Das Kasachisch-Deutsche Zentrum öffnet seine Türen

Am 11. September fand in der Stadt Nur-Sultan ein bedeutendes Ereignis statt, auf das die Deutschen der Republik viele Jahre lang gewartet haben – die Eröffnung des Kasachisch-Deutschen Zentrums (KDZ). Es wird nicht nur eine Insel zur Bewahrung der nationalen Identität, der deutschen Kultur und der Muttersprache sein, sondern auch eine Plattform des Dialogs für die Geschäftsgemeinschaft der beiden Länder.

An der Zeremonie zum Durchschneiden des Bandes nahmen der stellvertretende Vorsitzende der Versammlung des Volkes Kasachstans Marat Azilchanow, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Bernd Fabritius sowie der Abgeordnete der Mazhilis des Parlaments der Republik Kasachstan, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ Dr. Albert Rau teil. Dr. Bernd Fabritius betonte bei der Veranstaltung die Bedeutung der Eröffnung des Deutschen Zentrums in der Hauptstadt und drückte der Bevölkerung Kasachstans im Namen der Bundesregierung Deutschlands für die Hilfe und Unterstützung der in der Republik lebenden ethnischen Deutschen seinen Dank aus.

Es ist daher symbolisch, dass die Unterzeichnung des Abkommens zur Schaffung des Kasachisch-Deutschen Zentrums in der Stadt Nur-Sultan in Berlin während des ersten offiziellen Besuchs des Präsidenten der Republik Kasachstan Kasym-Zhomart Tokajew in Deutschland im Dezember 2019 stattfand.

Ein Ereignis, das die Zeit diktiert

Die Initiative zur Eröffnung des Kasachisch-Deutschen Zentrums in Nur-Sultan ging von Albert Rau aus, der die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, um Unterstützung für dieses Projekt bat.

Wie der Vorsitzende des Kuratoriums in seiner Rede anmerkte, war die Eröffnugn des Kasachisch-Deutschen Zentrums von der Zeit diktiert:

„Dies wird nicht nur einfach ein Zentrum oder ein Bürogebäude sein – es wird ein lebendes Haus voller Menschen sein, die von dem Wunsch erfüllt sind, der deutschen Kultur und den Traditionen teilhaftig zu werden. Hier wird das Büro der republikanischen gesellschaftlichen Organisation der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ angesiedelt sein, die Regionalgesellschaft der Hauptstadt und des Akmolinsker Gebietes werden von hier aus ihre Aktivitäten ausüben, es werden die Treffen des Business-Klubs der Deutschen stattfinden, die mit Sicherheit einen wesentlichen Beitrag zum Auf- und Ausbau der Kontakte im Bereich der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft beider Länder leisten. Kurz gesagt, das Zentrum soll ein Element der Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland sein. Und seine territoriale Lage in der Hauptstadt der Republik leistet hierfür enorme Unterstützung.“

Es ist symbolisch, dass die Unterzeichnung des Abkommens zur Schaffung des Kasachisch-Deutschen Zentrums in Nur-Sultan beim ersten offiziellen Besuch des Präsidenten der Republik Kasachstan Kassym-Zhomart Tokajew in Deutschland im Dezember 2019 in Berlin stattfand.

Das Dokument zwischen dem deutschen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ wurde von Dr. Bernd Fabritius und Albert Rau unterzeichnet. Die Gelder für den Kauf und die Renovierung des Gebäudes hat die Bundesregierung bereitgestellt, aber auch unsere Landsleute blieben nicht untätig. Die deutschen Unternehmer waren aktiv an der Umsetzung des Projekts beteiligt und bewiesen damit ihr Engagement für die Interessen und die Entwicklung der Gemeinde.

Die Konsolidierung der deutschen Ethnie Kasachstans

Beide Seiten sehen die Hauptaufgabe des Kasachisch-Deutschen Zentrums in der umfassenden Unterstützung der deutschen Ethnie der Republik. Und dies umfasst nicht nur die Arbeit im Rahmen des Förderprogramms des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat des Landes, sondern auch die Förderung der kasachisch-deutschen Beziehungen im Wirtschaftsbereich. Auch auf die jüngere Generation werden große Hoffnungen gesetzt. Wichtig sei, so die Teilnehmer des Festakts, dass das Deutsche Haus in der Hauptstadt zum Anziehungspunkt für alle Deutschen, insbesondere für junge Leute, werde. Gerade hier können sie sich umfassend darüber informieren, was im gesellschaftlichen Leben der Ethnie passiert und sie können sich Teil ihrer Kultur und ihrer Muttersprache werden.

Die feierliche Eröffnung wurde unter Einhaltung aller hygienischen und epidemiologischen Standards (obligatorisches Vorhandensein eines Impfpasses oder PCR-Tests) organisiert. Am Eingang bestanden alle Teilnehmer einen COVID-19-Expresstest.

Als Referenz

Heute leben in Kasachstan etwa 180.000 Deutsche, deren Interessen durch die Gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ und die Regionalgesellschaften unter der Ägide der Versammlung des Volkes Kasachstans vertreten werden. Die Regionalgesellschaften der Deutschen „Wiedergeburt“, die in engem Kontakt zur Versammlung des Volkes Kasachstans sowie zu den Häusern der Freundschaft der Republik stehen, leisten ihren wesentlichen Beitrag zur Bildung einer geeinten Nation und zur Popularisierung des kasachischen Modells der interethnischen Harmonie. Deutschland ist heute einer der führenden Wirtschaftspartner Kasachstans. Etwa 90 % der Investitionen fließen in den rohstofffernen Sektor der Wirtschaft, etwa 450 deutsche Unternehmen sind im Land tätig. Die Zusammenarbeit erfolgt in Bereichen wie Produktion, Bau, Verkehr, Kommunikation, Landwirtschaft, Logistik. Und die Deutschen der Republik, genauso wie unsere in Deutschland lebenden Landsleute, spielen in diesen Prozessen eine wichtige Rolle.

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XVIII. Konferenz der Kasachisch-Deutschen zwischenstaatlichen Kommission

In Nur-Sultan fand am 10. September 2021 die 18. Konferenz der Kasachisch-Deutschen zwischenstaatlichen Kommission bezüglich der in der Republik Kasachstan lebenden ethnischen Deutschen statt.

Unter dem gemeinsamen Vorsitz des stellvertretenden Außenministers der Republik Kasachstan Erlan Alimbajew und des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Bundestagsabgeordneter Dr. Bernd Fabritius, diskutierten die Teilnehmer über Fragen der Zusammenarbeit im dem Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft und Jugendpolitik, wirtschaftliche Interaktion und Kontakte zur Wirtschaftsförderung, sowie die Vereinfachung des Visaregimes.

Der Abgeordnete der Mazhilis des Parlaments der Republik Kasachstan und Vorsitzende des Kuratoriums der Gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ Albert Rau, der die Kommission zu dem Arbeitstreffen empfing, merkte an, dass die Deutschen der Republik, die einen aktiven Teil der Zivilgesellschaft darstellen, heute nicht nur den Erhalt ihrer nationalen Identität und Sprache anstreben, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes leisten.

Als Ergebnis des Treffens wurde ein gemeinsames Kommuniqué unterzeichnet.

Quelle: mfa.gov.kz

Sommer und Intensivkurse

Im Juli und August hatten die aktiven Teilnehmer der Sprachkurse und Sprachzirkel der Regionalgesellschaft „Wiedergeburt“ Pawlodar die Gelegenheit, während des Besuchs eines Intensivkurses für zwei Wochen vier Stunden täglich ins Sprachmilieau einzutauchen. 4 Intensiv-Kurse wurden in Pawlodar, 4 in den Städten Aksu und Ekibastus und 4 Kurse in den Dörfern Lugansk, Nowotschernojarka, Terenkol, Zhelezhinka durchgeführt, insgesamt 12 Gruppen.

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Die Erinnerung des Volkes ist in den Archiven bewahrt

Das Archiv des Präsidenten der Republik Kasachstan (APRK) hat eine elektronische Version der Sammlung der II. internationalen wissenschaftspraktischen Konferenz „Das Archivwesen im gegenwärtigen Stadium: Probleme, Praktiken, Innovationen“ veröffentlicht, welche im Herbst 2019 stattfand und dem 25. Jubiläum des APRK gewidmet war. Die Sammlung enthält zahlreiche Vorträge zur Entwicklungsgeschichte und den modernen Tendenzen des Archivwesens in Kasachstan und im Ausland, zu den Problemen der Digitalisierung und der Informatisierung staatlicher Archivinstitutionen usw.

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