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Wenn man im Verband der deutschen Jugend ist, dann mit ganzem Herzen

Im Februar diesen Jahres feiert der Verband der deutschen Jugend Kasachstans (VdJK) ihr 25-jähriges Jubiläum. Ein Vierteljahrhundert ist seitdem vergangen, als im Deutschen Haus der Stadt Almaty Gleichgesinnte aus verschiedenen Städten der Republik zusammenkamen. Dies war der Beginn des Werdegangs der Jugendorganisation der Deutschen Kasachstans.

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Die Arbeit im Verband hat mich zu einer Führungspersönlichkeit erzogen…

Zu Sowjetzeiten hätte man über sie gesagt: „Komsomolin, Sportlerin und einfach eine Schönheit“. Und heute ist unsere Heldin Ärztin, Aktivistin …und Vorsitzende des VdJK. Wir setzen unseren Zyklus von Artikeln, die dem 25-jährigen Jubiläum des Verbandes gewidmet sind, fort und wollen Marija Borisewitsch vorstellen, Mitglied der Selbstorganisation der Deutschen Kasachstans seit dem Jahr 2010. Sie besetzt momentan den Posten der Vorsitzenden des Verbandes der deutschen Jugend unserer Republik und gehört zur Besetzung des Kuratoriums der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“. Wie bekannt ist, hängt der Erfolg einer jeden Organisation eng mit der Persönlichkeit ihrer Führungskraft zusammen.

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„In allem möchte ich zum Wesenskern vorstoßen: in der Arbeit, in der Suche nach dem richtigen Weg, im Herzschmerz…“

„In die deutsche Jugendbewegung bin ich nicht zufällig gekommen. Mit dem Deutschen hat mich schon immer sehr viel verbunden, ich wollte immer meine Wurzeln verstehen. Während meiner Studentenjahre, als ich mich beruflich entwickelte, kam ich durch eine Ankündigung vom 4. April 1988 zu einem Treffen kreativer und initiativer Jugendlicher im Deutschen Haus. Man sagt, traue niemandem im April… Aber es zeigte sich, dass es für die nächsten 10 Jahre wirklich ernst wurde! Ich hatte nie zuvor eine solche Möglichkeit, die Geografie meines Landes durch die Aktivitäten an den Orten unserer regionalen „Wiedergeburt“ und der KdJ kennenzulernen“ – sagt Irina Fuks, Vorsitzende des VdJK zwischen 2006 und 2011 und die Heldin dieser Ausgabe.

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25 Jahre Verband der deutschen Jugend Kasachstans

Im Klub der deutschen Jugend „Glück“ der Gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Semej diskutierten die Jungs und Mädels im Anschluss an das Projekt „Mobile Gruppen des VdJK“ Pläne und Veranstaltungen in der nahen Zukunft, sowie festigten ihr Wissen über das 25-jährige Jubiläum des Verbandes der deutschen Jugend Kasachstans.

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Ecohallöchen!

Es ist kein Geheimnis, dass Ökologie eines der wichtigsten und relevantesten Themen des 21. Jahrhunderts ist. Wir halten uns über die Trends auf dem Laufenden und starten eine neue Rubrik #экокнм mit @hoodocondaa!

Im dieser Rubrik werden @knmalmaty erklären, was wir tun könnten, um die Welt sauberer und besser zu machen.

Die erste einleitende Ausgabe ist mehreren einfachen Schritten gewidmet, mit denen man einen kleinen Beitrag zur gemeinsamen guten Tat leisten kann.

Macht mit und veröffentlicht eure erworbenen Ecogewohnheiten in Geschichten und Veröffentlichungen mit dem Kennzeichen @knmalmaty und #экокнм!

Was denkt ihr über Ökologie? Glaubt ihr, dass WIR alle etwas ändern können?

Die mobilen Gruppen des Verbands der deutschen Jugend Kasachstans in Semej

Mitte April fand im Klub der deutschen Jugend „Glück“ der gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Semej das Projekt „Mobile Gruppen des VdJK“ statt. Die Jugendlichen haben mit großem Enthusiasmus die Referenten des Projekts getroffen und mit großer Freude an allen geplanten Aktionen teilgenommen.

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Das Republikanische Theaterfestival!

Das Jahr 2020 brachte viele Veränderungen nicht nur in unser gewohntes Leben, sondern auch in unsere Projektarbeit. Ein Großteil der beliebten und lange erwarteten Projekte wurden abgesagt, insbesondere im Jugendbereich. Die Jugendsprachlager, theatralische Gastspiele, all das wurde verboten. Aber wir haben einen Ausweg gefunden und am Höhepunkt der Pandemie das Republikanische Theaterfestival veranstaltet! Wie ist das möglich? Lesen Sie weiter!

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Auf geht’s, lasst uns Geschichte spielen!

Im Jahr 2020 entwickelte die Verband der deutschen Jugend Kasachstans mit Unterstützung der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ und mit finanzieller Hilfe durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Deutschland eine Reihe an Brettspielen zur Geschichte, zu den Traditionen und zur Kultur der Deutschen Kasachstans.

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5 Fakten über die deutsche Jugend Kasachstans

Jugendliche machen in Kasachstan ¼ der Gesamtbevölkerung aus. Das bedeutet, dass mehr als 4 Millionen Jungs und Mädels im Alter von 14 bis 29 Jahren im Land leben. Aber hinter dieser scheinbar fabelhaften Zahl verbirgt sich eine diverse Jugend… divers in Alter, Hobbys, Berufen, Lebensansichten und Nationalitäten. In diesem Artikel werden wir über deutsche Jugendliche reden. Wer sind sie, die jungen kasachischen Deutschen? Wir werden uns auch auf Fakten der Bildung und der Arbeitsbetätigung konzentrieren.

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Überlebe die Mauer

Das A-Theater des Klubs der deutschen Jugend der Stadt Almaty „Vorwärts“ arbeitete im 4. Quartal an einer Produktion, die dem Fall der Berliner Mauer gewidmet ist, – die Multigenre-Produktion „Überlebe die Mauer“. Die Autorin der Idee und des Drehbuchs ist Inna Semenenko, die in ihrer Geschichte die Gefühle und Emotionen der Menschen reflektiert, die „auf der anderen Seite der Mauer“ leben und uns von der glücklichen Wiedervereinigung der BRD und der DDR erzählen. Die Proben sowie die Aufführung selbst fanden auf Basis des Deutschen Theaters statt, wo die Theaterschauspielerin und Regisseurin des Theaterstücks Olga Li große Hilfe und Unterstützung leistete!

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Traditionelle Küche

Die Bekanntschaft mit traditioneller Küche ist immer eine beeindruckende Erfahrung, durch die man in die Kultur eintauchen und die Feinheiten und Besonderheiten des Lebensstils anderer Ethnien kennenlernen kann. Und es ist noch um ein vielfaches spannender, wenn diese Bekanntschaft von der Vorfreude auf das Weihnachtsfest begleitet wird und die Möglichkeit bietet, im Kreise herzlicher Menschen zur Zubereitung eines Gerichts beizutragen!

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Märchen für Kinder und Erwachsene – zur Sprache und Kultur durch faszinierende Geschichten

Liebe Freunde, wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass das Verband der Deutschen Jugend Kasachstans ein neues Projekt startet – die Podcast-Serie „Märchen für Kinder und Erwachsene – zur Sprache und Kultur durch faszinierende Geschichten“.

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Rund um die deutschen Orte in Almaty

Alma – das ist eine Stadt voller Kontraste, die vollgestopft ist mit historischen und wenig bekannten Orten, von denen sogar die dort verwurzelten Menschen manchmal noch nie gehört haben. Das Aushängeschild sind zweifellos die Berge, aber diesmal geht es nicht um sie. Heute steht es an, durch das Medeu-Viertel zu spazieren und etwas über die deutschen Orte unserer Stadt zu lernen.

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Rat des VDJK in Karaganda: kooperieren, verbinden, informieren

Vom 11. bis 13. September hielt der Verband der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK) in Karaganda einen Rat ab. Drei Tage lang erwartete die Jugendlichen ein großes, nützliches und produktives Programm mit Stadtrallye, Weiterbildungen und psychologischen Schulungen. Natürlich tauchten sie dabei auch in die Welt der ethnischen Kultur der Deutschen Minderheit in Kasachstan ein.

Die Stadtrallye bot nicht nur die Gelegenheit, die Stadt und einander kennenzulernen, sondern auch viel über berühmte Akteure der deutschen Minderheit aus Wissenschaft und Kultur zu lernen, Deutsch zu trainieren und sich an der Erstellung kreativer Fotos am „Strand“ zu probieren! Der erste Tag endete mit einem Treffen mit der Psychologin und einem von ihr entwickelten Spiel, an das sich die Teilnehmer noch lange erinnern werden.

Klicken Sie den Link, um den ganzen Artikel zu lesen: https://daz.asia/blog/rat-des-vdjk-in-karaganda-kooperieren-verbinden-informieren/

Aleksandr Werwekin: „Die Arbeit mit der Jugend hat Priorität“

Aleksandr Werkwekin ist eine ziemlich bekannte Medienpersönlichkeit: er ist Schriftsteller, Journalist, Gründer und Direktor der OO „Haus der Geografie Pawlodar (PawGeo), er leistete einen nicht unbedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Pawlodar, unter anderem als Lehrer und Vorsitzender des Jugendklubs „Lenz“.

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Zur Erinnerung…

48 Minuten… Das ist die Laufzeit des Filmes „Die deutsche Familie. Russlanddeutsche über Sibirien, die Familie und die Freiheit“. Jede Minute ist Erinnerung – Schwermut, Tränen, Hunger, durchlebte Verhöhnungen, Gedanken über das Überleben. Jede Minute ein Glockenschlag, den jeder von uns in diesem bestimmten Moment hört. Der Film handelt nicht nur vom Schicksal der Helden, den Deutschen von Tomsk, sondern auch von den zehntausenden derer, die vor fast 80 Jahren alles verloren hatten. Mit jeder Geschichte, mit jedem Wort versteht man, wie schwer es für die Russlanddeutschen damals war, zu überleben.

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Tanjana Woronzowa (Uralsk): „Ich will nicht, dass die Jugend verlorengeht“

Die Vorsitzende des deutschen Jugendklubs in Uralsk hat zahlreiche Pläne und Aufgaben. Vor allem möchte Tatjana Woronzowa den jungen Menschen das Gefühl bieten, nicht vergessen zu werden.

In Uralsk gibt es eine neue Jugendleiterin der deutschen Gesellschaft „Heimat“. Ja, es stimmt! Vor etwas mehr als einem Monat haben wir bereits Uljana Gubskaja vorgestellt. Es kam dazu, dass das Mädchen einen Studienplatz an einer Hochschule im Ausland erhalten hat und nicht länger die Leitung des Jugendflügels übernehmen konnte.

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Achtung! Wettbewerb zur Vorbereitung eines Spezialkurses „Literatur der Deutschen Kasachstans“

Die gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ (Kunde), kündigt in Zusammenarbeit mit der Ualichanow-Universität Kokschetau einen Wettbewerb zur Erarbeitung und Lesung des Spezialkurses „Literatur der Deutschen Kasachstans“ an, der für Studenten des dritten Kurses in der Fachrichtung 5B011900 – „Fremdsprache: zwei Fremdsprachen (Deutsch als Hauptsprache, Englisch)“ auf Basis der Ualichanow-Universität Kokschetau bestimmt ist.

Der Spezialkurs (ein Wahlkurs des Studienplans mit Schwerpunkt auf der Entwicklung soziokultureller und soziolinguistischer Kompetenzen der Studierenden) umfasst 30 akademische Stunden (10 Vorlesungen und 20 Seminare), sowie Prüfungen. Unterrichtssprache des Spezialkurses ist Deutsch.

Qualifikationsanforderungen an die Teilnehmer:

  • Höhere Berufsausbildung.
  • Akademischer Grad des Doktors/ Doktoranden.
  • Verhandlungssicheres Deutsch.
  • Arbeitserfahrung im wissenschaftlich-pädagogischen Bereich nicht weniger als 5 Jahre.
  • Eigene Publikationen zur Literatur der Deutschen Kasachstans, Erfahrung in der Erarbeitung und Durchführung von Vorlesungen und Seminaren zur Literatur der Deutschen Kasachstans.

Verpflichtungen des Kandidaten:

  • Erarbeitung und Bereitstellung des entwickelten Spezialkurses in deutscher Sprache für den Kunden zum Thema „Literatur der Deutschen Kasachstans“, im Gesamtumfang von 30 akademischen Stunden (10 Vorlesungsstunden und 20 Seminarstunden), Zusatzmaterialien zum Selbstlernen, Prüfungsmaterialien, bis zum 15. September 2019. Die erarbeiteten und bereitgestellten Materialien können vom Kunden nach eigenem Ermessen für nichtkommerzielle Zwecke verwendet und veröffentlicht werden, das Urheberrecht bleibt beim Autor gewahrt.
  • Die Vorbereitung und Lesung des Spezialkurses „Literatur der Deutschen Kasachstans“ für Studierende des dritten Kurses in der Fachrichtung 5B011900 – „Fremdsprache: zwei Fremdsprachen (Deutsch als Hauptsprache, Englisch)“ an der Ualichanow-Universität Kokschetau, Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen. Umsetzungszeitraum: 22.09. – 06.10.2019.
  • Im Zeitraum vom 22.09. – 06.10.2019 Teilnahme an den Treffen mit der deutschen Bevölkerung der Stadt Kokschetau, die von der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ des Gebietes Akmolinsk mit Präsentationen zur Literatur der Deutschen organisiert wurden.

Der Kandidat muss folgende Unterlagen vorlegen:

  1. Lebenslauf des Kandidaten
  2. Vorläufiger thematischer Plan des Spezialkurses mit Angabe der Ziele und Aufgaben, sowie der Anzahl der Stunden je Thema.
  3. Kostenvorstellungen für die Leistungen der Erarbeitung des Spezialkurses und der Vorbereitung, Lesung des Spezialkurses sowie die Durchführungen der Prüfungen. Die Ausgaben für Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung des Kandidaten in der Zeit der Durchführung des Spezialkurses werden von den Projektorganisatoren übernommen.

Die Unterlagen müssen an die E-Mail-Adresse der GS „Wiedergeburt“ stiftung.wiedergeburt@gmail.com geschickt werden. Die Dokumentation muss in deutscher Sprache eingereicht werden.

Übersetzung: Philipp Dippl

Die kreative Seele der Aktobinsker Jugend

Die neue Vorsitzende des Jugendflügel der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Aktobe Anna Geer träumt davon, für jeden Jugendlichen eine Beschäftigung nach Lust und Laune zu finden.

Energizer, Greenpeace oder Catwoman. So liebevoll wird Anna Geer genannt. Die junge Frau nimmt es ihren Freunden nicht übel, sie sagt, das ist alles wahr. Schon in der frühen Kindheit erkannten die Lehrer in ihr das Zeug zum Führer, und neuerdings nimmt dies auch auf dem Papier Gestalt an.

Bereits seit ein paar Wochen ist die 16-jährige Zehntklässlerin die neue Vorsitzende des Jugendflügels der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Aktobe.

Anna übt ihr Amt verantwortungsvoll aus: sie widmet ihre Ferien Plänen und Projekten. Natürlich konnte sie in den ersten Tagen ihre Aufregung nicht verbergen, denn eine Führungsposition hinterlässt deutliche Spuren im Leben eines jeden.

– Die Angehörigen unterstützen mich immer. Sie sagen, dass ich das schaffen werde. Ich möchte ich selbst bleiben. Ich hoffe, ich werde nicht zu sehr abheben, – scherzt Anna. – Um das zu verhindern, habe ich einen hervorragenden Stellvertreter, Egor Kirko, der immer die passenden Worte findet.

Kein Moment der Ruhe

Anna wird es niemals langweilig, sie findet immer irgend etwas zum tun. Die Lieblingsfächer in der Schule: Deutsch und exakte Wissenschaften. Eine solche Kombination ist selten, aber umso interessanter. In jungen Jahren ließ sich das kleine Mädchen von den Traditionen und der Kultur Deutschlands mitreißen. Zu dieser Zeit hat sich unbewusst der größte Traum entwickelt, die historische Heimat zu besuchen. – In der Freizeit lese ich über die deutsche Kultur, über den Lebensstil. Niemand zwingt mich dazu, es fliegt mir einfach zu. Selbsterziehung ist mir sehr wichtig. Ich versuche, auf Deutsch zu lesen. Es ist kompliziert, aber ich werde damit fertig, – erzählt meine Gesprächspartnerin.

Anna ist sehr gesellig und findet leicht eine gemeinsame Sprache nicht nur mit der Jugend, sondern auch mit der älteren Generation. Neben den Proben in der deutschen Theaterwerkstatt Aktobe kann man sie auf praktisch allen Veranstaltungen von „Wiedergeburt“ als Freiwillige erblicken. In mehr als einem Jahr dieser aktiven ehrenamtlichen Tätigkeit half der Schülerin, die Besonderheiten der örtlichen deutschen Gesellschaft besser kennenzulernen.

Über die Natur in strahlenden Farben

Manchmal fordert die zarte, künstlerische Seele Ruhe und Abgeschiedenheit ein. Dann helfen Papier, Farben und Pinsel. Vor zwei Jahren hat Anna Geer eine Kunstschule abgeschlossen. Ihre Arbeiten haben bislang noch keine größere Bekanntheit erlangt, aber das wird noch.

– Ich liebe es, Bilder aus dem Leben zu malen. Besonders gut gelingen mir Naturbilder. Jetzt beschäftige ich mich mit der Fotokunst. Das ist eine ganze Welt, die ich neu entdecke, – sagt die junge Leiterin entzückt.

Die Enkelin von Ajbolit

Eine weitere Leidenschaft von Anna sind Haustiere. Im Kreis nennt man sie für ihr großes Herz und ihres Einfühlungsvermögens Dr. Ajbolit: Sie rettete mehr als ein Dutzend verlassener Kätzchen und Welpen. Sie peppelt sie auf, geht mit ihnen nach draußen und gibt sie dann in gute Hände.

– Ich kann die Menschen nicht verstehen, die an unseren kleinen Brüdern, die in Not geraten sind, vorbeigehen. Es kommt auch vor, dass bereits erwachsenen Hunde und Katzen obdachlos werden. In irgend einem Moment sind sie ihren ehemaligen Besitzern unnütz geworden. Ich glaube, wenn du das Tier mit nach Hause genommen hast, dann sei gut zu ihm – trage die volle Verantwortung!

Ein Berg von Plänen

 Als sie die Zügel des Jugendflügels der Gesellschaft der Deutschen Aktobe in die Hände nahm, hat Anna als allererstes ein Team aufgestellt und dann Probleme und Aufgaben identifiziert.

– Jetzt sind wir etwas mehr als zwanzig Leute. Dies ist das Rückgrat, mit dem wir unsere Probleme lösen werden. Unser Nachteil liegt darin, dass es keinen Zusammenhalt gibt, jeder beschäftigt sich mit sich selbst. Ich möchte alle mit einer Interessanten Idee vereinen. Wir verstehen, dass wir mit der Zeit gehen müssen: Wir werden Vines aufnehmen und bloggen. Bei uns gibt es eine Menge sehr talentierter Jungs und Mädels, man muss sie nur dafür begeistern, – fasst Anna Geer zusammen.

Was die Pläne betrifft, so gibt es schon sehr bald in der Jugendstruktur diverse Kreise: Fitness-Tanz (eine Mischung aus Sport und Gesundheitsförderung), Deutschkurse, Journalistik-Wortkshops sowie Kochkurse.

Dmitrij Schinkarenko

Übersetzung: Philipp Dippl

Theater. Deutsch. Faden.

Der Verein der deutschen Jugend „LENZ“ präsentierte den Zuschauern aus Pawlodar das Theaterstück „Das Letzte Band“ von Samuel Beckett in der Inszenierung der Theaterwerkstatt „Faden“ (Leitung Anna Schtschetinina, Schauspielerin des Tschechow-Theaters Pawlodar). Obwohl das Theaterstück in deutscher Sprache aufgeführt wurde, war der Zuschauersaal voll besetzt.

„Samuel Beckett ist ein englischer Dramatiker, aber die Jungs und Mädels haben eine russische Übersetzung dieses Stücks gefunden. Als ich gefragt wurde, es auf Deutsch zu übersetzen, habe ich versucht, eine fertige deutsche Übersetzung zu finden, da die Übersetzung eines künstlerischen Textes nicht einfach ist und viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich hatte mit der Suche keinen Erfolg: Im Internet fand sich nur die deutsche Übersetzung der ersten zwei Seiten des Werks. Ich musste also selbst an die Arbeit, ich wollte den Jungs und Mädels helfen, sie brannten ja darauf, an dem landesweiten Theaterfestival teilzunehmen. Obwohl das Stück aus den 1950er Jahren stammt, ist es aktuell. Es lässt uns über unser Leben nachdenken, darüber, wie wir jeden einzelnen Augenblick verbringen, wie wir unsere Beziehungen aufbauen, um im Alter nicht einsam zu sein“, – sagte Nadezhda Stepanowa, Methodistin und Kuratorin der deutschen Sprache der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Pawlodar.

Die Nominierung „Beste Regie“ auf dem landesweiten Theaterfestival „Theater. Deutsch. Jugend“, welches in Nur-Sultan stattfand, war wohlverdient. Das Theaterstück, dass für einen Bühnenschauspieler ausgelegt ist, hat Anna Schtschetinina auf gleich sieben verschiedene Helden umgeschrieben. Die Stimmungen sind vielfältig: die vernünftig bis erhabene Lyrik seiner Helden nebst der technischen Umsetzung des Bühnenstücks – es zog die Blicke auf sich und ließ den Zuschauer nicht für eine Minute los. Die Logik und die Originalität der Entscheidungen der Regisseurin fesselten zogen die Zuschauer wie ein Magnet in ihren Bann und vermittelten gelegentlich ein intuitives Gefühl für die thematischen Handlungsstränge. Die Aufführung zeichnete sich durch die Klarheit und Originalität der Grundidee aus, welche die Schauspieler des Jugendtheaters ohne Ausnahme verkörperten.

„Das Letzte Band“ ist in der Interpretation von Anna Schtschetinina zweifellos der Erfolg sowohl der Regisseurin als auch der Truppe. Das romantische Temperament und die Aufrichtigkeit der Gefühle konnten die Zuschauer in dem Spiel von Jaroslawa Grebjonkina (Bjanka) beobachten. Ihre sanft-lyrische Art in der Darstellung unerschöpflicher Liebesfreude überzeugte. Die Hauptfigur, der alte Krepp, war nach der Idee der Regisseurin: der alte Krepp, der betagte Krepp, der junge Krepp. Und noch etwas überraschte. Wie harmonisch Walerij Woronin, Artjom Kitschutkin und Maksim Karpenko in diese Ebenbilder passten. Ohne auch nur im geringsten das Bild von Krepp zu verwässern, der seine Tage in der „Bärenhöhle“ in völliger Einsamkeit verlebte, gelang es ihnen, zusammen die Gedanken und Gefühle des Helden zusammenzufügen und seinen Geist mit einer Stimmung aus Schwermut und leichter Traurigkeit zu füllen, Empathie für einen Menschen zu erzeugen, der erkennt, dass das Leben vergangen ist und er die Finsternis in der Seele und die innere Armut (das „dunkle Innere“) nicht überwinden konnte.

„Anna Schtschetinina schloss sich der Truppe in einer schwierigen Phase an. Es blieben buchstäblich noch zwei Wochen vor dem Theaterfestival, und es gab noch kein fertiges Stück.Wir haben „Faden“ nur zur Teilnahme dorthin geschickt, um zu zeigen, dass die Truppe existiert. Natürlich haben wir geglaubt, dass bei den Jungs und Mädels alles gut klappen würde, sie waren ja selbst voll des Optimismus, aber das Ergebnis hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Die Truppe hat sich super geschlagen. Natürlich gab es einige Wünsche von den Mitgliedern der Jury, aber sie schätzten das Theaterstück sehr. Und vielen Dank an Anna, dass gerade sie in der schwierigen Phase unseren Schauspielern zur Seite stand. Ich bin froh, dass unser Theater eine Zukunft hat“, – teilte Olga Wladimirowna Litnjewskaja mit, die stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“.

Anna Schtschetinina selbst teilte ihre Eindrücke über die Arbeit mit dem Jugendtheater „Faden“ auf dem landesweiten Wettbewerb und sagte: „Wir sind nicht für Auszeichnungen hier her gekommen, sondern um zu zeigen, dass es uns gibt, und das ist alles (die Arbeit fand unter schwierigen Voraussetzungen und in sehr kurzer Zeit statt). Aber die Jungs und Mädels haben es geschafft, sich so zusammenzufinden, dass sie wie in einem Atemzug spielten, genauso wie beim letzten Mal. Eine große Rolle spielte auch die Atmosphäre in dem benötigten Schwarz-Beige, meine Lieblingsfarben auf der Bühne, auf der es nichts überflüssiges gab: ein paar Stühle und ein Tisch. Natürlich machte ich mir große Sorgen, aber Beruhigung kam auf, als wir sahen, dass die Zuschauer im Saal weinten. Das bedeutet, dass die Künstler es schafften, die Hauptidee der Seelen der Menschen nahezubringen, und das ist das allerwichtigste im Theater.“

Auf die Frage, warum gerade Samuel Beckett, antwortete Anna, die außerdem Studentin am Theaterinstitut Jekaterinburg (Spezialisierung „Schauspielerin für dramatisches Theater und Kino“) ist: „Ich brauchte ein Thema, welches ich verstehe und sehe. Am Institut haben wir die Literatur des 20. Jahrhunderts studiert, und ich habe schon vor langer Zeit einmal das Theaterstück für einen Schauspieler „Das Letzte Band“ gesehen. Ich musste viele surrealistische Werke lesen, jedoch auf russisch. Als ich verstand, dass nur ein absurdes Stück die Situation retten könnte, blieben wir bei dieser Inszenierung. Diese Regieentscheidung kam von ganz alleine, zufällig“. Nachdem es gelungen war, die Theatertruppe mit ihrer Zuversicht und ihrer Vision des einheitlichen Bildes zu begeistern, führte die Leiterin die Jungs und Mädels an sich heran. Die zuständige landesweite Jury, die den hypnotischen Effekt und das intellektuelle Rätsel des Stückes erkannte, vergab eine eine sehr gute Wertung an die Regisseurin des Theaterstücks „Das Letzte Band“.

Man muss anmerken, dass diese Arbeit der Theaterwerkstatt die erste von Anna Schtschetinina und bereits eine sehr erfolgreiche ist. Neue Entdeckungen, brillante Aufführungen und ein überzeugendes Spiel wünschen wir der Gruppe „Faden“.

 

Ljudmila Bewz

Übersetzung: Philipp Dippl

Die Jugend ist die Zukunft!

Anastasija Rimmer, die Koordinatorin der Jugendprojekte der gesellschaftlichen Stiftung „Kasachstanische Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“, erzählte von den Resultaten der Arbeit des „Jugend“-Blocks.

Das Programm enthielt ein Dokument mit einer aktuellen Analyse der Aktivitäten des SNMK, seienr Stärken und Schwächen, strategische und operative Ziele, sowie eine ausführliche Liste der Maßnahmen, ausgerichtet auf die Lösung der gestellten Aufgaben. Das strategische Ziel der Aktivitäten des SNMK ist die Unterstützung der deutschen Jugend Kasachstans in ihrer Selbstorganisation in verschiedenen Bereichen des Lebens, in der Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der jungen Menschen unter Wahrung der ethnischen Identität.

Der zweite Tag war der Fertigstellung des Dokumentes unter Berücksichtigung von Kommentaren und Vorschlägen gewidmet. In der Arbeitsgruppe des Blocks „Jugend“ sind: Anastasija Rimmer – Sekretärin des Blocks, Darja Barsukowa – Vorsitzende des KNM RO Stadt Taraz, Wiktor Dejmund – Mitglied des Kuratoriums des gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“, sowie die stellvertretenden Vorsitzenden des SNMK Kristina Libricht und Aljona Rener.

Kristina Libricht

Übersetzung: Philipp Dippl

Die Nacht im Museum – Zeit der Jugend!

Die aktiven Mitglieder des Jugendvereins „Rittel“ des deutschen Kulturzentrums „Wiedergeburt“ (Stadt Ridder) strahlten während der feierlichen Aktion „Nacht im Museum – Zeit der Jugend“ in Ust-Kamenogorsk.

Die traditionelle Nacht im Museum wurde dem Jahr der Jugend gewidmet. An der Aktion, die auf den Plätzen des Parks „Zhastar“ und in den Ausstellungsräumen des Museumsschutzgebietes Ostkasachstan stattfand, haben die Kinder- und Jugendgruppen von Ust-Kamenogorsk teilgenommen.

In diesem Jahr fand die Veranstaltung zusammen mit dem Kumys-Fest „Қымыз-мұрынды“ statt. Die Gäste erwartete der Handwerksmarkt „Ein Souvenir für euch“, auf dem eigene Workshops durchgeführt wurden. Das musterhafte Tanzensemble „Pirouette“, die Gesangswerkstatt „Visite“, der Teilnehmer des internationalen Gesangswettbewerbes „Du bist super!“ Wlad Loskutow, die Solistin der Regionalphilharmonie Zhibek Bisengaliewa und die Gruppen der ethnokulturellen Vereinigungen des regionalen Hauses der Freundschaft organisierten ein Konzert unter freiem Himmel. Die Jugend hat sich mit Freude in den Nationaltrachten der Kasachen, Deutschen Weißrussen und anderer Völker fotografiert.

Die hervorragende Darbietung von Liedern in deutscher Sprache wurde mit einem Dankesschreiben mit der Unterschrift des Direktors des regionalen Museumsschutzgebietes für Architektur, Ethnografie und Naturlandschaft Ostkasachstan M. N. Nurgaliew gewürdigt. Er dankte den Leitern des Jugendvereins „Rittel“ des deutschen Kulturzentrums „Wiedergeburt“ (Stadt Ridder) für die aktive Teilnahme an den Feierlichkeiten und wünschte unerschöpfliche Kreativität, Wohlstand, Gesundheit und Glück, ebenso drückte er seine Hoffnung auf die weitere Zusammenarbeit zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Deutschen Ostkasachstans aus.

Andrej Kratenko

Ubersetzung: Philipp Dippl

Wir führen die Reihe der Workshops fort

Im Verein der deutschen Jugend „Vorwärts“ fand in Zusammenarbeit mit der Deutschen Allgemeinen Zeitung der nächste Journalistik-Workshop statt, der auf die effektive Benutzung der sozialen Medien ausgerichtet war. Es wurden aktuelle Themen angesprochen: SMM und die Probleme beim Betreiben privater und Geschäftsseiten im Internet. Die Journalistin der Zeitung DAZ Anastasija Korolewa gab allen kreative „Instrumente“ und Lifehacks für eine interessantere, einfachere, und insbesondere effektivere Arbeit auf Instagram an die Hand.

Also, was heißt SMM eigentlich? SMM wird auch soziales oder Onlinemarketing genannt. Dieser Terminus kam aus dem englischen Sprachgebrauch zu uns. „Social Media Marketing“ bezeichnet wörtlich das „Marketing in sozialen Netzwerken“. Er repräsentiert den Prozess, wenn irgend eine Internetressource durch soziale Plattformen Interesse auf sich zieht.

Die Arbeit verlief nicht nur auf der theoretischen, sondern auch auf der praktischen Seite: jeder Teilnehmer des Workshops hat sich selbst in der Erstellung einer individuellen Nachricht ausprobiert, die frisch erlangten Kenntnisse dabei angewandt und die Möglichkeiten zur kreativen Selbstverwirklichung erhalten. Anschließend führte unser aktives Mitglied Iljas Bostanow einen informativen Lehrblock zur Führung eines YouTube-Kanals durch, in dem er alle notwendigen Details dieser Plattform enthüllte.

Nach diesem so inhaltsstarken Programm haben alle Teilnehmer Urkunden erhalten, und die aktivsten wurden mit Geschenken der Zeitung DAZ ausgezeichnet. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Tag sehr interessant und nützlich war, und außerdem eine tolle Stimmung und viele positive Emotionen brachte!

Das, was auch dir nützen wird, lieber Leser!

Ladet regelmäßig Fotos hoch. Populär zu sein heißt, regelmäßig zu sein. Gebt den Leuten das, weswegen sie euch abonniert haben.

Startet eure Flashmobs. Zum Beispiel: #ichbinimVDJK, #ichvorfünfjahren, #10faktenübermich. Allerdings gibt es eine Bedingung: ihr müsst ein aktives Auditorium haben.

Guter Content. Eine aussagekräftige und emotionale Palette eures sozialen Netzwerkes – das ist der Weg zum Erfolg.

Hashtags. Wenn ihr sie richtig benutzt, könnt ihr die Anzahl der Ansichten eurer Veröffentlichungen steigern, was in der Folge die Anzahl der Abonnenten steigert.

Geschichten. Das sind aktive Dialoge mit euren Nutzern und bringt Erkenntnisse über die Meinungen des Auditoriums. Benutzt Sticker: Hashtags, Standorte, Umfragen und so weiter. Zeichnet Videos auf. Ein „Hinter den Kulissen“ oder ein Clip „aus der Küche“ funktioniert für Firmen viel besser als einfache Fotos.

Habt Spaß. Alles sollte lustig und schön sein! Unterhaltet euch, spielt mit eurem Auditorium, seid kreativ und aufgeschlossen!

Benutzt all euer kreatives Potential, arbeitet mit euren Followern, gebt ihnen spannenden Content – und angelt eure wohlverdienten „Herzen“.

Kristina Libricht und Jekaterina Lojtschenko

Ubersetzung: Philipp Dippl

Medienpädagogik in der Jugendarbeit

In Berlin und Neuendorf fand das Media-seminar „Medienpädagogik in der Jugendarbeit“ statt, dessen Initiator der Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen, Landesverband Berlin e. V. War.

An dem Seminar haben Repräsentanten aus fünf Ländern teilgenommen: Kasachstan, Russland, Ukraine, Deutschland und Polen. Der Verband der deutschen Jugend Kasachstans stellte Mitglieder der Jugendvereine aus den Städten Almaty, Aktobe, Kokschetau und Ust-Kamenogorsk.

Das Programm des Trainingsseminars war sehr umfangreich und nützlich mit neuen Kenntnissen im Medien-Bereich – es gab interessante Workshops, aktuelle Themen, Austausch von Erfahrungen und Auffassungen aus dem Informationsumfeld zwischen den Teilnehmern aus verschiedenen Ländern.

Ihre Eindrücke der Veranstaltung als Ganzes und einiger Bildungsmodule sollen hier geteilt werden.

„Das Projekt hinterließ die wärmsten Erinnerungen! Vom ersten Tag an haben sich die Jungs und Mädels aus den verschiedenen Ländern zusammengeschlossen und wurden zu einer großen, freundschaftlichen Familie! Die Atmosphäre war sehr freundschaftlich, was die Arbeitseffektivität steigerte. Jeder Workshop war von Kreativität inspiriert, brachte neue Ideen und Gedanken hervor.

Der Workshop „Chroma Key“ war unvergesslich. Es war interessant, von den Möglichkeiten dieses Programms zu erfahren. Es ersetzt in einem Video den grünen Hintergrund durch irgendetwas nach dem eigenen Geschmack. Die Gruppe arbeitete mit vollem Einsatz! Auch haben wir die Grundlagen der Pflege von Gruppen und Accounts in sozialen Netzwerken sowie die Urheberrechte bei der Publikation von Foto- und Videomaterialien kennengelernt. Kristina Girschfeld (Kokschetau).

„Im Rahmen des Worksohps „Instagram und seine Regeln“ unter der Leitung von Oleg Komarow haben wir die notwendigen Bestimmungen kennengelernt. Wichtig für einen größeren Umfang an Seitenaufrufen ist es, das Profil öffentlich zu machen. Auf ihm sollten nur minimale private Informationen stehen. Damit die Nutzer wissen, was sie von der Seite erwarten können. Die Anzahl der Posts am Tag sollte einen nicht überschreiten, und der Text unter ihm sollte kurz und schön ausformuliert für ein angenehmes Lesen sein. Als Übung wurde eine Aufgabe gestellt – die Eröffnung einer Seite bei Instagram, um die Veranstaltungen des Projektes zu beleuchten. Bei uns ist ihr Autor eine fiktive Person, die Fotos und Videos wurden aus Sicht der Person geschossen. Dieser Workshop ist sehr aktuell in der Jugendarbeit mit sozialen Netzwerken. Den Workshop „Videoerstellung und Verarbeitung“ unterrichtete Walerija Kim, der als Regisseur in Almaty arbeitet. Wir haben erfahren, dass man dafür, um qualitativ hochwertig zu filmen, am besten professionelle Kameras verwendet. Das Licht sollte von vier Seiten einfallen, und für die Qualität des Tons sollte man Mikrofone verwenden: ein Richtmikrofon (Rode Video Mic Pro). Eine Gruppe oder ein Team sollte das Video drehen, die Musik sollte im Rhythmus der Aktionen im Video sein. Am besten zeigt man verschiedene Ausschnitte im Clip. Zum Beispiel: Großaufnahme, naher Schnitt, mittlerer Schnitt. Die gewonnenen Erkenntnisse passen hervorragend zur Arbeit des Jugendvereins“. Ksenija Schperling (Ust-Kamenogorsk)

„Am Ende eines der Tage fand der Abend der Kultur statt. Jedes Land hat seine eigene, besondere Kultur, welche sich von den anderen unterscheidet. Diese Unterschiede machen unsere Welt schöner und spannender. Davon konnten wir uns auf dieser Veranstaltung erneut überzeugen, welche es den Teilnehmern erlaubte, nicht nur sich gegenseitig näher kennenzulernen, sondern auch die Besonderheiten jedes der vorgestellten Länder. Alle haben die Vorzüge ihrer Staaten vorgestellt. Es gab ukrainische Lieder, russische Tänze, polnische Spiele, deutsche Aktivitäten und kasachische Süßigkeiten. Dabei fanden wir ab und zu Ähnlichkeiten, oder auch etwas nahes in der Seele, was uns zu einem Ganzen machte. Wir sind so unterschiedlich, aber doch so ähnlich! Nebenbei bemerkt,  neben leckeren Mitbringseln haben wir die eckte kasachische Gastfreundschaft und Freundlichkeit mitgebracht. Wir haben von unserer Heimat erzählt und natürlich auch von der Organisation „Wiedergeburt“. Jekaterina Lojtschenko (Almaty).

„Ich habe für die Vorstellung von Russland natürlich Bernstein aus Kaliningrad mitgebracht. Ich möchte meinen tiefen Dank dem JDR, dem DJO und meinem Jugendverein  der Russlanddeutschen RuDeKids für die Teilnahme an diesem Projekt, für die gewonnenen Kenntnisse und die neuen Bekanntschaften aussprechen! Es waren unglaubliche Tage, die als Erinnerung im Herzen bleiben werden, als ein eigenens Stückchen des Lebens. Wir haben gelernt, gelacht, zusammen gearbeitet und in einer freundschaftlichen Atmosphäre gelebt. Die Repräsentanten Russlands sangen auf kasachisch, die Polen auf russisch, die Deutschen auf ukrainisch und alles war fabelhaft! Im Rahmen des Programms haben wir eine Menge aus dem Medienbereich gelernt, wir konnten die Besonderheiten anderer Länder kennenlernen und haben eine tolle Zeit verbracht. Jetzt muss all diese Erfahrung und das Wissen im Leben verwirklicht werden“. Darja Melnitschuk (Kaliningrad).

„Für mich war dieses Projekt sehr herzlich, freundschaftlich, informativ und lustig. Unsere Gruppe repräsentierte die Ukraine. Alle Jungs und Mädels waren aus verschiedenen Städten , aber wir haben als ein Team zusammengearbeitet. Wir alle durchlebten in dem Projekt ein kleines, strahlendes Leben voller positiver Emotionen! Ich erinnere mich an die Workshops, in denen wir uns in neuen Berufen ausprobierten. An diesen Abenden haben wir mit den Jungs und Mädels aus Polen, Kasachstan, Deutschland und Russland gespielt. Ungeduldig warten wir auf neue Treffen!“ Tatjana Schargorodskaja (Odessa)

„Die Workshops brachten den Teilnehmern viele neue Informationen und Erkenntnisse für die Öffentlichkeitsarbeit in Zeitungen und Jugendorganisationen. Das Wichtigste war aber, dass es den Austausch zwischen den verschiedenen Ländern gegeben hat und viele neue Kontakte entstanden sind.“ (Dominik Duda, ifa-Kulturmanager beim Bund der Jugend der Deutschen Minderheit in Polen (BJDM)

„Während der acht Tage des Projektes haben wir viel gelernt und unser Wissen mit den anderen Teilnehmern geteilt. Die professionelle Journalistin aus Polen Anita Penzhalek habt uns die grundlegenden Prinzipien des Berufes beigebracht. Sie hat uns an Beispielen gezeigt, wie eine Nachricht positive und negative Information übermitteln kann. Dieses Wissen wird den Teilnehmern in Zukunft beim Schreiben von Artikeln und Posts helfen. Gleichzeitig mit unserem Projekt fand das Projekt „Meinungsmacherin international“ für Jugendliche verschiedener Nationalitäten statt. Wenn sich unsere Veranstaltungen überschnitten, hatten wir die Gelegenheit, uns mit Jungs und Mädels aus anderen Ländern  zu unterhalten. Der Hauptteil des Projektes fand in der malerischen Ortschaft Neuendorf statt, eine Stunde Fahrt entfernt von der Hauptstadt Deutschlands. Die letzten Tage haben wir aber in Berlin verbracht. Für uns wurde eine kreative Art organisiert, die Stadt näher kennenzulernen. Die Teilnehmer wurden in Teams aufgeteilt und machten eine Schnitzeljagd, während sie die Aufgaben erfüllten. Die Aufgaben brachten die Teilnehmer an die interessantesten Orte Berlins und stellten die reiche Geschichte der Stadt vor. Das professionelle Organisationsteam führte alle geplanten Veranstaltungen auf solch hohem Niveau durch, dass keiner der Teilnehmer gleichgültig blieb“. Irina Wagner (Aktobe).

Ubersetzung: Philipp Dippl

„Auf der Suche nach Perfektion…“ auf der Bühne!

Vom 16. bis zum 19. Mai findet das erste republikanische Theaterfestival der deutschen Jugendtheaterkollektive Kasachstans „Theater. Deutsch. Jugend.“ statt.

Vier Tage lang präsentieren neun Theaterwerkstätten aus verschiedenen Städten Kasachstans auf der Bühne des Musisch-Dramatischen Theater namens K. Kuanyschbaew ihre Aufführungen dem Urteil der Zuschauer.

Das Festival „Theater. Deutsch. Jugend“ findet im Rahmen des 30-Jährigen Jubiläums der deutschen Bewegung sowie des Jahres der Jugend in Kasachstan statt. Es ruft dazu auf, das Interesse der Jugend in die Theateraktivität und in das Werk deutscher Dramaturgen zu bestärken.

Im Rahmen der Veranstaltung finden Workshops für Schauspieler und Regisseure mit dem Ziel der Weiterbildung ihrer professionellen Kunstfertigkeiten, sowie Improvisationsspiele und vieles andere statt.

Als Organisatoren des Festivals traten die gesellschaftliche Stiftung „Kasachstanische Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“, die Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Astana und des Gebietes Akmolinsk auf, sowie die Union der deutschen Jugend Kasachstans. Ehrenvoller Gast der Veranstaltung ist der Bevollmächtigte der Bundesregierung Deutschlands für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Professor Dr. Bernd Fabritius, der am abschließenden Teil des Festivals teilnimmt und sich mit der kreativen Jugend trifft.

Übersetzung: Philipp Dippl

Der Almaty-Marathon 2019

Am 21. April sind trotz des wolkigen Wetters auf dem neuen Platz in Almaty viele Menschen zusammengekommen, einige wollten selbst den Marathon laufen, andere ihre Freunde und Bekannten unterstützen und manche wollten einfach nur ihre Energie aufladen durch die größte Massenveranstaltung des Amateursports. Eine Bühne, Musik, Flaggen, Zelte – alles ist bereit für den Start des traditionellen Marathons, es ist übrigens bereits der siebte in der südlichen Hauptstadt. Dieses Sportfest zieht jedes Jahr unglaublich viele Teilnehmer an. Die Atmosphäre, das muss man sagen, war aufgeladen, in der Luft schwebten Energie und Kraft, überall waren frische, gesunde und lebenslustige Menschen.

Uns gelang es, ein Interview mit den aktiven Mitgliedern des Vereins der deutschen Jugend Almaty, Jekaterina Lauber und Nikolaj Timofeew zu führen. Katja lief eine Strecke von 10 Kilometern, Nikolaj lief 21 Kilometer.

– Habt ihr vor dem Marathon trainiert?

E: Ich mich vorbereitet, ich habe zwei bis drei Monate vorher angefangen, richtig zu trainieren, am Anfang jeden Tag, später habe ich meine Taktik verändert und entschieden alle zwei Tage zu trainieren.

N: Nein. Ich laufe generell viel in den Bergen, ich habe einen aktiven Lebensstil, wie man so sagt.

– War dies euer erster Marathon?

 E: Noch in der Schule bin ich einen Distanzlauf gelaufen: einen Kilometer, dann drei, dann fünf, und das alles ohne Unterbrechung, weil wir nicht genügend Läufer hatten und ich deshalb gefragt wurde. Aber es stimmt, dass ich im letzten Lauf nicht mehr gut gelaufen bin, ich war erschöpft und kam als Letzte ins Ziel.

N: Ich laufe den zweiten Marathon, beim letzten Mal habe ich die 10-Kilometer-Strecke bewältigt, aber das ist schon lange her, ich kann noch nicht mal mehr sagen, wann das war.

– Seid ihr alleine gelaufen oder hat euch jemand unterstützt?

E: Mich haben Freunde unterstützt, aber ich bin auch nicht alleine gelaufen, sondern mit meiner Schwester Nadja. Unsere Freundin aus Österreich, Jennifer, hat uns dazu veranlasst, zu laufen, ansonsten hätte ich es wohl nie probiert.

N: Ich bin alleine gelaufen und habe die Unterstützung von den Zuschauern bekommen, die mit Schreien anfeuerten, klatschten und sangen.

– Wie war das Gefühl auf der Zielgeraden?

E: Ich kann nicht sagen, dass es sehr schwer war, zu laufen. Wenn ich meine Kräfte einschätze, würde ich sagen, dass ich auch die 21 Kilometer gelaufen wäre. Ich glaube, es hat mir geholfen, dass ich nicht wusste, wo das Ziel ist. Ich habe ein Schild am Ende gesehen, auf dem stand, dass es bis zum Ziel noch 150 Meter sind und habe mir gedacht: „Das ist schon alles?“

N: Schwer war es nur am Start, hoch die Nasarbajew-Straße bis zur Al-Farabi, und der letzte Kilometer, als mir die Beine wehgetan haben. Ich habe alles im Schließfach gelassen, auch das Telefon, und habe mich an den Ballons orientiert, die die ungefähre Zeit angaben.

– Ein abschließendes Wort für alle, die nicht gelaufen sind?

E: Ich denke, dass sich Kasachstan auf diesem Feld entwickelt, weil in diesem Jahr ungefähr 17.000 Menschen den Marathon gelaufen sind und das ist außerordentlich. Viele Leute haben festgestellt, dass der Marathon mit jedem Jahr besser und besser wird. Alles war auf hohem Niveau organisiert: Wasser und Essen und vieles andere. Ich möchte, dass jeder den Marathon läuft und diese Distanz spürt: die Spannung in den Muskeln – das gibt ein Gefühl der Freude für einen ganzen Tag.

N: Das ist alles nur halb so schlimm und nicht so schmerzvoll, nach zwei Tagen ist alles wieder weg. Daheim habe ich eine heiße Badewanne genommen, damit sich die Spannung aus den Beinen löst.

– Was hat dich dazu motiviert, diesen Marathon zu laufen?

 N: Ich habe gelesen, dass 17.000 Menschen daran teilnehmen werden und ich wollte ein Teil dieser Veranstaltung sein. Übrigens, von 3683 Läufern, die das Ziel erreichten, kam ich als Nummer 1659 an. Dafür habe ich 2 Stunden und 10 Minuten gebraucht.

Ubersetzung: Philipp Dippl

Der Kosmos erwartet uns

Am 12. April 1961 wurde das erste Raumschiff mit einem Menschen an Bord in die Erdumlaufbahn gebracht. „Wostok-1“ wurde mit dem legendären Jurij Gagarin vom Kosmodrom „Baikonur“ gestartet und führte eine Umrundung des Planeten Erde aus. Er beendete den Flug in der 108. Minute und  landete im Gebiet Saratow. Seitdem ist der 12. April der internationale Tag des Ersten bemannten Raumfluges in den Weltraum. Allerorten werden an diesem Tag thematische Veranstaltungen durchgeführt und in Planetarien Vorlesungen veranstaltet, die die Geschichte der Eroberung des Weltraums beleuchten, und in den Kinos werden Weltraumfilme gezeigt.

Der Verein der deutschen Jugend „Vorwärts“ hat dieses bedeutsame Ereignis ebenfalls nicht außer Acht gelassen, und am 13. April fand im deutschen Haus die Feier zum Tag der Kosmonauten statt. Die Veranstaltung verlief sehr produktiv, aufschlussreich und ungewöhnlich. Unsere Jungs und Mädels haben versucht, diesen Feiertag etwas näher kennenzulernen, sich in der Rolle eines Forschers zu fühlen und den Wissensdurst und mit einer Unmenge an spannenden und lehrreichen Aufgaben zu sättigen.

Zur Einführung in die Thematik und um die Grundkenntnisse zu bekommen, wurde eine ganze Präsentation organisiert, die dabei half, sich mit der Geschichte des Tages der Kosmonauten, dne wichtigsten Momenten und Ereignissen im Bereich der Erforschung des Universums vertraut zu machen, sowie mehr über deutsche Astronauten zu erfahren, die einen Beitrag zur Entwicklung der Weltraumforschung in Deutschland geleistet haben.

Zum Beispiel flog Sigmund Jähn vor 40 Jahren in den Kosmos, der erste und einzige Kosmonaut aus der DDR und die Nummer 90 aller, die jemals in den Weltraum flogen. Das wichtigste Ereignis des Tages war der Start einer Rakete, welche unsere aktiven Mitglieder Andrej Schtejnert und Elzhan Naribajew gebaut haben. Sie haben eine einfache, funktionierende Konstruktion für ein Treibgasgemisch selbst gebaut. Der Körper der Rakete wurde aus zwei Plastikflaschen gebaut, die als Verbrennungskammern und Verkleidung dienten. Als Treibstoff wurde Ethylalkohol, besser gesagt seine Dämpfe, verwendet.

Die Rakete wurde auf einem speziell konstruierten Starttisch aufgestellt, in dessen Inneren ein Docht angebracht war, um die Treibstoffmischung anzuzünden. Viel Energie wurde darauf verwendet, um die benötigte Größe der Brennkammer und die Menge des Gemisches zu berechnen. Der Starttisch brannte einige Male. Aus mehr als 20 Probeabschüssen waren nur zwei erfolgreich. Um die Umwelt dabei nicht zu schädigen, wurden alle Abfälle und Verbrennungsmittel natürlich sofort entfernt. Die Jungs waren begeistert von diesen Erfahrungen und interessieren sich jetzt noch mehr für die Weltraumwissenschaft!

Kristina Libricht und Jekaterina Lojtschenko

Ubersetzung: Philipp Dippl

Der Startschuss der Veranstaltungen zum Tag der Einheit des Volkes Kasachstans

Im städtischen Haus der Freundschaft Semej fanden die Veranstaltungen aus Anlass des Tages der Einheit des Volkes Kasachstans statt.

Im aktuellen Jahr wurde das Jahr der Jugend angekündigt, in dessen Zusammenhang mit den jungen Leitern der ethnokulturellen Zentren der Stadt Semej ein runder Tisch organisiert wurde, in dessen Verlauf sich die Teilnehmer und ihre Arbeit gegenseitig kennenlernten und gemeinsame Ideen und Pläne für die nahe Zukunft erörterten. Auf dem Treffen hat Aljona Talanowa, die Leiterin des Vereins „Glück“ zusammen mit dem aktiven Mitglied Wlad Rekk den Versammelten von den Tätigkeiten der Jugend der öffentlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ erzählt. Weiterhin fand in der Aula ein Festkonzert statt, an dem die künstlerischen Kollektive der ethnokulturellen Zentren der Stadt teilnahmen. Von der deutschen Gesellschaft nahm die jüngste Gruppe des Ensembles „Einheit“ mit dem Tanz „Lustiges Aufräumen“ teil. Die Konzertteilehmer aller Altersstufen erfreuten die Zuschauer mit ihren Nummern und versetzten sie in eine warme Fühjahrsstimmung.

Der 1. Mai ist der Feiertag der Einheit des Volkes Kasachstans, und es spielt keine Rolle, welche Nationalität oder welchen Glauben wir haben, wir leben nämlich in einem Land in Frieden, Einheit und Harmonie zusammen. Erinnern wir uns daran, schätzen und respektieren wir uns gegenseitig! Alles Gute zum Feiertag!

Marija Gorbatschjowa

Ubersetzung: Philipp Dippl

Das Spiel ist der selbstverständliche Mechanismus zur Erkenntnis der Welt.

Zeit mit seinen Freunden verbringen ist unbezahlbar. Und zusammen mit ihnen Brettspiele zu spielen ist noch dazu lustig und interessant. Heute, da die Rede von Brettspielen ist, denkt der Spießbürger zuerst an Domino und Kartenspiele, Schach und Dame. Allerdings können Brettspiele auch in Form eines Wettkampfes stattfinden, der mit Leichtigkeit Fingerfertigkeit und Scharfsinn demonstriert, euer Glück prüft und euch außerdem das kulturelle Erbe verschiedener Länder und Völker näher bringt!

Von alledem haben wir von Michail Tejfel erfahren, als im Deutschen Haus ein Spieleabend mit dem Namen „Spiele der Völker der Welt“ stattfand. Die aktiven Mitglieder des Vereins der deutschen Jugend „Vorwärts“ raten allen Vereinen, bei Jugendtreffen Brettspiele zu verwenden. Sie versichern: da bleibt niemand gleichgültig!

Kulbutto („das Stehaufmännchen“), Frankreich. Das Spiel besteht aus einer speziellen Tischplatte mit acht Kugeln. Das Ziel ist, die Kugeln mit Hilfe der Bewegung der Tischplatte in die Löcher zu rollen. Das Geheimnis besteht im kegelförmigen Standfuß, der es ermöglicht das Spielfeld leicht zu bewegen.

Zhulbak, Holland (entstand im 18. Jahrhundert auf Basis des englischen Spiels Shuffleboard). Es gehört zur Kategorie der Sportbrettspiele. Zu dem Spaß gehören Holzscheiben, welche in Löcher getrieben werden müssen. Jeder Spieler hat 30 Versuche, die Scheiben in eine der vier Löcher zu schießen. Es gewinnt der, der die meisten Punkte erzielt.

Meeresbillard oder Novus. Dieses lettische Spiel gilt als Nationalsport. Es entstand zwischen 1925 und 1927 und war besonders unter Seeleuten sehr beliebt. Für das Spiel braucht man einen speziellen Tisch aus echtem Holz, dessen Oberfläche in vier Zonen unterteilt ist; Spielsteine in zwei verschiedenen Farben und vier Löcher. Die Aufgabe des Spiels ist es, als erster mit Hilde des Billardstocks seine Spielsteine in die Löcher zu schlagen.

Shuffleboard, England. Es entstand zuerst in mittelalterlichen Trinkkneipen, als die Gäste Geldmünzen über den Tisch schnipsten und versuchten, die Stellen zu treffen, die die meisten Punkte erzielten.

Dschakkolo, Holland. Während des Krieges war das Spiel verboten, aber es erhielt im Jahr 1965 in Amsterdam ein zweites Leben. Der Kern des Spiels ist es, Holzscheiben in spezielle Taschen auf dem Spielbrett zu rollen.

Brettspiele waren zu jeder Zeit beliebt, davon erzählt die jahrhundertealte Geschichte. Wir sind uns sicher, dass  es nur wenige gibt, die ein spannendes Spiel mit ihren Freunden und Verwandten verweigern würden. Und das Alter spielt hier keine Rolle!

Die ganze Videoreportage der Veranstaltung könnt ihr auf dem Fernsehsender „Менің Қазақстаным“ sehen.

Wir möchten den Organisatoren des Treffens danken, besonders Michail Tejfel von der Vereinigung der Sportbrettspiele Almaty, der Deutschen Allgemeinen Zeitung und allen Jungs und Mädels, die an dem spannenden Spieleabend teilgenommen haben.

„Wie kann man die Kultur eines Landes kennenlernen? Ohne Zweifel durch das Spiel!“, befindet Michail Tejfel.

Kristina Libricht und Jekaterina Lojtschenko

Übersetzung: Philipp Dippl

„Eins, Zwei, Drei“ in Kasachstan!

Im Haus der Freundschaft in Almaty wurden zwei Teile der berühmten Kinotrilogie „Eins, Zwei, Drei“ aufgeführt. Die Veranstaltung fand mit der Unterstützung des Institutes für ethnokulturelle Bildung (BiZ, Moskau) unter aktiver Mithilfe des deutschen Jugendvereins „Vorwärts“ (Almaty) statt. Die Gäste der Aufführung, unter denen sich sowohl Schüler und Studenten befanden, die Deutsch lernen, als auch Lehrer, Vertreter ethnokultureller Vereinigungen, Journalisten und Kinokritiker, schätzten die Ideen des Filmes sehr.

„Eins, Zwei, Drei“ ist eine Kinotrilogie für Kinder und Jugendliche, die von der Wechselwirkung zwischen den russischen und deutschen Kulturen erzählt. Die Schöpfer des Films versuchten, die moderne Jugend dazu zu motivieren, ihre Muttersprache zu lernen, welche schrittweise ihre Position auf dem Gebiet Kasachstans und Russlands zurückerlangt. Diese Art von Projekten tragen sehr dazu bei.

Julija Tjukalowa: „Der Abend verlief in sehr warmer, aufschlussreicher, und ganz besonders in sehr motivierender Atmosphäre. Der Film „Eins,Zwei, Drei“ erzählt die gutherzige und frische Geschichte der Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen, in dessen Verlauf die beiden Helden die Sprache des jeweils anderen lernen mussten. Der Film erwies sich als sehr lehrreich und zeigte, wie wichtig die Kenntnis einer Fremdsprache manchmal ist und wie viele Farben, aufregende Momente und interessante Bekanntschaften diese Kenntnis ins Leben bringen kann. Sehr angenehm waren die vorhandenen Untertitel, die dazu beigetragen haben, das Deutsche schneller aufzunehmen. Eine nicht unwichtige Rolle im Film spielte die Internationalität, die Freundschaft und die Verdichtung von Kulturen demonstrierte. Alle Gäste durchlebten die wärmsten und behaglichsten Emotionen. Nachdem ich den Film gesehen hatte, entbrannte der Wunsch noch mehr, Deutsch zu lernen und ich habe verstanden, dass es sich lohnt, solche Veranstaltungen so oft wie möglich zu besuchen.“

Artjom Larin: „Die Kinovorstellung hat mir großes ästhetisches Vergnügen bereitet. Mich überraschte das Spiel der Schauspieler, die dem Zuschauer echte Gefühle und Erlebnisse bringen konnten. Der Film lässt einen nachdenken über die Notwendigkeit, Deutsch zu lernen, er bringt eine so starke Motivation, dass man nicht ohne Freude bleiben kann. Vielen Dank für die Möglichkeit so einen wunderbaren Film zu sehen. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.“

Ebenso konnten im Rahmen der Kinovorführung die aktiven Mitglieder des KNM „Vorwärts“ Anastasija Plotnikowa kennenlernen, die stellvertretende Vorsitzende des „Jugendring der Russlanddeutschen“. Die Mitglieder des Vereins der deutschen Jugend drücken ihre große Dankbarkeit dem ganzen Filmteam aus, welches an der Trilogie gearbeitet hat, dem Insitut BiZ und den Repräsentanten des Hauses der Freundschaft für die Möglichkeit, diesen wundervollen Film kennenzulernen.

Andrej Lejman: „Verehrte Zuschauer, wir wollten uns ebenso bei euch bedanken. Wir sind sehr froh, dass euch unsere Arbeit gefallen hat. Wir erhalten verschiedene Reaktionen, aber es läuft alles auf eines hinaus: der Film ist eindeutig ein Motivationsfaktor, um Deutsch zu lernen, er ist interessant und die heranwachsende Generation unserer Landsleute in Deutschland veranlasst er ebenso dazu, die Muttersprache nicht zu vergessen. Das Team arbeitet effektiv, unsere Helden wachsen mit dem Film und bald kommt der dritte Teil. Bis bald!“

Kristina Libricht und Jekaterina Lojtschenko

Übersetzung: Philipp Dippl

Die erste AGDM-Jugendtagung

Vom 4. bis zum 7. April fand in dem kleinen dänischen Städtchen Kniwsberg, wo auf kleinem Raum die Deutschen Dänemarks zusammenleben, der Kongress der Repräsentanten der deutschen Minderheit aus fünfzehn Ländern statt.Die Gesandte Kasachstans auf diesem Treffen war Marija Borisewitsch, die Vorsitzende der Union der deutschen Jugend Kasachstans.

Drei Tage lang wurden von den Vertretern der JEV (Jugen Europäischer Volksgruppen) organisierte Workshops für die Teilnehmer des Kongresses veranstaltet, in denen Fragen zur Bedeutung des „Minderheiten“-Konzeptes erörtert und Aufgaben und Herausforderungen der deutschen Jugend diskutiert wurden.

Im Ergebnis wurden Ziele und Richtungen der zukünftigen Arbeit mit deutschen Jugendorganisationen definiert und eine Reihe von Kompetenzen des Jugendkoordinators des AGDM benannt, dessen Wahl der Hauptgrund für das Treffen war. In diese Position wurde Patrik Lompart, der Vorsitzende der Karpatendeutschen der Slowakei, gewählt, sein Stellvertreter wurde Ewgenij Wagner, Vorsitzender des deutschen Jugendverbandes Russlands.

Die Teilnehmer des Treffens lernten im Detail die Geschichte der Deutschen Dänemarks kennen und erfuhren einiges über das Bildungssystem, in welchem für die Kinder und Jugendlichen die deutsche Sprache gleichberechtigte Muttersprache neben dem Dänischen ist. In den Gymnasien lernen die Schüler nach dem dänischen Bildungssystem, aber in deutscher Sprache. Dabei können sich die Absolventen bei Schulabschluss zwei Abschlussprüfungen ablegen (das dänische und das deutsche), was ihnen die Möglichkeit gibt, an den Hochschulen jedes der genannten Länder zu studieren.

Das Projekt erlaubte es den Teilnehmern nicht nur, die Tätigkeiten und die grundlegenden Ausrichtungen der Arbeit der Jugendorganisation verschiedener Länder kennenzulernen und Erfahrungen in diesem Feld auszutauschen, sondern auch mögliche Gemeinschaftsprojekte zu besprechen und zu planen. Für die Union der deutschen Jugend Kasachstans diente das Treffen als neuer Schritt in der Entwicklung einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Marija Borisewitsch

Übersetzung: Philipp Dippl

Alles Gute zum Nouruz-Fest!

Nauryz ist das Symbol für Erneuerung, Reinigung, Liebe und Schönheit! Mögt ihr immer gute Vorsätze und eine ausgezeichnete Stimmung haben! Наурыз – жаңару мен тазару, махаббат пен сұлүлық мерекесі! Әрқашан жаныңыз ізгі, көңіліңіз көтеріңқі болсын!

Liebe Freunde! Die Union der deutschen Jugend Kasachstans wünscht von ganzem Herzen alles Gute zum Feiertag Nauryz! Wir wünsche euch Erfolg, einen klaren Himmel über den Köpfen, familiäres Wohlergehen, häusliche Gastfreundschaft, Liebe, Fürsorge und gegenseitiges Verständnis. Unsere freundschaftliche Mannschaft wünscht Frieden und Gelassenheit, Glück und Wärme!

Es ist bekannt, dass Kasachstan ein internationales Land ist. Ein Land, in dem Menschen verschiedener Völker, Konfessionen und mit verschiedenen Bräuchen leben. Genau deshalb gab es in den Städten verschiedene Umzüge und Volksfeste, wo die Bürger in Freundschaft Lieder in verschiedenen Sprachen sangen, Nauryz Kozhe tranken und sich gegenseitig zu diesem wunderschönen frühlingshaften Feiertag beglückwünschten. Die Vereine der deutschen Jugend machten da keine Ausnahme und nahmen aktiv an den Nauryz-Feierlichkeiten teil.

Die aktiven Mitglieder aus Almaty traten auf dem Arbat mit einem Workshop für deutsche Polka auf und nahmen an den Umzügen auf den Hauptstraßen der Stadt teil.

Und in Taraz fand ein zehntägiger Feiermarathon zu Nauryz statt! Der VDJ „Juwel“ nahm an zwei Konzerten auf dem Hauptplatz der Stadt und an der Eröffnung der Allee der Jugend „Zhastar“ teil.

Der Verein der deutschen Jugend „Glück“ war Teilnehmer an dem Stadtfest Nauryz. Zusammen mit Repräsentanten anderer Ethnien hat unsere Jugend den Tanz der Völker Kasachstans aufgeführt. Und die Kindertanzgruppe „Einheit“ trat auf der Bühne mit einer kunstvollen Nummer auf.

Übersetzung: Philipp Dippl

Die Geheimnisse des Erfolgs eures Artikels,

oder wie der Jounalistik-Workshop im VDJ „Vorwärts“ ablief

An jedem beliebigen Ort der Welt ist die Entwicklung der Massenmedien eng verflochten mit der nationalen Geschichte, der Wirtschaft und vor allem mit der Politik. Die DAZ, die politische, kulturelle und bildungspolitische Geschehnisse beleuchtet, ist die einzige Zeitung der deutschen Ethnie in den Ländern Zentralasiens.

Die Deutsche Allgemeine Zeitung betätigt sich nicht nur mit der Betrachtung von Ereignissen, sondern tritt auch selbst oft als Organisator in Erscheinung. So fand ein Workshop zur Arbeit im Bereich Journalismus und Artikelerstellung für die jungen Aktivisten statt. Die Moderatorin des Workshops war die Korrespondentin der DAZ, Anastasija Koroljowa.

Die Teilnehmer erfuhren, was Journalismus ist, worin sich Presse von Radio- oder Fernsehjournalismus unterscheidet und welche Vorteile das Internet in diesem Bereich bietet. Interaktive Übungen wurden gestaltet, von denen eine war, Überschriften zu gestalten. Den Zuhörern wurde angeboten, sich die Titel für echte Artikel der „DAZ“ auszudenken. Sie haben sowohl mit russischen, als auch mit deutschen Texten gearbeitet. Im Anschluss haben die Teilnehmer ihre Varianten vorgelesen und sie mit den Originaltiteln verglichen. Es zeigte sich, dass unsere Jungs und Mädels über eine unerschöpfliche Fantasie und Originalität verfügen. Von zehn vorgestellten Überschriften waren drei sehr nahe an den realen Vorbildern.

Hierbei ist das Fazit, dass die Überschrift sehr wichtig ist, das erste, was der Leser sieht bevor er den Artikel liest, ist sein Titel. Viele beurteilen ihn und entscheiden dann, ob sie den Artikel weiter lesen oder nicht.

Ebenso rief der Aufbau eines guten Artikels das Interesse der aktiven Mitglieder hervor. Der niedergeschriebene Text sollte auf die fünf W-Fragen antworten: Wer? Was? Wo? Warum? Wann? Wenn der Korrespondent konsequent diese Fragen beantwortet, taucht der Leser in das Material ein und empfängt die Informationen mit Interesse.

Um den behandelten Stoff zu verfestigen, haben die Teilnehmer die Rollen eines Interviewers und des Gesprächspartners eingenommen. Die Jungs und Mädels bewiesen einen kreativen Ansatz und präsentierten sowohl ein klassisches, straffes Interview in der besten Tradition der Deutschen Welle, aber auch lustige Stand-Ups, während sie die Interviews spielten.

Der vergangene Workshop zeigt bereits seine positiven Resultate. Und das bestätigen natürlich die Bewertungen der Teilnehmer:

„Der Unterricht war zwar leicht und unterhaltsam, aber der wichtigste Ansatz kam bei den Jugendlichen an: wie leicht Neuigkeiten über Ereignisse, Veranstaltungen und interessante Fakten zum Leser kommen. Wer jedoch in unserem Informationszeitalter in Unkenntnis bleibt, ist dem Tode nahe.“ Elzhan Naribaew

„Ich bin Leserin der „DAZ“ und war sehr froh, an diesem Journalismus-Workshop teilzunehmen. Dank ihm habe ich viel neues und interessantes über diesen Bereich unseres Lebens gelernt. Es lohnt sich, die dynamische Informationszufuhr hervorzuheben. Üch würde gerne an mehr solcher Workshops teilnehmen, die den Aufstieg der Sozialen Medien, Journalismus oder Fotografie und Film behandeln!“ Iljas Bostanow

„Wir konnten uns auf dem vergangenen Workshop wie Journalisten der DAZ fühlen. Das Programm hat Anastasija Koroljowa vorbereitet, die auch erzählt hat, wie man Rubriken entwickelt oder kompetent und interessant Artikel schreibt. Ebenso haben wir Fakten und Regeln aus dem Social-Media-Bereich kennengelernt, im Detail erfahren, was ein Interviewer ist und wie seine Arbeit aussieht. Der Workshop hat es uns erlaubt, neue Kenntnisse und Eindrücke zu erlangen, dafür sind wir den Organisatoren sehr dankbar.“ Kristin Kobelewa

Viele haben auch davon Notiz genommen, dass man die Zeitung in den sozialen Medien abonnieren kann, um über die neuesten Nachrichten aus dem Leben der kasachstanischen Deutschen und der deutschen Kultur auf dem Laufenden zu bleiben, dazu rufen wir auch dich auf, lieber Leser!

Übersetzung: Philipp Dippl

Potential wecken

In der Stadt Almaty fand vom 18. bis zum 22. März ein Theater-Workshop für die Gewinner des 4. Theaterfestivals „Deutsch auf der Bühne“ statt, welcher vom Goethe-Institut Kasachstan organisiert wurde. Der Workshop bot ein Kreativlabor zur Herstellung des Bühnenbilds und zum Theaterbetrieb selbst an. Er erlaubte den Teilnehmern, tiefer in den Charakter der Wechselwirkungen in einem Theater einzudringen und Erfahrungen unter der Leitung der Berliner Schauspieldozentin Klaudia Bartolomejzik zu sammeln. Dies förderte die Kommunikation auf Deutsch und diente einer guten Praxiserfahrung.

Täglich: physische und praktische Übungen, Training des Sprechapparates und verschiedene Arten der Improvisation, Arbeit mit der Intonation und noch viel mehr wurde für die Projektteilnehmer vorbereitet. Alle haben ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse in Bereich der Theaterkunst erweitert und gleichzeitig die Möglichkeit erhalten, ihre erlangen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Praxis auszuprobieren.

Wir konnten mit einem der Teilnehmer des Workshops, Kristina Girschfeld, ein Interview führen: „Das Seminar dauerte 5 Tage und von Beginn an gab es komplizierte Aufgaben: wir mussten uns an die neue Umgebung gewöhnen, damit zurechtkommen, dass unsere Lehrerin nur auf Deutsch redet, und einem neuen Arbeitstempo folgen. Aber mit jedem Tag wurde es leichter, interessanter und ertragreicher. Als wir mit deutschen Texten arbeiteten, haben wir sie zuerst zerlegt, um zu verstehen, wie sie zu spielen sind, welche Gefühle und Emotionen wir darstellen müssen, und anschließend haben wir unsere Rolle auf der Bühne aufgeführt. Aber am meisten hat mir Improvisation gefallen.

Davon gab es sehr viel. Wenn du solche Szenen spielst, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und, ungeachtet dessen, dass es sehr schwierig ist, ist es wahnsinnig interessant! Ich habe festgestellt, dass wir nicht nur Schauspieler sein konnten, sondern auch mit dem Blick eines Regisseurs an die Arbeit herangehen konnten. Und die deutsche Sprache! Mit jedem Tag haben wir Informationen schneller aufgenommen und sie in besserer Qualität umgesetzt. Ich glaube, nach diesem Workshop hat jeder der Teilnehmer seine Sprachkenntnisse verbessert“.

Als Ergebnis kann man sagen, dass das Ziel der Reise erreicht wurde. Es wurden kolossale Erfahrungen gemacht, die ganz bestimmt in der späteren künstlerischen Arbeit angewendet wird!

Übersetzung: Philipp Dippl

„Jugend und Kunst“

Die Jungs und Mädels des Vereins der deutschen Jugend „Diamant“ (Stadt Astana) Haben das Nationalmuseum der Republik Kasachstan besucht, in welchem eine Ausstellung mit dem Namen „Altes. Neues. Großartiges und Einzigartiges“ stattfindet.

Das Treffen im Museum fand im Rahmen des Projektes „Schule der freiwilligen Bildung“ der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Astana und im Gebiet Akmolinsk statt. In der Ausstellung wurden die Arbeiten von großen Künstlern und kasachstanischen Meistern vorgestellt. Dies ist ein Dialog der Genies über Jahrhunderte und Kontinente hinweg – eine einmalige Gelegenheit, ein Teil der hohen Kunst mit dem Blick durch das Prisma unserer Zeit zu werden.

Besonderes Interesse bei der Jugend haben die Arbeiten des herausragenden deutschen Malers der Epoche der Renaissance, einem der strahlenden Künstler der nordischen Renaissance, Albrecht Dürer (1471 – 1528) ausgelöst. Seinen Bildern liegt die Menschengestalt zugrunde – der Schöpfer, der Erbauer, welcher im Zentrum des Universums steht und keine Grenzen seiner Möglichkeiten sieht.

„Besonderen Dank gilt Ajman Maksutowna, welche für uns eine faszinierende Führung veranstaltet und uns mit den Arbeiten der großen Künstler bekannt gemacht hat. Besonders angenehm war es zu realisieren, dass einige unter ihnen Deutsche waren, so wie wir. Jeder von uns sah die Bilder auf eine Art und Weise, die uns zum Nachdenken veranlasst hat“, – so haben die Mitglieder des Vereins der deutschen Jugend „Diamant“ ihre Eindrücke mitgeteilt.

Alena Rener

Übersetzung: Philipp Dippl

Fotograffiti? Spielend einfach!

Angelina Golodowa hat einen Workshop für die aktiven Mitglieder des Vereins der deutschen Jugend der Stadt Almaty durchgeführt, in dem die Jungs und Mädels selbstständig ein Fotograffiti herstellen konnten. Es kamen farbenfrohe und lustige Arbeiten heraus.

Angelina lernte diese Technik auf dem Seminar „Medien in der Jugendarbeit“ (Berlin, 2018) kennen, welche vom Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen initiiert wurde.

Wir haben gelernt, ein Portrait von uns mittels einer Schablone und Sprühdosen herzustellen. Die Jungs und Mädels zeigten Kreativität, und es war sehr interessant, sie zu beobachten. Es erzeugte große Aufmerksamkeit bei den aktiven Mitgliedern anderer Vereine. Deshalb erzählen wir, wie man einen solchen Workshop durchführt.

Schritt 1 – der Einkauf

Kaufe Leinwände, Sprühdosen, Cuttermesser, Wachstischdecken (damit der Tisch nicht eingefärbt wird), man kann auch gewöhnliches Linoleum nehmen, und Folie zum Laminieren (diese sollte dick sein für die Schablone).

Schritt 2 – Bearbeitung eines Fotos

Man kann ein Schnappschuss in schwarz/weiß umwandeln und den Kontrast auf die höchste Stufe stellen. Wenn ihr vorhabt, ein Farbbild zu machen, übermalt die Skizze mit verschiedenfarbigen Markern entsprechend eurem Geschmack. Es kommt als Resultat eine Schablone mit schraffierten oder übermalten Flächen heraus, welches ihr ausschneidet und mit Farbe ausfüllt.

WICHTIG! Bevor man die Schablone macht, muss man einige wichtige Dinge beachten, eines sind die sogenannten Brückchen. Diese halten die Inselchen fest, welche andernfalls einfach beim ausschneiden aus der Schablone herausfallen würden.

Schritt 3 – Schablone

Schneidet mit einer scharfen Haushaltsschere ordentlich kleine Stückchen Karton an den Stellen aus, wo Sie später Farbe hinzufügen möchten. Es ist immer angenehmer, zuerst die kleinen Stücke, und anschließend die größeren Fragmente auszuschneiden, weil je mehr Material ihr entfernt, desto weniger steif und desto feiner wird die Schablone, was die Arbeit daran erschwert.

WICHTIG! Haltet die Schablone fest und schneidet langsam und genau. Seied vorsichtig und haltet die Finger entfernt von den Schneidklingen der Schere. Und vergesst nicht, dies auf der Unterlage zu machen.

Schritt 4 – Vorbereitung

Befestigt die Schablone mit Tesafilm auf der Leinwand. Jetzt ist alles bereit, und wir können mit der Herstellung des Graffiti beginnen!

WICHTIG! Vergewissert euch, dass die Schablone vernünftig an der Oberfläche haftet. In Zwischenräume zwischen ihr und der Leinwand kann später Farbe gelangen, was die Darstellung verfälscht. Und denkt daran, die Farbe nur in gut gelüfteten Räumen zu verwenden.

Schritt 5 – Aufbringen der Farbe

Schüttelt die Sprühdosen, sodass ein Geräusch zu hören ist. Danach haltet die Dose in einem Abstand von 20-25 Zentimetern zur Leinwand und richtet den Strahl in geradem Winkel zur Oberfläche. Fahrt nun mit der Hand fließend von Seite zu Seite, um gleichmäßig Farbe aufzutragen.

WICHTIG! Versucht, nicht bis zum Rand der Schablone zu sprühen, sonst entstehen verschmierte Grenzen rund um das Bild, die den Eindruck des Graffiti zerstören können.

Schritt 6 – Fertigstellung des Graffiti.

Nachdem ihr über die ganze Schablone Farbe gespritzt habt, untersucht genau die gefärbten Stücke. Fügt zusätzliche Schichten Farbe auf nicht genügend eingefärbte Fragmente hinzu. Sprüht Farbe auf unscharfe Stellen, damit sie scharfe Umrisse bekommen.

Wartet ungefähr 30 Sekunden, dann kann man vorsichtig die Schablone abnehmen und sein Meisterwerk begutachten!

Übersetzung: Philipp Dippl

Wir haben noch eine Chance!

In der deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ in der Stadt Kokschetau fand der Workshop des Goethe-Instituts „Gestalte deinen Stoffbeutel“ statt, und wir, der Verein der deutschen Jugend „Zodiak“ haben mit großem Vergnügen daran teilgenommen! Die Veranstaltung hat die Sprachassistentin Lilija Kirsch durchgeführt. 

Man musste uns nur anleiten, so dass wir gemeinsam und fröhlich angefangen haben, unsere eigenen Öko-Taschen herzustellen! Während wir unsere Taschen dekorierten, genossen wir die Geselligkeit und hörten gute Musik. Die Arbeiten der Jungs und Mädels fielen sehr kreativ aus. Früher hatte ich oft fragen zur Ökologie unserer Umwelt, und wusste natürlich von derartigen Problemen in Kasachstan, aber zu dieser Zeit sah ich keine konkreten Wege zur Lösung dieser Probleme. Eine Öko-Tasche erwies sich als sehr gute Möglichkeit, unserer Natur zu helfen, ich glaube, es lohnt sich absolut, sie zu benutzen! Ich habe bereits drei ähnliche Taschen, aber bis zum Workshop wusste absolut nichts über sie. So zeigte sich, dass die Geschichte ihrer Herkunft absolut lohnenswert ist. Diese Taschen wurden als Alternative zu Plastiktüten hergestellt, im Kampf gegen die Umweltverschmutzung. Wenn ich mich jetzt mit meinen Freunden treffe, die auch am Workshop teilgenommen haben, fällt mir auf, dass sie ihre Taschen aktiv benutzen. Und das bedeutet nur eins: wir haben noch eine Chance! Übersetzung: Philipp Dippl

„Qonaq qelse, qut qeler“ – „Gast im Haus – Glück im Haus“

Gastfreundschaft liegt dem kasachischen Volk im Blut. Davon erzählt seine langjährige Geschichte. In einer kasachischen Familie wurde für Gäste schon immer ein reichhaltiger Dastarchan eingedeckt und und ihnen waren die Ehrenplätze vorbehalten. Die Zeit vergeht, aber die Traditionen bleiben.

In unserem Staat leben 18 Millionen Menschen in Frieden und Eintracht, Repräsentanten verschiedener Ethnien, die sich mit Respekt und Achtung dem kasachischen Volk gegenüber verhalten, seinen Bräuchen und seiner Kultur. Darüber muss man unbedingt reden am Tag der Dankbarkeit. Veranstaltungen zu Ehren des Feiertags fanden überall in unserer multinationalen Republik statt. Im Haus der Freundschaft in Almaty fand ein Festkonzert statt, dessen Gäste wundervolle Aufführungen der Welt- und der heimischen Klassik, Auftritte von Artisten und Repräsentanten der ethnokulturellen Vereinigungen genießen konnten.

In der Stadt Taraz im Palast der Versammlung des Volkes Kasachstans fand ein glänzendes Konzert statt, an welchem die Mitglieder des Vereins der deutschen Jugend „Juwel“ teilgenommen haben. Das Programm beinhaltete Theateraufführungen, sowie Musik- und Gesangsnummern.

Die Leiterinnen des Jugendvereins der Stadt Semej Aljona Talanowa und Olga Beder haben ein kleines Zusammentreffen aus Anlass des Tages der Dankbarkeit organisiert. Es fand die Aufführung  eines sozialen Videofilms statt, und die Anwesenden konnten einer Geschichte aus dem Leben von Gertrude Platajs über die die Barmherzigkeit der Kasachen lauschen.

Die aktiven Mitglieder des Vereins „Diamant“ und der Vorsitzende der Gesellschaft der Stadt Astana und des Gebietes Akmola Igor Berg haben an einer Veranstaltung zum Tag der Dankbarkeit teilgenommen, bei der sie Blumen an dem Monument „Қазақ халқына мың алғыс“ niedergelegt haben.

Die Mitglieder des Jugendvereins „Lenz“ besuchten den „Unterricht der ethnischen Kultur“, der an der PGU stattgefunden hat. Dort haben sie einen Vortrag darüber gehört, wie das kasachische Volk zu Zeiten der Deportation den Angehörigen verschiedener Ethnien Hilfe und Unterstützung leistete, die unter Zwang umgesiedelt wurden.

Der Tag der Dankbarkeit ist ein Tribut an die Einheit, an den Frieden und die Harmonie in unserer Geschichte.

Kristina Libricht, Ekaterina Lojtschenko

Übersetzung: Philipp Dippl

Steht der Karneval schon vor der Tür

 Die fünfte Jahreszeit hat schon begonnen und in ganz Deutschland ertönt es „Alaaf“, „Helau“, „Ahoi“, „Narri Narro“.

Die Tradition des Karnevals ist uralt und stammt noch von den mittelalterlichen Deutschen. Zu dieser Zeit haben sie Masken aufgesetzt Tierfelle umgelegt, um die guten Geister zu wecken und den Frühling zu locken. Und so haben wir entschieden, dem nicht nachzustehen und auch Fasching in Almaty zu veranstalten und den Frühling herbeizurufen!

Die Vorbereitungen zum Karneval begannen lange vor der eigentlichen Feier. Wir haben Kostüme genäht, unter Anleitung der Leiterin des Bastelzirkels Galina Larinowa Karnevalsmasken gebastelt, Unter Leitung der Regisseurin und Choreografin Oksana Focht deutsche traditionelle Tänze (Bandeltanz) geprobt und mit den Teilnehmern der Kindergesangsgruppe und der Chorleiterin Kristina Esau-Strogatzkaja lustige Lieder (Es geht nichts über die Gemütlichkeit) eingeübt.

Und so hat sich am 2. März genau um 14 Uhr unter den Klängen von Musik, Trommeln, Lautsprechern, Lärm und Gekreische ein farbenfroher kostümierter Umzug mit den Butzen und lustigen Liedern an der Spitze zum Richtplatz in Bewegung gesetzt, wo die Hauptveranstaltung stattfand – mit der Verbrennung der Strohpuppe unter den Schreien der Menschenmenge: „Hallo Frühling“ wurde der Frühling zur Ankunft gerufen! Anschließend begann allgemeiner Jubel und Heiterkeit! Gelächter, Späße, Musik, Lieder und Tänze – alles mischte sich im Hof des deutschen Hauses! Unter den Organisatoren des Festes, unter den Teilnehmern, unter den Gästen oder den Mitgliedern der Gesellschaft „Wiedergeburt“ aus Almaty und Talgar gab es niemanden, der teilnahmslos oder gelangweilt war. Von Klein bis Groß tanzten und sangen alle!

Alles endete mit einer allgemeinen Teerunde mit traditionellem deutschen Gebäck, zu welchem mit Gastfreundschaft und Herzlichkeit die Teilnehmer des Vereins der deutschen Jugend „Vorwärts“ eingeladen haben. Was es hier nicht alles gab: Pfannkuchen mit Honig und Marmelade, Krapfen, Krebl und viele andere Naschereien, welche die Teilnehmer und Gäste mitgebracht haben!

Die Feier hat allen viel positive Energie und echte Frühlingsstimmung geschenkt!

Helau Alaaf und viel Spaß! Mit Liebe KNM „Vorwärts“!

Libricht Kristina, Lajtschenko Jekaterina

Übersetzung: Philipp Dippl

Die fünfte Jahreszeit geht durch Kasachstan!

Fasching – das ist die Möglichkeit, es noch einmal „krachen zu lassen“ vor dem Beginn der christlichen, vorösterlichen Fastenzeit.  Während des Karnevals muss man mit aller Kraft fröhlich sein, sich mit Faschingskostümen verkleiden und einfach herumalbern. Diese Woche wird sogar „die fünfte Jahreszeit“ genannt, wenn der Winter mit lustigen Tänzen und Schwofen verabschiedet  wird und der lange erwartete Frühling willkommen geheißen wird.

Am 3. März fand im deutschen Zentrum „Wiedergeburt“ in der Stadt Karaganda die Faschingsfeier statt. An dem Programm nahmen Richter, der Bürgermeister, ein Ausrufer und die Geister des Frühlings und des Winters teil. Alles war wie erwartet: Die Richter und das Volk erhoben die Anklage gegen den Bürgermeister, und der Ausrufer erzählte den Gästen über die Traditionen des Karnevals. Die Gäste erwarteten Tänze, Lieder, spannende Spiele und natürlich die Verbrennung des Strohmanns.

Ebenso wurde am 3. März in der Gesellschaft der Deutschen im Gebiet Zhambyl Fasching begangen. Den aktiven Mitgliedern der deutschen ethnokulturellen Vereinigung und des Vereins der deutschen Jugend „Juwel“ gelang es mit vereinten Kräften, die Farben des deutschen Karnevals zum sprühen zu bringen.

Schon in guter Tradition wurde in Astana der Winter verabschiedet und der langersehnte Frühling willkommen geheißen. Das Haus der Freundschaft öffnete mit Gastfreundschaft seine Türen weit für alle, die diese Feier begehen wollten. Tanzen, Lieder, Berliner, Süßigkeiten und noch viel mehr erwartete die Gäste an diesem wunderbaren Faschingsfest!

In Almaty wurden die Geister des Winters durch die Verbrennung eines Strohmannes vertrieben, und anschließend wurde mit gemeinsamen Tänzen der Frühling begrüßt. Farbenfrohe Kostüme und Masken und lustige Stimmung waren die wichtigsten Merkmale des vergangenen Festes.

Übersetzung: Philipp Dippl

„Tschüss Plastik! Hallo Stoffbeutel!“ in Semej

Die Umwelt in unserem Land vermüllt. Und wie oft denken wir über dieses Problem nach? Normalerweise im Herbst oder im Frühling, wenn wieder die Freiwilligensamstage beginnen. Es macht glücklich, dass in den letzten paar Jahren viele öffentliche Organisationen nicht nur ökologische Ausflüge veranstalten, im wesentlichen beispielsweise in einen Nadelwald oder an ein Flussufer, aber auch unterschiedliche Aktionen zum Wohl unserer Umwelt organisieren. Den Mitarbeitern des Goethe-Insituts ist der Zustand unseres ökologischen Systems ebenfalls nicht gleichgültig, und um so viele junge Menschen wie möglich für dieses Problem zu gewinnen, veranstalten sie in verschiedenen Städten Kasachstans den Workshop „Gestalte Deinen Stoffbeutel! Tschüss Plastik! Hallo Stoffbeutel!“

Am 23. Februar waren die Zuhörer der Deutschkurse, Jugendliche im Alter von 13 bis 25 Jahren der öffentlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ in der Stadt Semej Teilnehmer des Workshops zur Herstellung von Ökotaschen. Der Sprachassistent des Deutschzentrums der Stadt Kostanaj, Lukas Netter hat die Anwesenden über die Probleme informiert, die im Zusammenhang mit der Verwendung von Tüten aus Polyethylen entstehen. Wenn jeder eine farbenfrohe und bequeme Stofftasche besitzt, die man nicht nur ein Mal sondern zu jeglichen Anlässen verwenden kann, dann wirkt sich das vorteilhaft auf den Zustand der Atmosphäre aus.

Die Sprachassistenten veranstalten den Workshop „Gestalte deinen Stoffbeutel“ in verschiedenen Städten Kasachstans, in welchen die Teilnehmer über ökologische Probleme in der modernen Welt informiert und dazu aufgefordert werden, Plastiktüten durch Ökotaschen mit persönlicher Gestaltung zu ersetzen. Lukas Netter hat bereits Treffen in Kostanaj, Pawlodar und Semej durchgeführt. Es ist erfreulich zu sehen, dass die Jugend mit großem Interesse an diesem Projekt teilnimmt und jede Stadt mehr und mehr mit ihrer Gastfreundschaft, mit ihrem Interesse an der Problematik der Naturverschmutzung und dieser Weise der Bekämpfung, wie den Ökotaschen, überrascht.

Konstantin Jankowskij, ein Zuhörer des Deutschkurses: „Es ist schön, die Jugendlichen bei dieser Aktion zu sehen, wo doch das Schicksal des Planeten so sehr von uns abhängt. Es war sehr interessant, sich mit Lukas Netter zu unterhalten. Er hat uns von dem realen Problem der Verschmutzung des Planeten mit Plastik erzählt und uns die ökologischen Beutel überlassen, welche wir ganz nach unserer Fantasie mit Stiften und Farbe bemalt haben, damit sie farbenfroher werden und sich einprägen. Ich denke, dass diese Aktion sehr nützlich ist, immerhin müssen wir alle mit allen Mitteln versuchen, unsere Natur zu schützen“.

Alina Katzedorn, eine Zuhörerin des Deutschkurses und aktives Mitglied des Vereins der deutschen Jugend „Glück“: „Es war sehr angenehm, in einer solch warmen und freundschaftlichen Atmosphäre zu arbeiten. Alles fand auf hohem Niveau statt. Wir waren so begeistert, dass wir gar nicht mitbekommen haben, wie schnell die Zeit verging. Vielen gelang es, auf die Taschen echte Meisterwerke zu malen. Ich freue mich sehr über meinen Ökobeutel, den ich auf jeden Fall benutzen werden. Ich bedanke mich sehr bei Lukas Netter für die Zeit, die er unserem Verein der deutschen Jugend geschenkt hat“.

Die Arbeiten aller Teilnehmer könnt ihr auf dem Sozialen Netzwerk Instagram unter dem Hashtag #stoffbeutelkika finden. Das ist noch eine weitere Möglichkeit, aktiv dieses wichtige Projekt voranzubringen und noch mehr Menschen auf die ökologischen Probleme aufmerksam zu machen. Nach Abschluss können die farbenfrohesten und am meisten benutzten Taschen interessante Preise gewinnen.

Marija Gorbatschjowa

Übersetzung: Philipp Dippl

Eine Idee? Der Beginn einer ganzen Geschichte…

Viele würden zustimmen, dass das Warten auf einen Feiertag eine nicht weniger freudige und aufregende Zeit ist, als der Feiertag selbst. Stimmt es denn nicht? Und die aktiven Mitglieder des Vereins der deutschen Jugend „Vorwärts“ stimmen damit auch überein: am Vorabend von Fasching sind wir in die Stadt Talgar aufgebrochen, um allen Interessierten von den Festlichkeiten zu erzählen und Karnevalsmasken zu basteln.

Kinder, ihre Eltern und Senioren kamen in die Schule Nr. 5 – alle sollten an diesem Tag das Herannahen dieses unglaublich strahlenden und wirklich faszinierenden Ereignisses spüren – den Faschingskarneval!

Die aktiven Mitglieder des Vereins der deutschen Jugend Artjom Larin und Arina Barbanakowa haben die Geschichte des Festes und der Karnevalsmasken aufgespürt, und ebenso erzählt, was man üblicherweise eine Woche vor Anbruch der Feierlichkeiten erledigt. Im Verlauf des Bastelns der Karnevalsmasken wurden Seidenbänder, Spitzen, Federn, glitzernde Pailletten und Glasperlen verwendet. Die Ergebnisse der Arbeit gerieten überaus strahlend und originell. Edan Gerliz und Wasilina Martyn haben einen Tanzworkshop organisiert und halfen den Kindern, neue Tanzschritte zu meistern. Ebenso haben wir eine interaktive Deutschstunde durchgeführt. Wir hoffen, dass viele ihren Wortschatz aufgefüllt haben. Wir haben es auf jeden Fall!

Und außerdem: wir sind mehr geworden! In der Stadt Talgar werden wir eine Zweigstelle des Vereins der deutschen Jugend eröffnen! Ein Wettbewerb für den besten Namen und das beste Logo ist schon angekündigt. Beeilt euch, daran teilzunehmen, und vielleicht wird eure Idee der Beginn einer ganz neuen Geschichte sein!

Kristin Kobelewa, KNM „Vorwärts“

Übersetzung: Philipp Dippl

Glückwünsche dem Verein der deutschen Jugend Kasachstan (VdJK) zum Geburtstag

Die Jugend ist der „ewige Motor“ der Zukunft, und die Union der deutschen Jugend Kasachstans ist dafür ein strahlendes Beispiel. Schon seit 23 Jahren verwirklichen wir uns aktiv in verschiedenen Lebensbereichen und erhalten dabei unsere ethnische Identität.

Der Geburtstag des VdJK ist die regelmäßige Schwelle zu neuen Errungenschaften und Erfolgen, welche uns in einer strahlenden Zukunft erwarten!

Übersetzung: Philipp Dippl

Lebendige Geschichte

Sich an die erlebten Seiten der Geschichte der Russlanddeutschen erinnern sowie einen Eindruck gewinnen, wie sich ihr Leben weiterentwickelte, konnten die Teilnehmer des „Vereins der Senioren“ der öffentlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Semej während des runden Tisches „Lebendige Geschichte“, der von Alisa Groschewaja und Ignat Speschilowij durchgeführt wurde.

Im Verlauf der Diskussion stellte Alisa den Versammelten die Präsentation „Die Geschichte der Deutschen in Russland und der UdSSR“ vor und erzählte, welchen Weg sie gingen, wohin sie umgesiedelt wurden, und wie ihr Leben verlief. Ekaterina Gorjaewa (Borg), eine der Teilnehmerinnen des Treffens, hat Dokumente und Archivunterlagen mitgebracht, die die Erinnerungen daran wachhalten, wie ihre Familie aus Russland nach Kasachstan geriet, wie ihre Jugendjahre verliefen, wie ihr der Universitätszugang aufgrund ihrer Nationalität verweigert wurde. Ekaterina Sokirko hat ihre große und vereinte Familie vorgestellt. Zwei Ekaterinas – Schwestern dritten Grades, die sich während ihren Vorträgen in den wichtigsten Episoden ergänzten.

Die Geschichten sind bei jedem unterschiedliche, aber der gleiche Leidensfaden spannt sich durch sie, das gleiche Erlebte und die gleichen Tränen. Es tröstet, dass die Menschen nicht aufgegeben und trotzdem an einer glänzenden Zukunft gearbeitet haben. Alle zukünftigen Generationen müssen das historische Erbe bewahren. Und das allerwichtigste ist, das fürchterliche Geschehen nicht zu wiederholen, welches das Schicksal von Millionen zerstört und verändert hat.

Sämtliche Erzählungen wurden auf Video festgehalten, so dass Alisa und Ignat demnächst einen kurzen historischen Film über die Deportation der Russlanddeutschen nach Kasachstan und ihr Leben im Gebiet Ostkasachstan zusammenstellen können.

Marija Gorbatschjowa

Übersetzung: Philipp Dippl

Sich zu erholen ist gut, und sich nutzbringend zu erholen, sogar noch besser!

Die Winterferien verliefen für die Jugendlichen aus unserer Region, den Mitgliedern des Vereins der deutschen Jugend „Spitze“ der Stadt Schachtinsk, genauso wie für die Vereine der deutschen Jugend der Städte Karaganda und Saran lebhaft und fröhlich, und das wichtigste – sie waren nützlich. In dem Erholungsheim „Zhosaly“ in der Stadt Karkaralinsk wurde die Jugendsprachfreizeit „Winter-UNI: Weg zum Erfolg“ veranstaltet, für welches die Organisatorin Kristina Samosledowa, die Leiterin des deutschen Zentrums „Wiedergeburt“ in Schachtinsk verantwortlich war.

Das Programm war so aufgebaut, dass der Lernprozess fröhlich und interessant ablief. Jeder Zuhörer, der Deutsch lernte, hat dabei noch seine Gesundheit und seine Kräfte gestärkt.

Der Unterricht fand in der Form des Sprachniveaus A1 statt, es wurden Lernmaterialien ausgegeben, Audio- und Videoformate sowie moderne Unterrichtstechnik verwendet, ebenso haben die Zuhörer in den Werkstätten „Selbstentwicklung“ (Training zur Persönlichkeitsentwicklung zur Entwicklung von Führungsqualitäten), „Kunstwerk“ (Kreativarbeit) und „Teambuilding“ (Sporteinheiten und Spiele) gearbeitet.

Am letzten Tag haben die Kinder Prüfungen und Examen abgelegt, auf dessen Ergebnisse sie die Teilnahmeurkunden und die Zeugnisse der Probeexamen für Deutsch A1 überreicht bekamen. Diese haben 95% der Teilnehmer erfolgreich abgeschlossen.

Die Kinder haben sich so sehr miteinander angefreundet, dass sie sich nun gegenseitig besuchen, zusammen Zeit verbringen und gemeinsame Pläne für die Zukunft schmieden.

Kristina Samosledowa

Übersetzung: Philipp Dippl

Schenke ein Gefühl des Glücks

„Weihnachten“ ist zweifellos einer der beliebtesten Feiertage von allen doch vor allem von Familien. Deshalb hat sich unsere große Familie „Vorwärts“ in den Mauern des deutschen Hauses versammelt, um sich gegenseitig Geschenke, Aufmerksamkeit und Herzlichkeit zu schenken.

Dank diesem Feiertag sind wir zurück in die Kindheit gestürzt und haben die Gefühle wieder erlebt, die wir immer an Heiligabend empfanden. Die magische Atmosphäre, fröhliche Gesellschaft, organisatorische Momente, Fotowettbewerbe – alles war kreativ, mit einer gewissen Wärme und Magie.

Zweifellos sind die schönsten Geschenke die mit ihren eigenen Händen gemacht, und die Kinder hatten die Möglichkeit, Neujahrsspielzeuge aus natürlichen Materialien herzustellen.

So gab es im Rahmen der Veranstaltung einen Workshop für das Verzieren von Holzspielzeugen zum Weihnachtsthema, die es den Teilnehmern ermöglichte, sich als Schöpfer zu fühlen, die mit ihren eigenen Händen Zauberei schaffen.

Erinnerungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Lebens eines jeden Menschen, von denen wahrscheinlich die Erinnerung an die Kindheit am wichtigsten ist. Der Wettbewerb „Errate anhand der Kinderfotos“ der Aktivisten des Jugendclubs „Vorwärts“ hat uns dabei geholfen. Fotos wurden in Form eines Schneemanns dekoriert. Wir haben es geschafft, bei den Jugendlichen eine gute Stimmung zu schaffen und sie mit Eindrücken zu füllen, die wir das ganze Jahr über gesammelt hatten.

Besonders gut gefiel allen das Spiel „Secret Santa“: Neujahrsstimmung, Intrigen und aufgeregtes Warten auf ein Geschenk. Es ist großartig, Zeichen der Aufmerksamkeit zu erhalten, aber zu überraschen und zu geben ist eine ebenso angenehme Erfahrung.

Liana Barakat, eine Aktivistin der DJK: „Jedes Treffen mit meiner geliebten Familie ist wie ein Feiertag, und an einem tatsächlichen Feiertag ist es noch angenehmer. Die Jugendlichen, die an der Organisation beteiligt waren, ihnen danken wir dafür, dass Sie uns mit im kompletten Team zusammengebracht haben! Ich wollte schon lange mal Holzstücke schneiden und um ehrlich zu sein: Ich bin sehr beeindruckt. Alle Wettbewerbe waren sehr interessant und machen Spaß. Und die Spiele mit unseren Fotos weckten so viele Emotionen, dass der Feiertag noch angenehmer wurde.“

Elizaveta Lakhno, Aktivistin der DJK: „Ich kam erst kürzlich in den Club, aber als ich die Fotos durchgesehen habe, hatte ich die gleiche Nostalgie wie die, die bereit länger Mitglieder waren. Sie konnten mir die Wärme vermitteln, die im Alltag fehlt. Ich bin sehr froh, dass ich ein Teil des Clubs bin.“

Jeder sieht den Feiertag auf seine eigene Weise, aber wir alle sind durch einen gemeinsamen Zustand der Freude und des Glaubens an die Magie vereint.

Denke daran, wenn es kein Weihnachten in deinem Herzen gibt, findest du es auch nicht unter dem Weihnachtsbaum.

Kristina Librikht, Vorsitzende des Jugendclubs „Vorwärts“

Multikulturell und professionell

Im Laufe der Woche untersuchten Korrespondenten aus der deutschen Jugend Kasachstans die neuen Möglichkeiten des Medienbereichs.

Dank des methodischen Workshops „Medientechnologien in der Jugendarbeit“ in Berlin konnten Teilnehmer aus fünf Ländern (Deutschland, Russland, Kasachstan, Ukraine und Polen) neues Wissen und Fähigkeiten von Medienfachleuten erwerben.

Das Projekt wurde von der internationalen Organisation Jugendbund „djo-Deutscher Regenbogen“ organisiert. „Dies ist die erste Erfahrung eines fünfseitigen Projekts. Multikulturalismus, reichhaltiges Programm und Professionalität der Referenten machten es zu etwas Besonderem “, sagten alle Teilnehmer des Treffens.

Die Partnerorganisation für djo in Kasachstan ist die Vereinigung der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK), die mit fünf Delegierten aus den Städten Semey, Almaty, Petropavlovsk und Karaganda vertreten war.

Sofia Stro, Petropawlowsk

– Der erste Tag des fünfseitigen Medienworkshops in Berlin begann mit einer Untersuchung der Eigenschaften von Dokumentarfilmen. Vertreter der russischen Delegation aus der Stadt Samara enthüllten die wichtigsten Wege, um solche Filme zu schaffen.

Dieser Tag war für uns auch dank einer ungewöhnlichen Stadtrundfahrt einfach bemerkenswert. Die Organisatoren zeigten deutlich, wie man die Stadt in einem interessanten Suchspiel kennenlernen kann, indem man Punkte über die Internetanwendung und die Medientechnologie erhält. Nach der Suche fand eine Präsentation des Actionbound-Programms statt, mit dem eine Stadtrundfahrt erstellt und durchgeführt wurde.

Unter dem angenehmen Eindruck unserer Bekanntschaft, in Erwartung einer ganzen Woche aufregender Workshops, machten wir uns auf den Weg, unsere Koffer zu packen, da der Hauptstandort des Projekts das Dorf Neuendorf war.

Angelina Golodova, Almaty

– Das Programm des Seminars war sehr umfangreich. Wir haben uns mit Plattformen und Anwendungen für die Arbeit mit Medien, darunter:  Sticky Al, Defqt-camera effects, Hyperlapse Instagram, Hype-Type, Unfold, bekanntgemacht. Nachdem die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt waren, untersuchten sie die Funktionen der Anwendungen und präsentierten später die Möglichkeiten der Programme selbst.

Neben den Vorträgen gab es auch kreative Arbeit, die Kreativität und Vorstellungskraft erforderten. Wir haben Visualisierungstechniken genauer in Betracht genommen. Diese Workshops eröffneten uns einen neuen Blick auf die Präsentationsmöglichkeiten auf Papier. Dank der Illustrationen erhält der Sprecher ein Vielfaches der Aufmerksamkeit des Publikums. Tausende von Figuren, von denen jede in wenigen Sekunden gezeichnet werden kann, wurden speziell für solche Präsentationen entworfen. Überraschenderweise gibt es sogar Handbücher und Bücher zu einem ähnlichen Thema. Wir wurden jedoch mit den meistgebrauchten und vielfältigsten vertraut gemacht.

Anastasia Koroleva, Almaty

– Aus den vorgestellten unterschiedlichen Formen und Themen der Schulungen des vergangenen Medienworkshops möchte ich besonders die Workshops zum Erstellen von Audio-Podcasts und zur Verwendung moderner Präsentationstechniken am Beispiel von Video Scripting hervorheben.

In der Endphase des Projekts hatten wir die Möglichkeit, einen von drei parallelen Workshops zu wählen: die Erstellung eines Videos, eines Cartoons oder einer Audio-Erzählung. Trotz der Tatsache, dass alle drei Bereiche sehr interessant sind, bevorzugten die drei Delegierten aus Kasachstan den Workshop „Hörspiel-Werkstatt“. Dank der Schulung, haben wir enorme Erfahrung gesammelt, die Funktionalität des Audiodatei-Editors „Audacity“ untersucht und unsere eigene Audiogeschichte aufgenommen.

Der zweite Fund, den ich auch in meiner Arbeit weiterhin verwenden möchte, ist „Videoscribing“. Mit dem Programm kann man Informationen mithilfe von Grafiksymbolen und Text visualisieren.

Der methodische Workshop „Medientechnologien in der Jugendarbeit“ wurde zu einer Plattform für den Austausch von Erfahrungen und wertvollem Wissen zwischen 50 Menschen aus fünf Ländern. Die Teilnehmer waren alle einzigartig – von professionellen internationalen Journalisten über Video- und Audiomacher bis hin zu erfolgreichen Bloggern mit mehr als 25.000 aktiven Abonnenten in sozialen Netzwerken.

Wir können sagen, dass wir die einmalige Gelegenheit hatten, interessante Menschen aus verschiedenen Ländern zu treffen und gleichzeitig unsere deutsche Sprache zu verbessern.

Maria Gorbacheva, Semey

 – Im Laufe des Projekts haben wir verschiedene Formen der Medientechnologie kennengelernt. Die Workshop-Referenten waren junge Leute, die sich mit ihrem Thema auskennen. Ein gutes Vorbild für uns war Faina Yunusova, die ihren Video-Blog auf YouTube-Kanal und Instagram-Profil führt. Sie teilte mit uns die Geheimnisse einer korrekten Darstellung von Informationen in sozialen Netzwerken. Gemeinsam haben wir einen Content-Plan für die Woche erstellt, für die von uns im Voraus erdachten Promotion-Ideen.

Ich interessierte mich für den Workshop zu einem für Journalisten sehr wichtigen Thema – „Aktuelle rechtliche Fragen der Medienarbeit in der Jugendarbeit“ mit dem Schwerpunkt Urheberrecht und Schutz personenbezogener Daten, das von Johanna Heil, der Leiterin des Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen, geleitet wurde.

Die Workshops waren so durchdacht, dass wir das gewonnene theoretische Wissen sofort in die Praxis umsetzen und so das neue Material noch besser beherrschen konnten.

Abends gab es Bekanntschaften mit dem ethnokulturellen Leben der am Forum teilnehmenden Länder. Wir haben die Traditionen, Lieder und Tänze der Ukraine, Polens, Kasachstans, Russlands und Deutschlands kennengelernt. Dies war ein besonders wichtiger Moment für Delegierten aus Kasachstan, denn während des „Abend der Kulturen“ präsentierten sie die Arbeit der Jugendorganisation VDJK und der republikanischen Zeitung DAZ. Dann zeigten sie traditionelle kasachische Rituale, Tänze, nationale Gerichte und Süßigkeiten. Die Gäste der Veranstaltung waren positiv über die Auftritte der kasachischen Jugendlichen.

Konstantin Zaitsev, Karaganda

– Damit ging auch der Medienworkshop zu Ende, dank dem wir viele notwendige und nützliche Informationen erhalten haben. Aus Zeitmangel bleiben leider nicht besprochene Fragen.

Dies wird als Anreiz für ein eigenständiges Erlernen sowohl des Marketings als auch des Eintauchens in das Thema der digitalen Einflussnahme auf andere Berufe und Lebensbereiche dienen. Viele Informationen, in denen man etwas für sich finden können. Dieser Workshop war sehr informativ. In der modernen digitalen Welt ist gerade dieses Wissen nützlich, insbesondere wenn man sie von Profis erfährt. Die erworbenen Fähigkeiten können sicherlich nützlich sein.

Ich möchte auch anmerken, dass es uns durch dieses Training ermöglicht wurde, uns in der Praxis auszudrücken, situatives Denken zu entwickeln, das in jegliche Richtung sehr wichtig ist.

Die Teilnehmer sind dem Jugendbund djo-Deutscher Regenbogen, der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ und der Vereinigung Deutscher Jugend Kasachstans für das Vertrauen dankbar. Alle Kenntnisse aus dem Projekt werden sicherlich Anwendung finden.

Tagebuch: Von Kasachstan nach Oppeln

Polnische Redaktion hatte Besuch von der deustchen Minderheit aus Kasachstan. Fünf Wochen lang hat Wochenblatt.pl Anastassiya Koroleva, Social-Media Redakteurin bei der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ (DAZ) in Almaty, bei der Arbeit über die Schultern geschaut. Am Ende der Hospitation hat sie eine Radiosendung entwickelt, denn künftig will die DAZ auch Audiobeiträge produzieren. Außerdem hat Anastassiya ihre Eindrücke aus Oppeln in einer Kolumne in dem Wochenblatt festgehalten. Folgende sind die gesammelten Artikel.

Meine ersten Eindrücke

Mein Name ist Anastassiya Koroleva und ich komme aus Kasachstan, aus der sonnigen Stadt Almaty, wo ich bei der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ (DAZ) als Social Media Redakteurin arbeite. In den kommenden Wochen lebe ich aber in Oppeln und hospitiere beim Wochenblatt.pl.

Die „DAZ“ ist eine deutsch-russische Wochenzeitung für Kasachstan und ganz Zentralasien. Zu den Schwerpunktthemen gehören die deutsch-kasachstanischen Beziehungen, Entwicklungen in Politik, Kultur und den Gesellschaften Zentralasiens und Deutschlands sowie Perspektiven und Ausbildungsmöglichkeiten der Jugend.

Meine Kollegen rieten mir, an dem Hospitationsprogramm des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) teilzunehmen, das Mitgliedern der deutschen Volksgruppen ermöglicht, Institutionen der Minderheiten in anderen Ländern kennenzulernen. Ich freue mich, dass ich dieses Stipendium bekommen habe und beim Wochenblatt.pl gelandet bin, wo ich neben der Zeitungsarbeit auch Radio und Fernsehen kennenlernen kann. Außerdem bin ich sehr interessiert zu erfahren, wie generell die deutsche Minderheit in Polen aufgestellt ist und welche Projekte sie auf die Beine stellt.

Dafür gibt es zwei Gründe: erstens bin ich Mitglied der Almaty kultur-ethnische Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ und aktive Teilnehmerin des Klubs der deutschen Jugend in Almaty „Vorwärts“. Zweitens finde ich die deutsche Minderheit in Polen einzigartig. Wegen des kompakten Siedlungsgebietes der Volksgruppe herrscht ein starker Zusammenhalt, was ich bei dem Kulturfestival in Breslau beobachten konnte, bei dem ich das Glück hatte, anwesend zu sein. Man kann es als glücklichen Zufall bezeichnen, denn dieses Festival findet nur alle drei Jahre statt.

Die Veranstaltung war in ihrem Umfang bemerkenswert. Etwa 6500 Menschen versammelten sich in der Jahrhunderthalle in Breslau (Weltkulturerbe). In Kasachstan werden solche Feste mit der gleichen Häufigkeit abgehalten, aber die Anzahl der Besucher ist mit ca. 300 viel kleiner, was daran liegt, dass Kasachstan sehr groß ist und die dort lebenden Deutschen weit verstreut wohnen. Auch die ältere Generation lässt sich nur schwer überwinden, große Entfernungen auf sich zu nehmen. Damit sie aber nicht leer ausgehen, werden jährlich Kulturfestivals der Gesellschaften der Deutschen in allen Regionen Kasachstans organisiert.

Die kommenden fünf Wochen werde ich also bei der deutschen Minderheit sein und in meiner Gastrubrik versuchen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider deutschen Volksgruppe näher zu beleuchten.

Erste Vergleiche

Heute möchte ich die Hauptprioritäten der deutschen Gesellschaft in Kasachstan, also Jugend und Medien, mit ihren Entsprechungen in Polen vergleichen.

Das Personal der “Deutschen Allgemeinen Zeitung” (DAZ) ist nicht so groß: Direktor, Chefredakteur, technische und Sozial-Media-Redakteurinnen, zwei Korrekturleser (für die russischen und deutschen Teile der Zeitung) und eine ifa-Redakteurin. Früher war das Team viel größer, es gab damals die Tageszeitungen und der Name war anders – “Freundschaft”, aber in den 90er-Jahren zogen viele Mitarbeiter nach Deutschland und die Redaktion zog bald von Astana nach Almaty um, wo sie bis heute im Deutschen Haus ihren Sitz hat.

Jede Woche berichten wir über das Leben der deutschen Minderheit in Kasachstan, beleuchten die politischen, wirtschaftlichen und sonstigen Ereignisse der beiden Länder. Im Prinzip, wie die deutsche Zeitung in Polen, jedoch variieren die Methoden zur Verbreitung von Informationen.

In Kasachstan sind soziale Netzwerke sehr beliebt (Instagram, Odnoklassniki, Facebook, Twitter). Mitarbeiter der DAZ pflegen die Website und die sozialen Netzwerke der Zeitung und der Deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“. Bei der deutschen Minderheit in Polen, so scheint es, ist dagegen die gedruckte Version der Zeitung noch viel wichtiger. Das wurde beim Kulturfestival in Breslau bestätigt, wo viele Leute eine Printausgabe kauften. Wir versuchen auch die Anzahl der Abonnements für die Zeitung zu erhöhen, dafür setzen wir die Idee von “Ein Dorf – eine Zeitung” um.

Bei den Jugendorganisationen gibt es auch Ähnlichkeiten. Der BJDM und der Verband der deutschen Jugend Kasachstans (VDJK) wurden in den 90er-Jahren gegründet und beide haben viel Erfahrung. Junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren können Mitglied des VDJK werden, die Jugendorganisation Polens hat diesen Rahmen auf 35 Jahre ausgedehnt. Merkmal dieser Organisation ist ihr Büro in Oppeln und ein “eigener” ifa-Kulturmanager. Das kompensiert der VDJK durch häufige Beratungen und Ratstagungen.

Beide Organisationen haben auch internationale Verbindungen. Der BJDM arbeitet oft mit Partnerorganisationen in der Tschechischen Republik, in Russland, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Litauen und Serbien zusammen, beteiligt sich auch an Projekten der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV/ YEN). Der VDJK kooperiert dagegen mit Organisationen in Deutschland, Russland, sowie mit Jugendlichen aus Georgien und Kirgisistan.

Wir freuen uns immer über neue Partner und Projekte, wir würden gerne einen zuverlässigen Freund in Polen gewinnen wir hoffen, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Jugendorganisationen in naher Zukunft verbessern werden.

Arbeit im VdG

Es ist Zeit, die Arbeit der Büros der beiden Hauptorganisationen der deutschen Minderheit in Kasachstan und Polen zu vergleichen. Es geht um die Gesellschaftliche Stiftung „Der Vereinigung der Deutschen Kasachstans ´Wiedergeburt`“ und den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Polen (VdG).

Der VdG hat seinen Hauptsitz in Oppeln, unsere Organisation hat ihren Sitz in zwei Städten, denn 25 Jahre lang befand sich das gesamte Personal des Exekutivbüros im Deutschen Haus in Almaty, jetzt wurde aufgrund der Umstrukturierung ein Büro in Astana, der Hauptstadt, eröffnet.

Die Verwaltung der Stiftung „Wiedergeburt“ erfolgt durch ein Kollegium – das Kuratorium, besteht aus 17 Mitgliedern. Der VdG dagegen hat neun Vorstandsmitglieder, dazu kommen drei Mitglieder, die eine Prüfungskommission des Verbands bilden.

Die Arbeit beider Organisationen zielt auf die ethnische Selbsterhaltung der Deutschen ab. Die Gesellschaftliche Stiftung „Wiedergeburt“ realisiert Projekte wie ein Netzwerk von Begegnungszentren, Wahlfachschulen, Projektmanagement, Bildungsinformationszentren (BiZ), ein Netzwerk von Sozialstationen, Kurbehandlungen, den Deutschen Sozialfonds, Sprachcamps und vieles mehr.

Ich kann sagen, dass beide Organisationen viel harte und wichtig Arbeit leisten. Die jüngere Generation entfernt sich allmählich von den Traditionen ihrer Ethnien, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen ist nicht leicht, unter dem Einfluss der Globalisierung werden die Grenzen zwischen den Kulturen ausgelöscht, aber Kultur ist das, was die Welt interessanter macht. Die deutsche Minderheit außerhalb Deutschlands ist ein prominenter Vertreter der deutschen Kultur.

Die Arbeit des Büros ist jedoch nicht nur mit der Durchführung großer kultureller Veranstaltungen verbunden, es gibt viel Papierkram. Seit Beginn der Woche arbeitete ich im Büro des VdG als Büromanagerin, ein Zufall, aber in meiner Heimatorganisation hatte ich auch Erfahrung in diese Positionen. Zu meinen Aufgaben gehörte das Registrieren der Korrespondenz, das Empfangen von Anrufen und andere Arbeiten im Büro.

Hier erfuhr ich auch, was eine Kaffeepause bewirken kann. Jeden Tag um 12 Uhr treffen sich alle Mitarbeiter an der Rezeption, trinken Kaffee und reden über verschiedene Themen – eine Art „Teambuilding“. Ich würde gerne vorschlagen, die gleichen Kaffeepausen in Kasachstan einzuführen. Es gibt noch mehr Dinge, die der Vereinfachung der Papierarbeit dienen, und ich werde sie auf jeden Fall zu Hause mitteilen.

Es wird Zeit “Auf Wiedersehen!” zu sagen

Es war ein schöner Monat. Ich habe die Arbeit des Dachverbands der deutschen Minderheit in Polen kennengelernt, Kenntnisse im Bereich Fernsehen, Erfahrungen im Radio und in der Zeitung erworben, und natürlich, einer der lebendigsten Eindrücke war ein Besuch des größten Kulturfestivals der deutschen Minderheit in Breslau (Wroclaw).

Ich konnte auch mit dem Bund der Jugend der Deutschen Minderheit (BJDM) zusammenzuarbeiten und an ihrem Projekt mit Schülern, an einer “Stadtrallye”, teilnehmen. Man kann sagen, dass ich alle wichtigen Strukturen etwas kennengelernt habe, die bei der deutschen Minderheit in Polen arbeiten, aber nicht alle von ihnen wurden in meiner wöchentlichen Kolumne erwähnt.

Eine große Entdeckung für mich war das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, wir haben keine Analogien zu einer solchen Organisation. Dann möchte ich noch die Deutsche Bildungsgesellschaft erwähnen, das Bildungs- und Informationszentrum (BIZ) engagiert sich in ähnlicher Weise in Kasachstan.

Die Hauptleistung meines Aufenthalts hier war meiner Meinung nach, die Aufnahme des ersten Audio-Podcasts. Wie ich in einem der ersten Artikel geschrieben habe, hat die „Deutsche Allgemeine Zeitung” einen großen Wunsch, Rundfunk im Internet anzubieten. Mit der großen Unterstützung der Mitarbeiter von Wochenblatt.pl wurde der erste Schritt zur Erreichung dieses Ziels getan – ein vollständig zusammengestellter Bericht über das Projekt des BJDM “Stadtrallye” in deutscher und russischer Sprache.

Es ist schwierig den ersten Schritt zu machen, ein Anfang wurde mit Hilfe eines Partners aus Polen gemacht, und ich hoffe, dass die Verlage in Zukunft aktiv zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen.

Ich wünsche mehr gemeinsame Projekte der deutschen Gesellschaft Kasachstans und Polens. Ich danke dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) für die Gelegenheit, die deutsche Minderheit in Polen kennenzulernen, und danke allen, die ich hier getroffen habe!

Und übrigens: Mehr Informationen über die Deutschen ins Kasachstan gibt es immer aktuell auf http://daz.asia/.

Anastassiya Koroleva

Die Hospitation hat das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) ermöglicht. Das Hospitationsprogramm ist ein Qualifizierungs- und Förderprogramm für Mitarbeiter und ehrenamtlich Engagierte von Vereinen, Verbänden und Redaktionen der deutschen Minderheiten im Bereich Kulturmanagement, Jugendbildung und Medien. Es leistet darüber hinaus einen Beitrag zurländerübergreifenden Vernetzung der Institutionen der deutschen Minderheiten.

Für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen erhalten Hospitanten ein Stipendium, umthemenspezifische Modelle und Arbeitsweisen länderübergreifend an einerindividuell gewählten Gastinstitution der DMi in Mittelost-, Südosteuropa oder den GUS-Staaten -oder in besonderen Fällen in Deutschland – kennenzulernen.

In Karaganda fand eine erweiterte Sitzung des Rates der deutschen Jugend Kasachstans statt.

An der Sitzung nahmen Vertreter der Jugendclubs und Filialen teil: Viktor Deimund, Mitglied des Aufsichtsrats der gesellschaftlichen Stiftung; Aleksandr Urmashov, Vorstandsvorsitzender des Jugendkoordinations-rats der Nationenversammlung Kasachstans (NVK) Region Karaganda, Leiter des regionalen Hauptsitzes der NVK Jugendbewegung „Zhangyru zholy“; Anastasiya Rimmer, Koordinator für Jugendprojekte der GS „Wiedergeburt“

Das Programm der Ratssitzung war gefüllt von aktuellen und wichtigen Fragen für die Jugendvereinigung: so die Projektarbeit im vierten Quartal, die Erarbeitung von Satzungen, Vorstellung der neuen Finanzierungsart der Jugendclubs, Berichterstattung über die Tätigkeiten in den Regionen.

Einer der wichtigsten Punkte an der Tagesordnung war das Brainstorming zur Erarbeitung einer Vorgehensweise zur Realisierung eines Konzepts zur Entwicklung des Verbands der deutschen Jugend Kasachstans. Diskutiert wurde auch die Möglichkeit über eine Zusammenarbeit mit der Jugendbewegung NVK „Zhangyru zholy“.

„Am 29. September durfte ich an der erweiterten Sitzung des Rates der deutschen Jugend Kasachstans teilnehmen, die im „Haus der Freundschaft“ in Karaganda stattfand. Im Rahmen dieser Sitzung wurden viele aktuelle Fragen besprochen, die maßgeblich zur Entwicklung der Organisation beitragen. Ebenso wurden Berichte über die Tätigkeiten in den Jugendclubs im 3. Quartal übergeben. Zweifellos zeigt es noch einmal das unsere Organisation gute Zusammenarbeit in der Einbeziehung von mehr jungen Menschen in Kasachstan in soziale Projekte – eine Tätigkeit, die sich den Erhalt und die Festigung der zwischennationalen Einigkeit und die gesellschaftliche Stabilität zum Ziel setzt“, sagt Aleksandr Urmashev, „Es wurden einige große republikweite Projekte angesetzt, in denen unter anderem auch Aktivisten aus „Zhangyru zholy“ teilnehmen können. Gerade heute ist es wichtig alle Kräfte und Ressourcen zu vereinen, um Großes zu erreichen. Eine große Arbeit ist bereits getan, doch vor uns liegt noch eine viel größere Arbeit.

Ich wünsche dem Verband der deutschen Jugend Kasachstans eine erfolgreiche Arbeit und Erfolg in der Umsetzung der eigenen und der Ziele der Jugendbewegung „„Zhangyru zholy“.

Ein anderer Punkt war die Frage zur Planung und Durchführung der bevorstehenden Wahlkonferenz. Im Rahmen der Ratssitzung wurden zwei Kandidaturen auf das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Verbandes vorgestellt. Kristina Librikht, Vorsitzende des Jugendclubs Almaty und Maria Borisevic, Mitglied des Aufsichtsrats der GS „Wiedergeburt“ stellten kurz die wichtigsten Punkte aus ihrem Wahlprogramm vor. Es wurde festgelegt, eine Online-Debatte mit den zwei Kandidaten durchzuführen, bei der jeder, der möchte, eine Frage die ihn interessiert, an Kristina oder Maria stellen kann.

Die Teilnehmer hatten auch die Möglichkeit, die Theateraufführungen der Gruppen aus Astana und Karaganda, die im Rahmen des Projekts „Theaterkarussell 2018“ vorgestellt wurden, zu besuchen.

 

„…Sein!“ – hauptstädtisches Theater und Club der deutschen Jugend in Karaganda.

Auf der Bühne des „Hauses der Freundschaft“ in Karaganda fand die Vorstellung des Jugendtheaters „Diamant“ aus Astana statt. Sie fand im Rahmen des Projekts „Theaterkarussells 2018“ statt, der den Jugendlichen die Möglichkeit gab, sich in einer neuen Rolle zu beweisen. Die Schauspielergruppe, unter der Leitung von Igor Liskov, stellte drei Szenen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen vor. Darunter das Drama „Der Garten ohne Erde oder ein Schulaufsatz zum Thema…“ in dem pantomimisch darüber erzählt wird, wie die Menschen sich an schlechte Angewohnheiten gewöhnen und ein Stück, das zum Kampf gegen die Korruption aufrufen soll.

Igor Liskov erwähnte in seiner Eröffnungsrede, dass das Theater vor 8 Jahren ursprünglich als Theater „Diamant“ für Jugendliche Anfänger gegründet wurde. Ebenso drückte er seine aufrichtige Dankbarkeit dem „Haus der Freundschaft“ aus.

„Wir haben drei komplett unterschiedliche Stücke vorgestellt“, erklärt der Regisseur. „Sie erzählen von den menschlichen Fehlern, Problemen der Individuen, und darüber, wie sie sich der schlechten Stimmung in der heutigen Zeit hingeben.“ Der Grund dafür, dass wir solche gesellschaftlichen Themen ansprechen liegt darin, dass wir die Schmerzpunkte der Gesellschaft zeigen und über sie erzählen wollen. Die ersten Stücke wurden dem Thema AIDS gewidmet, die bei den Zuschauern Begeisterung und Überwältigung auslöste.

Zurzeit setzt das Theater seine Arbeit fort und geht in ganz Kasachstan mit ihren Aufführungen auf Tour, sogar schon mit neuen Schauspielern. Die Besucher waren mit dem frischen Wind der in der neuen Gruppe und den neuen Stücken wehte, sehr zufrieden.

Übrigens, wird im Rahmen des Projekts „Theaterkarussell“ die Theatergruppe aus dem Club der deutschen Jugend Karaganda „Grashüpfer“ in Astana das Stück „Auswahl“ präsentieren. Im Stück geht es um eine Situation aus dem Leben, die aber aus drei verschiedenen Sichtweisen, schon einmal ganz anders aussehen kann.

Kymbat Kalieva

 

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