Den Projektaktivitäten besondere Aufmerksamkeit schenken

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Am 27. März fand unter dem Vorsitz von Albert Rau die turnusmäßige Sitzung des Kuratoriums der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ statt. Auf der Tagesordnung stand die Steigerung der Effektivität in der Umsetzung des Programms zur Unterstützung ethnischer Deutscher, die bevorstehende gesamtnationale Konferenz und die Eröffnung des Deutsch-Kasachischen Zentrums in der Stadt Nur-Sultan.

Bei der Eröffnung der Sitzung stellte Albert Rau fest, dass in diesem Jahr die Mandate der derzeitigen Mitglieder des Kuratoriums endet. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, mit der Vorbereitung zur gesamtnationalen Konferenz der Deutschen Kasachstans zu beginnen, deren Durchführung in Absprache mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Deutschlands (BMI) zwischen dem 15. und dem 19. September 2021 geplant ist. Darüber hinaus finden im Rahmen der Konferenz eine Reihe wichtiger Veranstaltungen statt: die Eröffnung des Deutsch-Kasachischen Zentrums in der Hauptstadt und die Durchführung des Festivals „WIR SIND ZUSAMMEN 2021“.

Das Organisationskomitee zur Durchführung der Konferenz besteht aus Albert Rau, Robert Gerlitz, Ewgenij Bolgert, Dmitrij Redler und der Sekretärin Swetlana Schubina. Die Vertretung der Delegierten wurde in der Größenordnung von einer Person auf 1000 Bürger deutscher Nationalität, die im jeweiligen Kreis, bzw. der jeweiligen Stadt leben, festgelegt.

Die Arbeitsgruppe zur Organisation und Durchführung des XI. Festivals „WIR SIND ZUSAMMEN“, sowie der Eröffnung des Deutsch-Kasachischen Zentrums besteht aus Igor und Natalja Berg, Olga Litnewskaja, Ewgenija Kober, Olga Beder, Wera Filippowa, Irina Zoj, Natalja Kozlowa, Elena Gakel, Lilija Straub und Anastasija Rimmer.

Die Empfehlungen des BMI für strukturelle Veränderungen in der Projektarbeit wurden vom Mitglied des Kuratoriums Robert Gerlitz vorgestellt. Es wurde festgestellt, dass es trotz aller Erfolge der Selbstorganisation der Deutschen Kasachstans problematische Punkte in der Realisierung des Unterstützungsprogramms gibt: die Weigerung in einigen Regionen, die Projektarbeit umzusetzen und Beschwerden seitens junger Menschen sind beim BMI Anlass zur Sorge. Es wird empfohlen, der heranwachsenden Generation eine größere Unabhängigkeit zu verschaffen, insbesondere in der Annahme von Entscheidungen, bei der Suche nach Räumlichkeiten und deren Ausstattung in jeder Hinsicht behilflich zu sein. Ebenfalls schlägt der Förderer vor, an den Strukturen der Regionalgesellschaften (RG) Änderungen nach dem Beispiel des Exekutivbüros vorzunehmen. Ein ähnlicher Mechanismus wird bereits in den RG in Pawlodar und Taraz angewendet, während der Krise wurde er auch im Gebiet Nordkasachstan und wird jetzt in den Gebieten Uralsk und Balchasch eingeführt. Im Rahmen der Diskussion wurde beschlossen, die Empfehlungen des BMI zu berücksichtigen und den Übergang zu einem neuen Arbeitsmodell durch ein Projektbüro auf freiwilliger Basis fortzusetzen. Die Vorsitzende des Verbandes der deutschen Jugend Kasachstan und Mitglied des Kuratoriums Marija Borisewitsch wurde damit beauftragt, das Thema der Umsetzung eines Aktionsplans des Entwicklungsprogramms der Jugendarbeit auszuarbeiten.

Modernisierung der Projektarbeit

Grundlegende Änderungen betreffen das Projekt „Schulen der fakultativen Zusatzausbildung“. Wie Aleksandr Gibner, Vorsitzender der Gesellschaft Zhambyl, anmerkte, war die Idee zunächst vielversprechend, bewährte sich aber schließlich nicht:

– Das Projekt richtet sich hauptsächlich an Absolventen zur tieferen Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Nach den tatsächlichen Daten beträgt ihre Zahl allerdings nicht mehr als 9%. Der Hauptanteil entfällt auf Schüler der Klassen 8, 9 und 10. Daher ist es ziemlich schwierig, einen individuellen Ansatz in einer solchen Gruppe zu finden, die sich in Alter und Ausbildungsniveau so sehr unterscheidet. Gemäß der Projektstrategie sollen die Absolventen eine Förderung vom Staat oder von der Bildungseinrichtung erhalten. In letzter Zeit hat aber auch dieses Format seine Effektivität verloren, seine internen Indikatoren werden nicht erreicht. So betrug im Jahr 2020 die Erfolgsquote beim Bestehen der Abschlussprüfungen 81% und die Teilnahme an intellektuellen Schulolympiaden 2%. Systematische Schwierigkeiten ergeben sich bei der Anwerbung einer ausreichenden Anzahl an Schülern deutscher Nationalität. Daher weigern sich eine Reihe an Gesellschaften, dieses Projekt zu realisieren. Derzeit wird das Projekt lediglich in drei der sieben deklarierten Schulen umgesetzt.

Als Ergebnis der Diskussion beschloss das Kuratorium, nach dem Schulabschluss der ausgewählten Gruppen, die Realisierung des Projekts „Schule für fakultative Zusatzausbildung“ abzuschließen.

Die Analyse der Arbeit des Jahres 2020 und die Vorlage des Jahresberichts haben gezeigt, dass es Schwierigkeiten in der Realisierung des Programms zur Unterstützung der deutschen Bevölkerung gibt, und dies spiegelt sich in der Gesamteffizienz der Arbeit wider. Gleichzeitig sind die Konsolidierung der Deutschen und die Einbeziehung eines Großteils von ihnen in das gesellschaftliche Leben nach wie vor die Hauptaufgaben der Selbstorganisation. In diesem Zusammenhang wurde entschieden, Vertretungen der Gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ in den Städten Uralsk und Balchasch zu bilden, wo die Projektaktivitäten eingestellt wurden.

Im Allgemeinen wurde im Rahmen des Treffens eine Reihe wichtiger Entscheidungen getroffen, die erforderlich wurden, um die Effizienz sowohl der Realisierung des Unterstützungsprogramms, als auch der Aktivitäten der gesamten Selbstorganisation zu steigern.

Material vorbereitet von Olesja Klimenko

Übersetzung: Philipp Dippl

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