Der Tag der Erinnerung an die Opfer der politischen Repressionen

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Im Haus der Freundschaft Karaganda fand der runde Tisch „Erinnerung im Namen der Zukunft“ statt, an dem die aktiven Mitglieder der ethnokulturellen Vereinigungen, Historiker, Museumsmitarbeiter, Vertreter des wissenschaftlichen Expertenrates und Archivleiter teilnahmen.

Nadezhda Frizen

Der Tag der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen in Kasachstan wird seit 1997 jedes Jahr begangen. Es ist ein Tribut an die Menschen, die in den Jahren des Stalinschen Totalitarismus unschuldig ihr Leben verloren haben. Und das multinationale kasachstanische Volk bewahrt behutsam dieses Andenken und gibt es an die zukünftigen Generationen weiter.

In diesen schweren Jahren hat sich die kasachische Erde in ein riesiges Lager verwandelt, in welches alle dem Regime unerwünschten Menschen gesendet wurden. Insgesamt wurden mehr als fünf Millionen Menschen geschickt, unter ihnen sind alleine mehr als 800.000 Deutsche.

Auf dem Treffen haben die Vertreter der jungen Generation mit großem Interesse den Erzählungen der Menschen gelauscht, deren Verwandte die Folterkammern des KARLAG durchlaufen haben, sieh haben auch historische Materialien kennengelernt. Dies wird zweifellos Einfluss auf die Formung ihrer Weltanschauung und ihrer patriotischen Gefühle haben. Zum Ende der Sitzung haben alle Teilnehmer die Gedenkstätte der Opfer politischer Repressionen und das Museum in dem Dorf Dolinka besucht.

Durch den Akim von Karaganda wurde ein Ausflug zum Spasskij Gedenkkomplex organisiert, wo sich in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges das Speziallager Nr. 99 befand. Hier befanden sich mehr als 70.000 ausländische Kriegsgefangene, wovon 28 Erinnerungsmarken erzählen, die von verschiedenen Staaten aufgestellt wurden. Jedes Jahr kommen Nachfahren von Verfolgten, Repräsentanten diplomatischer Missionen und Geistliche hier her.

Der Akim des Gebietes Karaganda Erlan Kaschanow merkte bei der Eröffnung des Gedenktreffens an: „Die Tragödie berührt jeden, der sich hier befindet, und wir haben nicht das Recht, die zu vergessen. Die Opfer dieser fürchterlichen Zeit waren renommierte Persönlichkeiten Kasachstans, unter denen sich auch unser Landsmann Saken Sejfullin befand, der in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden wäre. Ewiges Gedenken dem Poeten und all derer der Epoche der Ungerechtigkeit und der politischen Willkür“.

Ubersetzung: Philipp Dippl

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