Debatte „Unsere tolle Stadt“

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Im Haus der Freundschaft der Stadt Semej fand eine Debatte statt, an der die Jugendvertreter der ethnokulturellen Zentren teilnahmen. Diese Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes „Regenbogen der Toleranz“ statt und war dem 30. Jubiläum der Unabhängigkeit der Republik Kasachstan gewidmet.

Die Debatte ist eine Form der Auseinandersetzung, die das Vorhandensein gegensätzlicher Meinungen und begründeter Argumente sowie die Fähigkeit voraussetzt, seine Gedanken korrekt zu vermitteln, ohne dabei beleidigend zu wirken oder andere Teilnehmer zu beschimpfen. Nachdem sie sich mit den Regeln vertraut gemacht und sich in zwei Teams aufgeteilt hatten, stand den Teilnehmern bevor, per Los herauszufinden, welche Position sie verteidigen würden. Das Team „Stadt“ musste darlegen, warum Semej eine tolle Stadt sein, und das Team „Wahrheit“ das Gegenteil beweisen. Einem Jury-Team stand es zu, den Ablauf des intellektuellen Streits zu bewerten. Im Jury-Team befanden sich Nadezhda Scharopa, Direktorin des städtischen Hauses der Freundschaft, Makat Schapiew, professioneller Mediator und Leiter der Zweigstelle Ostkasachstan des internationalen Menschenrechtszentrums, und Swetlana Kirdjaschkina, Leiterin des „Seniorenklubs“ und des „Nordic-Walking-Clubs“ der Gesellschaftlichen Vereinigung der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Semej. Sie analysierten die Teamarbeit und die Antworten der Teilnehmer anhand solcher Kriterien wie inhaltliche Leistung des Redebeitrags, Argumentationsfähigkeit usw.

In ihren Antworten betonten die Jugendlichen, dass Semej die Heimat weltberühmter Schriftsteller ist (A. Kunanbajew, Sch. Kudajberdiew, M. Auezow), dass in der Stadt mehr als 130 Nationalitäten in Frieden und Eintracht leben und dass es diverse Museen gibt: Das Abai-Museum, das Dostojewskij-Museum und das Museum der Familie Newzorow. Zu den kontroversen Fragen, die im Laufe der Diskussion aufkamen, gaben die Mitglieder der Jury kompetente Erläuterungen.

Im Endergebnis gewann das Team „Stadt“ mit leichtem Vorsprung.

Warwara Schewtschenko, Mitglied des Klubs der deutschen Jugend „Glück“: „Ich habe zum ersten Mal an einer Debatte teilgenommen, und ich war in dem Team, welches die negative Position verteidigte. Um ehrlich zu sein, das war nicht leicht, aber es hat mir sehr gut gefallen. Es war interessant und informativ, ich konnte neue Fakten über unsere Stadt kennenlernen, zum Beispiel, dass es Exkursionen gibt, um die Stadt, die Denkmäler, bedeutende Orte und Gebäude kennenzulernen. Ich habe auch erfahren, dass es ein Obdachlosenheim für Menschen ohne ein festes Dach über ihrem Kopf gibt, wo sie mit aller notwendigen Hilfe versorgt werden“.

Die erste Debatte verlief interessant und spannend, und vor allem hat sich gezeigt, dass die jungen Menschen in der Lage sind, ihren Standpunkt zu vertreten und die Meinung anderer Menschen zu respektieren. 30 Jahre Unabhängigkeit unseres Landes, das ist nicht viel und gleichzeitig nicht wenig, es gibt Diverses, auf das man stolz sein kann und das man anstreben kann. Vor 30 Jahren haben insbesondere unsere Großmütter, Großväter und Eltern für das Wohl unseres Staates und unserer Städte gearbeitet. Nun ist es vor allem die Aufgabe unserer Jugend, würdige Bürger unseres Landes zu sein. Man muss sich daran erinnern und es verstehen, dass alles im Leben immer mit den Menschen selbst beginnt. Wenn wir offen für die Welt sind, dann wird sie für uns offen sein. Wenn wir uns tolerant und wohlwollend verhalten, so werden die Menschen um uns herum uns ebenso behandeln.

Marija Gorbatschjowa

Übersetzung: Philipp Dippl

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