Der Herbst schlenderte durch Aktau

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Schülerinnen und Schüler aus Aktau lernten deutsche Herbstfeste kennen.

Der Marathon der Herbstfeste, die von den Aktivisten der deutschen Gemeinschaft „Wiedergeburt“ im Mangistau organisiert wurden, ist zu Ende gegangen.

„Die Herbst- und Winterzeit ist eine traditionelle Zeit für zahlreiche Veranstaltungen und Feste. Es ist eine großartige Gelegenheit, den Einwohnern und Besuchern der Stadt die deutsche Festtagskultur näher zu bringen“, so Luisa Eskerhanowa, Vorsitzende des Vereins.

Alles begann mit dem Oktoberfest. Das Geheimnis der Beliebtheit dieses Feiertags in Deutschland ist einfach – nicht nur Schaumgetränke und Würstchen heben die Stimmung, sondern auch eine Vielzahl von Aufgaben, Scherzaufgaben und Spaß.

„Unser Festival ist eine Möglichkeit, den Horizont dieses wunderbaren Festes zu erweitern. Die meisten Menschen denken beim Oktoberfest eher an Bier, aber historisch gesehen war es der Tag der Hochzeit zwischen dem zukünftigen König Ludwig und Prinzessin Therese. Es gab tolle Rennen, Pferde- und Stiervorführungen, Karussells und Jahrmärkte… Und etwas später kam das Bierfest dazu“, erklärt Luisa.

Die Stadt Aktau kennt das Fest, aber es ist das erste Mal, dass es in dieser Form gefeiert wird. Neben verschiedenen historischen Fakten (von denen viele für die Anwesenden wirklich überraschend waren) erzählten einige der Festteilnehmer Geschichten aus ihrem eigenen Leben, nämlich von einem Besuch auf dem Oktoberfest in Bayern. Man musste aufmerksam zuhören, da später ein Quiz veranstaltet wurde. Für die richtigen Antworten gab es spezielle Spielsteine.

Der Herbstmarathon wurde mit einem Erntefest fortgesetzt. Zunächst eine traditionelle Veranstaltung für Kursteilnehmer und Kinder, die die Clubs des Deutschzentrums besuchen. Und dann…

„Wir wollten, dass so viele Menschen wie möglich vom Erntedankfest erfahren. Wir haben uns für ein Experiment entschieden: Wir sind in Schulen gegangen und haben Klassen mit ethnisch-deutschen Schülern gewählt. In 45 Minuten haben wir versucht zu erzählen und zu zeigen, wie wichtig das Erntedankfest für Deutsche und Russlanddeutsche ist“, sagt Luisa Eskerhanowa.

Innerhalb von wenigen Wochen besuchten die Mitarbeiter der „Wiedergeburt“ drei Schulen. Die Zweitklässler der Schule Nummer 1 hörten sich gerne die Geschichte der Erntedankfeiern an. Anastasia Penner, Leiterin des Basteln-Clubs, gab einen Meisterkurs in der Herstellung von Grußkarten, und Luisa Eskerkhanowa führte die jüngeren Schüler in die deutsche Sprache ein. Aber am meisten freuten sich die Kinder auf „Der Herbst“.

„In Deutschland ist der Herbst, wie auch die anderen Jahreszeiten, männlich. So hatten wir Aslan Eskerhanow in der Rolle als „Der Herbst“. Er las ein paar Gedichte vor und half den Kindern beim Basteln. Um es vorweg zu nehmen, ich würde sagen, dass er zum Liebling der „Figuren“ wurde – Schulkinder machten immer wieder Fotos mit ihm und fragten, wie dieses oder jenes Wort auf Deutsch heißt“, sagt Rusalina Martyn, Projektleiterin der „Wiedergeburt“.

Dina Martyn, die Tochter von Rusalina, geht in die zweite Klasse. Sie besucht das deutsche Zentrum nun schon seit einem Jahr. Die Liebhaberin der deutschen Kultur besucht gerne den Tanzkurs und den Bastelkurs.

„Das Erntedankfest war ein Erfolg“, sagt Dina mit einem Lächeln. „Leider haben wir keine eigene Datscha, aber wir gehen zu Freunden außerhalb der Stadt. Dort wiederhole ich Wörter auf Deutsch – Gemüse, Obst, einfache Wörter… Das macht es für mich einfacher, sie mir zu merken.“

Der St. Martinstag bildete den Abschluss der Reihe der Herbstfeste.

„Wir haben hier nichts Großes gemacht“, gab Luisa Eskerhanowa ehrlich zu. „Im deutschen Zentrum gab es eine Suche, bei der die Kinder die Besonderheiten des Martinstags kennen lernten. Es gab auch Zeichenunterricht. Im Großen und Ganzen haben wir alles geschafft, was wir uns für den Herbst vorgenommen hatten. Die Winterferien stehen vor der Tür, und das bedeutet, dass die Einwohner und Gäste von Aktau ein Meer von Informationen und unvergesslichen Eindrücken von den Aktivisten unserer deutschen Gemeinschaft erwarten!“

Konstantin Sergeew

Übersetzung: Annabel Rosin

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