Das fünfte Jubiläumsabschlussfest in Taraz

In der Schule „Wunderkind“ in Taraz findet zum fünften Mal das Jubiläumsabschlussfest statt. Die Gesichter der herausgeputzten Jungs und Mädels strahlen: die Mädchen in Ballkleidern und mit modischen Frisuren, die Jungs in klassischer, eleganter Kleidung. Das sind echte Kavaliere! Auch die Absolventen, die Lehrer und die Eltern sind aufgeregt. Der erste wichtige Lebensabschnitt der Kinder ist vorbei, die dreijährige Ausbildung an der Schule „Wunderkind“ ist zu Ende.

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Geächtet

Durch das kleine Fenster flimmerten die endlosen, unbeweglichen Steppenlandschaften. Der Magen verkrampfte sich ab und zu und, um nicht ans Essen denken zu müssen, sangen und beteten die Fahrgäste der Güterwagen mit gedämpfter Stimme.

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Das regionale Museum der feinen Künste Karaganda

Pressemitteilung

Das regionale Museum der feinen Künste Karaganda zeigt vom 04.06.2021 bis zum 10.06.2021 die Ausstellung „Deutsche Künstler aus Karaganda“ mit Kunstwerken von Künstlern deutscher Nationalität aus dem Museumsfonds. Die Ausstellung wurde initiiert vom Bayrischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR, Nürnberg, Deutschland), welches Arbeiten zur Erstellung virtueller 3D-Rundgänge durch Museen auf dem Gebiet der ehemaligen GUS zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen durchführt. Die Ausstellung im regionalen Museum der feinen Künste wird zu einem der virtuellen Rundgänge des Bayrischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland werden. Jeder Besucher der virtuellen Ausstellung kann von jedem beliebigen Punkt der Welt aus das Werk der Künstler aus Karaganda mit deutscher Herkunft kennenlernen.

Übersetzung: Philipp Dippl

Gesellschaft „Deutsches Zentrum „Wiedergeburt“ des Gebietes Karaganda

Die Gesellschaft Deutsches Zentrum „Wiedergeburt“ des Gebietes Karaganda existiert seit dem Jahr 1989. Dies ist eines der ersten Zentren der kulturellen Wiederbelebung, die auf dem Territorium unseres Gebietes und in der Republik Kasachstan entstanden sind. Der deutsche Name steht nicht nur für die Wiedergeburt, sondern auch für die zweite Geburt. Die besondere Aufgabe besteht darin, die Traditionen und Bräuche des deutschen Volkes wiederzubeleben und dessen nationale Ursprünglichkeit zu bewahren. Aber auch der Prozess der Herausbildung einer besonderen ethnischen Gruppe der Deutschen, die Kasachstan als ihre Heimat betrachten, geht weiter.

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Roza Schnajder-Poljakowa: „Es ist viel in meinem Leben passiert, aber ich habe alles überwunden, und ich überwinde es auch jetzt noch“

Roza Petrowna Schnajder wurde im Jahr 1936 im sonnigen Tiflis geboren. Heute erinnern an diese sonnige Zeit lediglich eine vergilbte Geburtsurkunde in georgischer Sprache und eine Bescheinigung über ihre Rehabilitierung, die bereits im Jahr 1993 ausgestellt wurde. Darin steht, dass sie aus nationalen Beweggründen illegal vertrieben und in einer Sonderstatistik der Behörden des Innenministeriums geführt wurde, ohne das Recht auf Bewegungsfreiheit bis zum Dezember 1952.

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Alte Menschen sollten nicht alleine zurückbleiben

So kam es dazu, dass der ethnische Deutsche Nikolaj Auer, dessen Familie nach Kasachstan verbannt wurde, im Alter von 85 Jahren alleine in der Stadt Zhezkazgan zurückblieb. Seine Ehefrau ist vor einigen Jahren gestorben und der Sohn ist schon vor langer Zeit nach Nowosibirsk gegangen, wo er mit seiner Familie, mit seiner Tochter und seinen Enkelkindern lebt. Die Pflege für den alten Mann übernahm die städtische Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Zhezkazgan. Dies wurde durch das Projekt „Soziale und humanitäre Unterstützung für die bedürftigen Deutschen Kasachstans“ möglich.

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Je mehr Sinne, desto höher der Lernerfolg!

Indem jeder Lehrer seine Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen unterrichtet, bringt er ihnen nicht nur Sprachkenntnisse bei, sondern öffnet auch Türen in die Welt der landeskundlichen Realitäten, Kultur, Sitten und Bräuche. Letztes Wochenende war in Deutschland das helle Osterfest, das zweitgrößte Fest nach Weihnachten. In den Erwachsenengruppen fand der diesem wunderbaren Fest gewidmete Unterricht statt, dessen Traditionen sich weitgehend von dem orthodoxen unterscheiden.

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Wenn Unterstützungsempfänger in Not geraten…

In dem Dorf Astrachanka im Gebiet Nordkasachstan wurde eine deutsche Familie Opfer eines Brandes. Das Haus wurde bis zu den Grundmauern zerstört, nur ein kleiner Teil der persönlichen Gegenstände und ein paar Dokumente konnten gerettet werden. Glücklicherweise haben alle Familienmitglieder, die Eltern und zwei minderjährige Kinder, überlebt.

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„Ein sehr nützliches Wahlfach!“: Unterrichtskurse zur Geschichte der Deutschen Kasachstans für Schüler

Die kulturelle und ethnische Gesellschaft „Wiedergeburt“ Almaty bietet mit Unterstützung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland Wahlfächer für Schüler an, die Deutsch lernen. Die Kuratorin Irina Muradowa merkt an, dass das „Ziel“ des Programms darin besteht, Die Bildung junger Menschen zu erweitern, denn die Jungs und Mädels sollten die Geschichte ihres Volkes kennen“.

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Almatiner gratulieren Belgers Witwe zum Jubiläum

Am 22. März wurde die Witwe unseres unvergesslichen Gerold Karlowitsch Belger 85 Jahre alt. Die Mitarbeiter der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Almaty besuchten Raisa Zakirowna und gratulierten ihr zu ihrem Jubiläum. Gerold Karlowitsch selbst war immer ein sehr gastfreundlicher und offener Mensch. Und in ihrem Haus hat sich seitdem nichts geändert. Raisa Zakirowna hält die heilige Erinnerung an ihren herausragenden Ehegatten in Ehren und deckt immer noch den festlichen Tisch, backt Kuchen und bewirtet ihre Gäste. Bei den Erzählungen und Erinnerungen an Gerold Karlowitsch, über seine Kunst, seine Freunde und Gleichgesinnten, über ihr glückliches Leben in seiner Nähe verging die Zeit wie im Flug. Man wollte nicht auseinandergehen, doch nach der beiderseitigen Zustimmung, sich öfter zu treffen, haben wir uns auf den Weg zum Denkmal von Gerold Belger begeben, um unserem berühmten und geliebten Landsmann unseren Respekt zu erweisen.

„Wieder Diktat – 2021“

In Kasachstan startete am 5. März erstmals die offene Aktion „Wieder Diktat – 2021. Sie findet mit dem Ziel statt, die deutsche Sprache bekannt zu machen und die Kultur des literarischen Schreibens auf Deutsch zu entwickeln. In diesem Jahr ist die Aktion zeitlich auf den Internationalen Frauentag am 8. März abgestimmt, Organisator ist die Gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“.

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Gutherzige Menschen

Im modernen Alltag, der sich an Trends, Streams, Bodypositive, Atleizures und Instagram-Swipes orientiert, ist Freiwilligenarbeit eine merkwürdige und sogar etwas wilde Erscheinung. Experience und Hype fordern das augenblickliche menschliche Herz und keine komplizierte Dahrung für Geist und Seele: nämlich wenn man nicht nur einen Mausklick spendet, sondern auch eine gute Tat.

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Keine Last sondern Freude

Auch während der Coronavirus-Pandemie hört die Arbeit der Aktivisten der Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Pawlodar nicht auf. Auch die TOO „Rubikom“ und die TOO „Galitskoje“ leisteten Waisenhäuser, Bildungseinrichtungen, dutzenden Menschen, Einwohnern der Stadt und der Regionen unterschiedlicher Nationalitäten materielle Unterstützung in einer Höhe von über 20 Millionen Tenge.

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Das Deutsche Haus in der virtuellen Realität

Wie sollten heute Museumsgegenstände und Exponate für die Nachwelt bewahrt werden? Und was kann man tun, wenn der größte Teil einer Ethnie außerhalb des Gebietes gelandet ist, in dem sie mehr als 140 Jahre lang gelebt hat, aber auch heute noch die Erinnerung an diese Periode der eigenen ethnischen Geschichte bewahrt, jedoch nicht immer die Möglichkeit für eine echte Reise in das einstige Heimatland hat? Diese Fragen sind heute relevanter als je zuvor.

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Ausgezeichnet für Schöpfertum und Treue

Die Vorsitzende der öffentlichen Organisation „Wiedergeburt“ Ostkasachstan in der Region Ridder Ljubow Ignatjewa wurde mit der Jubiläumsmedaille „25 Jahre Versammlung der Völker Kasachstans“ ausgezeichnet. Und dies ist eine wohlverdiente Auszeichnung. Als eine lebhafte, ideenreiche und hilfsbereite Person hat Ljubow Wasiljewna seit dem ersten Tag der Eröffnung des Kulturzentrums „Wiedergeburt“ ihre gesamte Energie darauf verwendet, die Freundschaft und die Harmonie in unserer Gesellschaft zu bewahren.

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Tag der Erinnerung und der Trauer

In Ridder sind die Vertreter der Gesellschaft „Wiedergeburt“ im örtlichen Heimatkundemuseum zusammengekommen, um der sowjetischen Deutschen zu gedenken, die Opfer der Zwangsdeportation aus dem Wolga-Gebiet wurden.

Am 28. August 1941 wurde das Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR „Über die Umsiedlung von in der Wolga-Region lebenden Deutschen“ erlassen, wonach die gesamte deutsche Bevölkerung dieser Region völlig haltlos der Beihilfe am deutschen Faschismus beschuldigt wurde.

Bei dem Treffen im Museum wurden zahlreiche Fakten der tragischen Deportation aufgezählt. Das Dekret wirkte sich auf praktisch alle Bürger deutscher Nationalität aus. Die Autonome Republik der Wolgadeutschen wurde liquidiert, und die Personen deutscher Nationalität wurden in Militärkonvois gewaltsam nach Sibirien, Kasachstan und Zentralasien gebracht. Der Akt der Deportation begann im Herbst, die Siedler kamen an den neuen Wohnorten an, als es dort bereits kalt war und es keine Lebensmittelvorräte oder warme Kleidung gab. Die schreckliche Lage wurde oftmals verschärft durch die schlechten Russischkenntnisse und die allgemeine negative Haltung gegenüber den Deutschen aufgrund des Krieges mit dem faschistischen Deutschland.

Auf die Wiederherstellung der Gerechtigkeit musste lange gewartet werden. Die völlige rechtliche Gleichstellung der Wolgadeutschen fand erst im Jahr 1991 statt, als am 26. April das Gesetz „Über die Rehabilitation unterdrückter Völker“ verabschiedet wurde, welches sämtliche repressiven Handlungen für illegal und kriminell erklärte. Die alten Missstände und durchlebten Wiedrigkeiten gingen jedoch nicht spurlos vorüber. Anfang der neunziger Jahre verließen rund zwei Millionen Deutsche Kasachstan nach Deutschland.

Der Großteil der sowjetischen Deutschen wurde während des Großen Vaterländischen Krieges in die sogenannte Arbeitsarmee eingezogen. Die deutschen Arbeitssoldaten arbeiteten in Minen, fällten Bäume und bauten Verteidigungsunternehmen auf. Sie wurden praktisch wie als Gefangene in Lagern gehalten. Die Bedingungen waren zermürbend, das Essen war spärlich, infolgedessen starben Menschen massenhaft an Krankheit und Hunger oder wurden zu Invaliden.

Im Museum von Ridder ist die Geschichte von Johann Froese bewahrt, der sich daran erinnerte, dass im Jahr 1942 15.000 deutsche Arbeitssoldaten zum fällen von Bäumen kamen und ein Jahr später von ihnen nur noch 3.000 übrig waren, das heißt, 80 Prozent starben an Hunger, Infektionskrankheiten und Arbeitsüberlastung. Selbst bei maximaler Anstrengung gelang es ihnen lediglich, 70-80 Prozent der Norm zu erfüllen, was sicherlich mit der Reduzierung der ohnehin mageren Verpflegung einherging. Die Anwesenheit der Wachmänner lähmte die Menschen moralisch und psychologisch. Das Baubataillon in Leninogorsk bestand bis zum Sommer 1943, danach wurden die meisten Deutschen nach Ust-Kamenogorsk (Verwaltung „Altajswinetsstroj“) geschickt, wo sie weiter am Bau des zukünftigen Blei-Zink-Kombinats arbeiteten. Zusammen mit anderen Sondersiedlern (Tschetschenen) haben die Deutschen einen großen Beitrag zur Entwicklung der Industrie in der Region geleistet.

In Zyrjanowsk arbeiteten die Arbeitssoldaten in Erzbergwerken, als Holzfäller und in Steinbrüchen, wo sie ebenfalls an Hunger und Krankheit starben.

Insgesamt wurden 72.000 sowjetische Deutsche in das Gebiet Ostkasachstan deportiert.

Unter den politischen Repressionen litt ebenfalls die Bewohnerin von Ridder Marija Dik, die sich seit dem Moment ihrer Geburt im Jahr 1954 zusammen mit ihren Eltern in einer Sondersiedlung in Kasachstan befand. Bei dem Treffen im Museum erzählte Marija Wasiljewna davon, wie der Vater und die Mutter im Jahr 1947 aus Russland ausgesiedelt wurden, und dass Marija Dik selbst erst am 14. April 1993 auf Grundlage des Gesetzes der Republik Kasachstan „Über die Rehabilitation der Opfer der politischen Massenrepressionen“ rehabilitiert wurde.

Die Bewohnerin von Ridder Lidija Jakowlewna Litwinowa konnte ihre Tränen nicht zurückhalten, als sie die Antwort aus der Verwaltung des KGB des Gebietes Wolgograd auf das Ersuchen der Bewohnerin des Gebietes Schymkent Amalija Wilhelm vom 18. Dezember 1990 über das Schicksal ihres Vaters Franz Benzel zeigte. Aus dem Dokument geht hervor, dass Franz Franzjewitsch am 23. Oktober 1890 in der Siedlung Kolb im Kanton Frank, ASSR der Wolgadeutschen geboren wurde und als Zimmermann in einer Schule arbeitete. Er wurde am 29. November 1937 wegen faschistischer Agitation verhaftet und am 9. Dezember zum Tode durch erschießen verurteilt. Der Ort seiner Grabstätte ist unbekannt…

Nach dem Dekret von 1941 wurden aus der Armee alle Soldaten und Offiziere deutscher Nationalität abberufen. Bei dem Treffen im Museum waren die Deutschen der Gesellschaft „Wiedergeburt“ erstaunt zu erfahren, dass viele sowjetische Deutsche unter fiktiven Familiennamen in der Roten Armee blieben und selbstlos an den Fronten des Großen Vaterländischen Krieges kämpften. So kämpfte zum Beispiel der Held der Sowjetunion, Leutnant Woldemar Wenzel aus Saratow unter dem Namen Wenzow; der Oberleutnant Artur Bojgel war als Bojtschenko eingeschrieben; aus Peter Lewin wurde Lewinyj und unter diesem Familiennamen erreichte er Berlin; der Arzt Georgij Emiljewitsch Richter machte den ganzen Krieg unter den Namen Michail Wasiljewitsch Smirnow durch, Paul Schmidt nahm den Namen seines Kinderfreundes, des Aserbaidschaners Ali Achmedow an, usw…

– Den sowjetischen Deutschen, – erzählte die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Heimatkundemuseums Elena Putinzewa, – wurde nicht anvertraut, mit Waffen in den Händen ihre sowjetische Heimat zu verteidigen, trotzdem kämpften viele von ihnen in Partisanengruppen und wurden zu Untergrundkämpfern. Die Heldentaten vieler wurden mit den höchsten staatlichen Orden ausgezeichnet. So wurde der Titel des Helden der Sowjetunion an die Panzersoldaten Peter Miller und Michael Gekkel, an den Generalmajor Sergej Wolkenstejn, an den Kommandanten einer Partisanenbrigade Aleksandr German, an den legendären Späher Robert Klein und an viele andere verliehen. Auch unter den Verteidigern der Festung von Brest befanden sich Deutsche. Dies sind die Namen einiger: Major Aleksandr Dulkajt, die Oberleutnants Georg Schmidt, Aleksandr Gerzog, der Oberleutnant des Sanitätsdienstes Kroll, der Regimentsarzt Weber, der Stabschef der Luftverteidigung Aleksandr Wagenlejter und andere.

Beinahe jeder Teilnehmer des Treffens im Museum hatte etwas zu diesen tragischen Ereignissen zu erzählen. Sie nannten mit großem Respekt die Namen ihrer Eltern, ihrer Großväter und Großmütter, ihrer nahen und fernen Verwandten, ihrer Freunde und Bekannten.

Abschließend sagte die Vorsitzende der Gesellschaft „Wiedergeburt“ der Stadt Ridder Ljubow Ignatjewa zu ihren Landsleuten, dass sämtlichen Mühen und unmenschlichen Bewährungsproben der Zwangsumsiedlung, welche die sowjetischen Deutschen ertragen mussten, sie mit Tapferkeit und Stolz ertrugen, und dass nur in der Seele starke Menschen unter diesen Umständen menschlich bleiben konnten. Dies bedeutet, dass wir auf unsere Landsleute stolz sein können und müssen, dass wir uns an ihre Namen erinnern und sie ehren.

Vorbereitet von Andrej Kratenko

Übersetzung: Philipp Dippl

Landesweiter Tag der Mediation

Am 5. August wird der gemeinsame landesweite Tag der Mediation gefeiert. Für diese Veranstaltung haben die Mitglieder des Klubs der deutschen Jugend „Glück“ der Gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Semej einen Videoclip vorbereitet und ein Online-Treffen durchgeführt, bei dem sie die Grundlagen der Mediation kennengelernt haben.

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Verbannung in… die Heimat

Krieg und Deportation zerstörten das Schicksal vieler sowjetischer Deutscher, drunter litt auch der 85-jährige Werner Bekker, der in Ridder lebt. Wenn man seine Erzählungen über sein Leben liest, kann man sich nur schwer vorstellen, dass man dies alles ertragen kann, ohne zu verrohen, ohne aufzuhören das Leben und die Menschen um einen herum zu lieben. Alles ertrug Werner Gawrilowitsch, alles stand er durch: Ungerechtigkeiten, Verfolgung, den Verlust seines Vaters, Hunger, Entbehrungen, harte Arbeit, – und er blieb ein ehrenwerter Bürger, ein guter Mensch, zuverlässiger Unterstützer und eine hohe Autorität für seine Familie und Freunde, seine Kinder und Enkelkinder. Und das Land der Verbannung – das Gebiet Ostkasachstan – wurde zu seiner Heimat.

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In Erinnerung an Aleksandr Merk: In seinem Herzen war Platz für alle…

Ein unersetzlicher Verlust für die deutsche Ethnie Kasachstans, für das Gebiet Nordkasachstan und für das ganze Land. Am 7. Mai verstarb Aleksandr Andreewitsch Merk. Viele kannten ihn als erfahrenen Leiter, Pädagogen, Professor, Innovator, Aktivisten, talentierten Schriftsteller und Patrioten seines heimatlichen Kreises. Für seine Familie und diejenigen, die mit Aleksandr Andreewitsch eng vertraut waren, für seine Kollegen und Partner, Schüler und Studenten, für Freunde und Mitstreiter war er ein unerschütterliches Beispiel für harte Arbeit, Professionalität, Weisheit und Herzensgüte. Mit nicht enden wollender Traurigkeit in der Seele, großem Respekt und einem unermesslichen Gefühl der Dankbarkeit werden sich alle an Aleksandr Merk zurückerinnern, die das Glück hatten, diese herausragende Person kennenzulernen und Schulter an Schulter mit ihr, ein Mensch des Wortes und der Tat, zusammenzuarbeiten.

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Der Fluss der Erinnerungen reißt noch immer nicht ab…

Unvergessliche Videos haben die Vertreter der Gesellschaftlichen Vereinigung „Wiedergeburt“ Ostkasachstan in der Stadt Ridder am Vorabend der Mai-Feiertage erstellt. Sie haben ihre Materialien in den sozialen Netzwerken gepostet und ihren Landsleuten zum Tag der Einheit des Volkes Kasachstans, zum Tag des Batyrs und zum Tag des Sieges gratuliert.

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Den Älteren wurde Aufmerksamkeit geschenkt

Unter den Bedingungen des Ausnahmezustandes blieben die Rentner in Westkasachstan nicht ohne Unterstützung. Die Situation in der Welt verändert die Menschen. Einige bilden sich selbst weiter, andere widmen de Familie mehr Zeit. Wieder andere helfen Bedürftigen, die Belastungen der Quarantänemaßnahmen zu bewältigen.

Wir haben herausgefunden, wie unter den gegenwärtigen Bedingungen die Sozialarbeit der deutschen Gesellschaften in der westlichen Region Kasachstans vorangeht.

Die Feen aus dem Ural

Einfach nur die Feen aus dem Ural, so nennen die deutschen Rentner Svetlana Titlowa und Irina Kajl. Selbst mit Einführung der Quarantäne in der Stadt hörte die Sozialarbeit der Gesellschaft „Heimat“ nicht auf. Wo es im ersten Quartal im Projekt „Pflege Daheim“ sieben Schützlinge waren, stehen jetzt neun einsame Rentner unter der Fürsorge der Gesellschaft.

– Die Arbeit hörte nicht auf. Es ist zwar schwieriger geworden, sich durch die Stadt zu bewegen, für alles benötigt man einen Passierschein, aber im Moment kommen wir damit zurecht. Wir haben uns aufgeteilt und arbeiten in Sektoren, – sagt die Koordinatorin der Sozialprojekte der Gesellschaft der Deutschen Svetlana Titlowa. Ab dem Moment der Einführung des Ausnahezustandes haben wir die Menschen in fortgeschrittenem Alter gewarnt, dass sie besser nicht auf die Straße gehen, aber niemand wollte die alten Menschen sich selbst überlassen.

– Wir sind mit allen Rentnern in ständigem Kontakt. Wer einfach nur reden will, ruft an. Aber eine Frage kam sofort auf: Was passiert mit denen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht zum Einkaufen oder zur Apotheke können? Es gibt auch solche, die alleine zurückgeblieben sind. Zu solchen Menschen versuchen wir zu gehen, – erzählt Svetlana. Die 91-jährige Lydia Bechler leidet altersbedingt an einer ganzen Reihe von Erkrankungen, deshalb erweist sich die Unterstützung der deutschen Gesellschaft als überaus hilfreich. Die Rentnerin heißt die Sozialarbeiter wie Verwandte willkommen.

– Was machen wir? Alles, was nötig ist: wir räumen auf, waschen, kochen. Denen, die selbst dazu in der Lage sind (und das sind die meisten), bringen wir Medizin und Lebensmittel, – teilen die Mitarbeiter der Gesellschaft der Deutschen mit.
Pawel Gelt ist 71 Jahre alt. Der Großvater kann sich nur schwer bewegen, er hat zwei Schlaganfälle mit Begleiterkrankungen hinter sich. Die Kinder und Enkelkinder von Pawel Jakowlewitsch sind heute in Russland, seine einzige Hoffnung sind die Mitarbeiter der Gesellschaft „Heimat“.

– Alle unsere Rentner sind gutgelaunt, niemand verfällt in Depressionen. Den Großvätern gelingt es immer noch, zu Scherzen und Komplimente zu machen, – gesteht Irina Kajl mit einem Lächeln.
Irina war früher Schulköchin und ist heute Hilfskraft in den Sozialprojekten der Gesellschaft. Die Frau, die in einem Dorf aufgewachsen ist, findet mit Leichtigkeit eine gemeinsame Sprache mit den älteren Menschen. Und so fühlen sich die Alten zu einer Seelenverwandten hingezogen. So nennt auch der 79-jährige ab und an Andrej Becher Irina seine Tochter. Und das ist schön. Am Ostertag brachte Irina ihrem sogenannten Vater einen Osterkuchen und bunte Eier.

– Wir haben uns beglückwünscht, Tee getrunken, in Erinnerungen geschwelgt und geredet. Alles war so, wie es sein sollte. Wissen Sie, Quarantäne und Pandemie sind nicht mehr so schlimm, wenn man positive Gedanken hat! – betont Andrej Becher.

Initiativen in Aktau

Sozialhilfe – das ist nicht nur Lebensmitte und Medikamente, das sind auch freundliche Worte. Es ist gerade diese Unterstützung, die die sozial verwundbaren Menschengruppen jetzt benötigen. An positiven Gedanken und Humor mangelt es der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Aktau auf jeden Fall nicht. Noch vor der Quarantäne wurde für ihre Mitglieder ein spezieller Chat in einem populären sozialen Netzwerk erstellt. Jetzt langweilen sich die Rentner nicht mehr, sie diskutieren Rezepte, verschiedene Sportübungen für Zuhause, viele teilen sogar ihre deutschen Sprachkenntnisse.

– Es ist schön, dass sich alle gegenseitig aufmuntern und unterstützen. Wie eine große und freundschaftliche Familie. Sie sind bereits viele Jahre alt, haben viel im Leben mitgemacht, deshalb erleben sie die Quarantäne ohne Panik, – erzählte Luisa Eskerhanowa, die Projektmanagerin der Gesellschaft „Wiedergeburt“ Aktau.
So kam es, dass der ehemalige Militärangehörige Bogdan Schulz alleine zurückblieb. In der Wohnung des 82-jährigen ist es immer sauber und gemütlich. Die Abhärtung durch die Armee hilft auch, mit der Einsamkeit umzugehen. Und dann besucht ihn auch die Vorsitzende der Gesellschaft der Deutschen Margarita Klee mit ihren Mitarbeitern. Neulich brachten sie dem alten Mann Lebensmittel und Medizin.

– Ostern ist ein strahlender Feiertag, den wir zusammen mit Bogdan Dawidowitsch gefeiert haben. Wir haben allen unseren Mitgliedern der Gesellschaft am Telefon gratuliert und uns gegenseitig Gesundheit und ein baldiges Ende der Quarantäne gewünscht, sagt Luisa.

Die „unsichtbare Front“ von Aktöbe

Von außen scheint es so, als wären die Aktivitäten der Gesellschaft der Deutschen Aktöbe zurückgegangen – das Büro ist wegen der Quarantäne geschlossen. Bereits seit einigen Wochen arbeiten die Mitarbeiter aber von Zuhause aus.
– Wir sind die Kämpfer an der „unsichtbaren Front“, – scherzt Elena Schinkarenko, die Koordinatorin der Sozialarbeit.

Das produktive erste Quartal sollte reibungslos übergehen in ein ebenso produktives zweites, aber der Ausnahmezustand hat diese Kette auseinandergebrochen.
Unter der Fürsorge blieben im zweiten Quartal drei einsame Rentner, die Hilfe bei der Beschaffung von Medikamenten und Lebensmitteln benötigen. Irina Kosiwzewa, Hilfskraft in der Sozialarbeit, hält die Hand immer am Puls der Zeit und erkundigt sich praktisch jeden Tag nach deren Wohlergehen.

Aufgrund ihrer schlechten Gesundheit kann die 86-jährige Anna Gorina das Haus nicht verlassen. Ira liefert nicht nur Lebensmittel und Medikamente, sondern erzählt der Großmutter auch die neuesten Nachrichten und liest aus der Zeitung vor.

Im vergangenen Jahr stürzte die 74-jährige Tamara Penner unglücklich, eine Hüftfraktur erlubt ihr seitdem nicht mal mehr, sich im Haus frei herumzubewegen. Die Kinder und Enkelkinder der Rentnerin leben in Deutschland, eine Krankenpflegerin kümmert dich um Tamara Petrowna. Die Hilfe der Deutschen Gesellschaft kam zur rechten Zeit.

– Die Arbeit ist in vollem Gange: wir haben jetzt in einem Messenger einen Chat eingerichtet, in den sowohl Mitglieder der Gesellschaft sowohl aus der Stadt, als auch vom Land aufgenommen wurden. Das sind solche Personen, die uns wegen der gesperrten Straßen aufgrund der Quarantäne keine Dokumente zukommen lassen können. Glücklicherweise haben viele Internet. Jetzt kann man uns die Dokumente zur Kompensierung der Medikamentenbeschaffung sowie Anträge auf Nahrungsmittelhilfe, welche es bis zum Ende des Sommers geben wird, schicken, – erläutert Elena Schinkarenko.

Die „Wiedergeburt“ hofft, dass die Quarantäne einen zusätzlichen Impuls zur Einführung moderner Kommunikationsmittel schafft und durch die sozialen Netzwerke die Aktivitäten der Deutschen in der Region zunehmen wird.

Vorbereitet von Konstantin Sergeew

Übersetzung: Philipp Dippl

Härte dich ab, wenn du gesund sein willst!

ieser Slogan ist heute aktueller denn je. Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie ließ viele ernsthaft über einen gesunden Lebensstil nachdenken. Laut Rufat Dujsekenow, Trainer und Lehrkraft des Vereins „Gesundheit“ der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Pawlodar, erhöhen die richtige Ernährung und ein aktiver Lebensstil die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber Infektionen. Daran sollten sich besonders Menschen im mittleren und höheren Alter erinnern.

Wenn du energisch bleiben willst, „versuche, die Ärzte zu vergessen“, – heißt es in einem beliebten Lied. Bewegung, regelmäßige Sportübungen, eine Kombination aus Arbeit und Erholung, die richtige Ernährungsweise und Optimismus sind die wichtigsten Bestandteile eines gesunden Lebensstils, – bezeugt Rufat Dujsekenow.

– Natürlich hat die Quarantäne zu bestimmten Anpassungen der täglichen Aktivitäten jeder Person beigetragen, daher ist es notwendig, die eigenen Gewohnheiten und Ansichten zu ändern und seine Lebensansätze zu ändern. Andernfalls kann die unfreiwillige Selbstisolation zum Grund für Gewichtszunahme und allgemein schlechter Gesundheit werden. Denn Gesundheit ist in der Tat ein Zustand des vollständigen physischen, psychischen und geistigen Wohlbefindens. Das Erreichen dieser Charakteristiken ist das Hauptziel unseres Vereins.

Damit die Abnahme der Aktivität und Stress keine traurigen Folgen mit sich bringen, empfiehlt der Trainer, die allen bekannte olympische Devise zu befolgen: „Höher, schneller, weiter!“. Natürlich in den eigenen vier Wänden. Und Wie? Zum Beispiel durch Gesundheitsgymnastik und Yogaübungen.

Wir möchten Sie auf die Online-Kurse des Vereins „Gesundheit“ aufmerksam machen. Übrigens finden dort übrigens neben den Gesundheitsübungen regelmäßig Beratungen mit Juristen und Psychologen statt. Ärzte und Mitarbeiter der Sozialbehörden halten systematisch Vorträge.

Übersetzung: Philipp Dippl

 

Die Schule der fakultativen Ausbildung – Vorbereitung auf die Einheitliche Nationale Prüfung, Garantie für ein gutes Ergebnis

Die Schule der fakultativen Ausbildung ist eine hervorragende Chance für junge Menschen, sich auf die emotional anstrengende Einheitliche Nationale Prüfung vorzubereiten. Wenn Jugendliche von dieser schrecklichen Abkürzung hören und sie aussprechen, wird ihnen bewusst, dass sie sich unbedingt vorbereiten müssen. Aber wie? Mit wem? Wo?

Die Schule der fakultativen Ausbildung ist vor allem eine einmalige Gelegenheit, sich Wissen im Bereich Deutsche Sprache anzueignen. Die qualifizierte, sehr erfahrene Lehrerin Olga Walentina Zagrebina stellt jedem leicht zugängliches und interessantes Material zur Verfügung und teilt ihr Wissen. Momentan gibt es zwei Deutschgruppen – eine für Anfänger, in denen die Jungs und Mädels mit dem Alphabet angefangen haben, und eine für Fortgeschrittene, in welcher jeder Teilnehmer das Niveau A1 oder sogar A2 hat. Die Besonderheit des Programms besteht darin, dass es neben Deutsch auch andere Fächer beinhaltet – Mathematik, Russisch und Physik. Das dritte Fach wählen die Jungs und Mädels selbst, abhängig von ihren zukünftigen Plänen. Alle Lehrkräfte sind Profis in ihren Fächern. Das Unterricht findet ein Mal in der Woche am Nachmittag statt.

„Die Schule der fakultativen Ausbildung eröffnet den Schülern der 9.-11. Klassen viele Möglichkeiten. Ich nehme an diesem Projekt seit dem Herbst 2019 teil und bereue es nicht. Das Spektrum der Emotionen, das neue Umfeld, die verständnisvollen und offenen Lehrkräfte – all das ist für mich wichtig: Ich verstehe die Themen besser, welche ich nach dem Lehrplan lerne, ich interessiere mich stärker für meine Ausbildung“, – sagt Kristina German, eine Teilnehmerin des Projektes.

„Kommunikation ist einer der Bestandteile unseres Lebens. Gerade sie hilft uns, nicht unsere Umwelt zu verlieren. Die Schule der fakultativen Ausbildung ist ein Ort, an dem wir, die älteren Schüler, zu uns finden und ausgezeichnete und treue Freunde gewinnen und uns vor allem daran erinnern, dass man in der modernen Welt gebildet sein muss.

Was ist die Schule der fakultativen Bildung für mich? Das sind nicht nur einfach Unterrichtsstunden zur Vorbereitung auf die Einheitliche Nationale Prüfung, sondern viel mehr. Ich besuche die Schule bereits seit zwei Jahren und dank ihr habe ich viel Interesse und Motivation gewonnen, die deutsche Sprache und die Kultur meiner ethnischen Gruppe zu studieren. Besonders möchte ich die fabelhafte Lehrerin Olga Walentinowa hervorheben. Sie ist eine echte Spezialistin auf ihrem Gebiet und mit ihr ist jeder Tag voll von neuen Eindrücken, interessanten Menschen und natürlich neuem Wissen“, – merkt Alina Schumilina an.

Unsere geliebten Lehrer, unsere liebe deutsche Gesellschaft, wir vermissen euch! Wir lösen Tests, wiederholen Wörter, analysieren Fehler bei der Verbesserung… Aber wir alle warten auf die neuen Treffen mit Ihnen, unseren verlässlichen Mentoren!

Aleksandra Gubarjewa, Sonderberichterstatterin der Gruppe der Schule der fakultativen Ausbildung, 2020

 

 

 

 

«Wir sind zusammen»

Während der Pandemie sind besonders ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen gefährdet. Die Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ des Gebietes Akmola nutzt alle Möglichkeiten, um ihre Schützlinge zu unterstützen, besonders jene, die Hilfe benötigen. Seit Mitte März werden Arbeitssoldaten, Alleinstehende, Behinderte und Schwerkranke mit Hygieneartikeln versorgt.

Mit allen anderen Begünstigten stehen die Hilfskräfte des Koordinators der Sozialarbeit in ständigem Kontakt und sind immer bereit, zu helfen. Telefonisch informieren sie über die Maßnahmen zur Vorbeugung vor Erkrankung, über die Einhaltung der Quarantäneanforderungen und teilen verschiedene Nachrichten und Ereignisse aus dem Alltag unserer Republik. Auch am Osterfest wurde keiner vergessen. Einige Familien nahmen sogar an einer Oster-Challenge teil, welche durch das Begegnungszentrum organisiert wurde und bei der die Repräsentanten unserer ethnischen Gruppe ihre Familientraditionen in der Osterzeit vorstellten.

Seit dem 14. April gibt es ein operatives Sonderkommando, in welchem täglich Mitarbeiter mit Sondergenehmigungen Dienst leisten und sich um die Anliegen der Bürger kümmern. Je nach Verfügbarkeit werden Lebensmittel und Medikamente sowie Bedarfsmittel kostenlos unter Einhaltung der hygienischen Anforderungen (Gesichtsmasken, Desinfektionsmittel, Handschuhe) geliefert.

So halten wir an unserem republikanischen Motto „Wir sind zusammen“ fest und sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam diese für die gesamte Menschheit unerwartete Pandemie durchstehen werden. Wir möchten dem gesamten medizinischen Personal unseren tiefen Dank für ihre selbstlose Arbeit, ihre Hingabe für die Sache und die Liebe zu den Menschen aussprechen.

Igor Denisok, Koordinator der Sozialarbeit des Projektes SGN

Weihnachtskarussell – Weihnachtspyramide

Bereits seit einigen hundert Jahren ist die Weihnachtspyramide eines der Symbole des Festes in Deutschland. Vielstöckige Kompositionen schmücken die Weihnachtsmärkte und sie werden daheim aufgestellt.

Eine der Miniaturweihnachtspyramiden, die in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hergestellt wurde, ist heute ein Exponat des Museums der Geschichte der Deutschen im Gebiet Karaganda (Deutsches Zentrum, Regionalgesellschaft „Wiedergeburt“ Karaganda). Ihre Höhe beträgt 45cm. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben die Eigentümer sie zur Dekoration ihrer Wohnung in den Weihnachtstagen verwendet, und sie vor ihrer Abreise nach Deutschland dem Museum geschenkt.

„Weihnachtskarussell“, so nannten die Mitarbeiter des Museums diesen Gegenstand. Es ist eine dreistöckige Holzkonstruktion, die sich nach oben hin verjüngt. Im Inneren sind hölzerne Weihnachtsfiguren aufgestellt. Die Stufen sind an Stäben befestigt, die oben mit Flügeln abschließen. Einst drehte sich das Karussell von der Wärme brennender Kerzen…

Die Komposition erzeugte eine unvergleichliche Weihnachtsstimmung, da die gesamte Magie des Festes einen einfachen Kerzenständer in einen von Menschenhand geschaffenen „Baum“ aus Licht verwandeln konnte. Die größte Weihnachtspyramide wird in Dresden aufgestellt, in dieser Stadt gibt es auch ein Museum der Weihnachtspyramiden.

Julia Budanowa
KGU „Museum für Geschichte und Kultur des oberen Wolgagebietes Lisakowsk“
Kulturabteilung des Akimats des Gebietes Kostanaj
Stellvertretender Direktor für wissenschaftliche Arbeit
Stadt Lisakowsk, Gebiet Kostanaj

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