Oskar Gejlfus


Oskar Wendelinowitsch Gejlfus (1933 – 1981), war Kompositor, Musikpädagoge und verdiente Persönlichkeit der Künste der Kasachischen SSR. Er wurde am 31. August 1933 in Elsas nahe Odessa in die Familie des Lehrers, Chordirigenten und Organisten Wendelin Gejlfus geboren und zeigte sich seit frühester Kindheit als talentierter Pianist und Organist. In seiner Jugend erlernte Gejlfus das Spiel auf der Geige und auf der Orgel. Im Jahr 1944 wurde die Familie des späteren Komponisten von den Okkupationstruppen in die Gegend von Posen nach Polen umgesiedelt und nach einem Jahr von der Roten Armee repatriiert und nach Kasachstan umgesiedelt. Seit 1945 lebte er in der Kasachischen SSR. Nach der Hochschule versuchte Oskar vergeblich, in das gewünschte Konservatorium einzutreten. Seine deutsche Nationalität verschloss die Türen vor ihm.

Da wagte der junge Musikant einen gewagten Schritt: er lauerte im Auto dem ersten Sekretär des ZK der KP Kasachstans L. I. Breschnew auf und, aus den Büschen herausspringend, überreichte dem hingefallenen Oberhaupt eine Bittschrift zum Eintritt ins Konservatorium. Bei Ewgenij Brusilowskij Komposition zu lernen, war Oskars allergrößter Wunsch. Trotz der Schwierigkeiten und der Einschränkungen seiner Freiheiten gelang es ihm, eine Ausbildung im Musikinstitut Alma-Ata zu bekommen. Er lehrte in der Musikhochschule Alma-Ata und am Konservatorium. Er sammelte und schrieb deutsche Volkslieder und überarbeitete sie für Amateure und Laien. Er ist Autor musikalischer Bearbeitungen kasachischer Volksmelodien („Sechs Miniaturen kasachischer Volksmelodien“ für Kammerorchester, 1969; „Klaviersonate der Melodien kasachischer Volksmusik“, 1971, herausgegeben in Stuttgart in 1989, und weitere).

Von Gejlfus stammen drei Symphonien (1959, 1977, 1978), zwei Konzerte für Piano (1957, 1961), ein Konzert für Posaune mit Orchester (1969), ein Konzert für Orgel (1976), das Oratorium „die letzten Tage Buchenwalds“ (1975, die Oper „Richard Sorge“ (1975, Libretto von Olzhas Sulejmenow). Im Jahr 1980 emigrierte er in die DDR, in 1981 siedelte er in die Bundesrepublik über. Nach seiner Ausreise wurde der Name von Oskar Gejlfus verbannt, seine Werke wurden aus den Repertoires der Theater, des Fernsehens, des Radios und der musikalischen Nachschlagewerke gestrichen. Er starb durch unglückliche Umstände im Jahr 1981 in Sindelfingen, Bundesrepublik Deutschland.


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