Deutsch im Herzen

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ie Gewinner des nationalen Wettbewerbs „Deutsch im Herzen“, der von der öffentlichen Stiftung des kasachischen Verbandes der Deutschen „Wiedergeburt“ organisiert wurde, wurden in Astana feierlich ausgezeichnet.

PREIS: EINE REISE

Hervorzuheben ist, dass 59 Teilnehmer aus ganz Kasachstan und sogar aus Russland an dem Wettbewerb teilnahmen, die die Sprache Goethes und Schillers nicht nur liebten, sondern verehrten; dies verlieh dem Wettbewerb einen internationalen Status. Doch nicht alle hatten so viel Glück. Nur die besten Einsendungen wurden von einer anspruchsvollen Jury ausgewählt. Der Preis war eine Gelegenheit, die Hauptstadt Kasachstans zu besuchen, wo einzigartige Meisterkurse, Exkursionen und Workshops auf sie warteten, um noch tiefer in die Atmosphäre der charmanten, deutschen Sprache einzutauchen.

Die Gewinner trafen sich im Kasachisch-Deutschen Zentrum. Die Koordinatorin der Spracharbeit und Projektleiterin Julia Galler führte für sie die kleine Exkursion durch, erzählte über die Tätigkeit der Stiftung und Gesellschaft. Sie betonte, dass anlässlich des 30-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen der Republik Kasachstan und der Bundesrepublik Deutschland jährliche Wettbewerbe wie „Deutsch im Herzen“ eine besondere Rolle spielen, um deutsche Traditionen, Bräuche, Kultur und natürlich die Sprache zu popularisieren.

IM KREIS DER FREUNDE

Gemeinsame Interessen, insbesondere die Liebe zur deutschen Sprache, brachten Menschen unterschiedlichen Alters, Berufs und Nationalität zusammen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten fest, dass sie ihre ganze Kraft, ihr Wissen und ihren Einsatz in den Wettbewerb gesteckt haben. Und auch zur Wiedergeburt-Gesellschaft hatte jeder seinen eigenen Weg. Bei der Präsentation der Wettbewerbsarbeiten wurden die ungewöhnlichen Ideen der Gewinner vorgestellt.

Die Gewinnerin des ersten Platzes in der Kategorie „Essay“, Deutschlehrerin Ekaterina Abdullina aus Aktobe, spielte ein interaktives Spiel, präsentierte einen Aufsatz darüber, was sie in einem Interview mit dem Schöpfer ungewöhnlicher Puppen aus Deutschland fragen würde, und schrieb Gedichte. Der zweite Platz ging an den Autor dieser Zeilen und Aleksandr Mikhailin mit einem analytischen Artikel über 30 Jahre der kasachisch-deutschen Beziehungen. Es ist schön, einem starken Gegner zu unterliegen! Auf der dritten Stufe des Podiums stand eine ganze Reihe von talentierten Finalistinnen: Nadezhda Khalsowa (Kokschetau), Xenia Fenjuk (Region Ostkasachstan) und Zhuldyz Dospolaewa (Astana).

Artjom Kunkel und Darja Gard (Altai-Gebiet, Russische Föderation) und Alina Silujanowa (Taraz) waren die Besten in der Kategorie Familie.

Unter den jungen Leuten stachen Susanna Mitsikh (Ust-Kamenogorsk), die nach einer Reise nach Deutschland eine groß angelegte Studie über die Jugend beider Länder durchgeführt hat, sowie die Studentinnen Anel Kunaschi (Semej) und Maria Awsjankina (Kokschetau) hervor. Die Mädchen verglichen die Generationen von Kasachstan und Deutschland, zogen Parallelen und lösten Diskussionen aus.

Ein großes Lob gab es für die Gruppenarbeit unter der Leitung von Dametken Tasbulatowa aus Balchasch, in welcher Artjom Nowikow, Polina Derid, Daria Milbrant und Eduard Gorn in einer originellen Präsentation über die deutsche Jugend sprachen.

Larisa Tlgenowa aus Aktobe war im Videowettbewerb unschlagbar. Der zweite Platz ging an das Duo Tatjana und Marie Serikow aus Ust-Kamenogorsk, die ein beeindruckendes Video über die Stricktradition ihrer Familie erstellt haben.

Laut Meinung der Jury war es schwieriger, die Arbeiten der Kinder zu bewerten, weil sie sich so viel Mühe gaben! Dennoch gewann Taisija Sosedka von VKO die Goldmedaille, Tais Petrowa gewann Silber und Mark Kolesnik, beide aus Petropawlowsk, und Sofia Saifulina aus Astana holte Bronze. Sophias Auftritt war übrigens einer der besten, denn das Mädchen erklärte ihre Illustration des Märchens der Gebrüder Grimm in reinstem Deutsch. Sofia trug auch ein großes Gedicht auswendig vor, dessen Hauptfiguren Hänsel und Gretel waren.

Die Gewinnerin in der Kategorie für deutsche Lehrkräfte war Anna Denisenko aus Petropawlowsk, die ihren Unterricht über virtuelle Museen vorstellte.

Und die beste künstlerische Umsetzung des Schwanks hat der Autor dieser Zeilen zusammen mit Alexander Mikhaylin vorgenommen, indem er ihn als Animationsfilm mit einzigartigen Charakterzeichnungen präsentiert.

Der zweite Platz ging an Aleksandra Salewskaja aus dem Gebeit Ostkasachstan (Schwank über Prüfungen), der dritte Platz an Egor Karabelnikow aus Petropawlowsk (Schwank über Klaus den Dicken).

WORKSHOPS

Den Teilnehmern wurde ein spannender Unterricht geboten, in dem sie ihre Kenntnisse der deutschen Sprache und Traditionen unter Beweis stellen und ihren Bildungsstand verbessern konnten.

Ein denkwürdiger Kurs war der Ethno-Videokurs „Ethnokulturelle Identifizierung durch Sprache“ unter der Leitung von Maruf Frosch (Deutschland) und Olga Beder (Semej), die darüber sprachen, wie man mit Hilfe moderner Technologie das Wissen über einheimische Traditionen erhalten und vertiefen kann. Intellektuelle Spiele, Brainstorming und teambildende Aktivitäten festigten die Teilnehmer, die nicht nur ihren Einfallsreichtum und ihre Gelehrsamkeit, sondern auch ihren Teamgeist unter Beweis stellten.

Sie machten die Gewinner auch mit unbekannten Seiten der Geschichte unserer Hauptstadt bekannt, indem sie eine Exkursion „Deutsche Astanas“ durchführten, in deren Rahmen sie auch die evangelisch-lutherische Kirche besuchten.

Das Programm wurde mit einem musikalischen Abend abgeschlossen, bei dem den Finalisten Urkunden und Souvenirs überreicht wurden.

Zweifelsohne sind solche Veranstaltungen ein echtes Fest der Freundschaft, der Kommunikation und der Sprachpraxis. Vielen Dank an alle, die sich an diesem Zauber beteiligt haben!

Elena Paschke

Übersetzung: Annabel Rosin

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