1927 am VKHUTEIN (Höheres Künstlerisch-Technisches Institut) bei Gerasimov.

Von 1927 bis 1930 setzte sie ihre Ausbildung in Deutschland an der Hochschule für Angewandte Kunst in München fort und studierte anschließend ein Jahr am Institut für Bildende Kunst in Starnberg, wo sie einen Zeichenkurs belegte, der sich hauptsächlich mit der Übertragung von Bewegung beschäftigte. 1931 kehrte sie in die UdSSR zurück. Seit 1932 nahm sie aktiv an Ausstellungen in Moskau teil, später an Ausstellungen auf Republikebene und an Allunionsausstellungen, 1937 an der Weltausstellungen in Paris, 1934 trat sie dem Künstlerverband der UdSSR bei.

1941 wurde sie als Person deutscher Herkunft repressiert. Durch Entscheidung des NKWD der UdSSR wurde sie zu zehn Jahren Arbeitslager und lebenslanger Verbahnung verurteilt. Ort der Verbüßung der Strafe war Karlag (Dolinka), 1942 wurde sie in das Dorf Prostornoye, Bahnstation Zharyk überführt. Sie arbeitete in einer Bekleidungsfabrik, einer Gärtnerei, als Köchin auf einer Schaffarm und als Heizerin. Ab 1944 fang sie an zu erblinden. Acht Monate lang wurde sie behandelt und arbeitete in einem Büro. Sie begann 1948 im Lager zu malen, als sie bei der Feuerwehr arbeitete. Sie malte Innenräume aus, auch das Büro des Leiters der Bauabteilung. 1950 wurde sie nach Lysaya Gora in der Nähe von Karabas verschickt, im September 1951 in das Dorf Zhuravlevka im Gebiet Akmola. Am 3. April 1956 wurde sie freigelassen und am 26. Mai desselben Jahres rehabilitiert. 1956 kehrte sie nach Moskau zurück und wurde wieder Mitglied im Künstlerverband der UdSSR. Sie arbeitete in der Leichtindustrie und war 1957 an der Gestaltung des Gorki-Parks für das Internationale Jugendfestival in Moskau beteiligt. Seit 1960 beschäftigte sie sich mit Wandteppichen. Sie starb in den 1990er Jahren in Moskau.


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