Die gesamtnationale Konferenz der Deutschen Kasachstans – ein bedeutendes Ereignis im Leben der Ethnie

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Die neue Zusammensetzung des Aufsichtsrates der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ wird von Ewgenij Bolgert geleitet.

Delegierte aus der gesamten Republik nahmen an der gesamtnationalen Konferenz teil, die am 20. November in Nur-Sultan stattfand, und erfuhren auch mehr auf einer Fotoausstellung, die der Geschichte und dem Werdegang der Ethnie gewidmet war. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“.

Nach vier Jahren sprachen die Deutschen Kasachstans über das Erreichte der Selbstorganisation, sie wählten eine neue Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaftlichen Stiftung „Wiedergeburt“ und skizzierten auch die Perspektiven für die weitere Zeit der kollegialen Führung. An diesem für die Ethnie bedeutenden Ereignis nahmen der stellvertretende Vorsitzende der Versammlung des Volkes Kasachstans Marat Azilchanow sowie die Botschafterin Deutschlands in Kasachstan Monika Iwersen teil.

Отчет по деятельности ОФ „Возрождение“ 2017-2021 гг.

Die Ergebnisse der Aktivitäten des Berichtszeitraums zusammenfassend, gab der Vorsitzende des Aufsichtsrats Albert Rau die wesentlichen Ziele der Organisation bekannt. So waren die wesentlichen Ansätze der Stiftung die Reformierung der Selbstorganisation, die Konsolidierung der deutschen Bevölkerung der Republik und die Modernisierung aller Aktivitäten der „Wiedergeburt“.

– Im Jahr 2017 fand ein für alle Deutschen bedeutendes Ereignis statt – die Gesamtnationale Konferenz der Deutschen Kasachstans, und heute müssen wir den weiteren Weg unserer Entwicklung festlegen. Wir bedanken uns besonders bei dem deutschen Ministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie der Stiftung des Ersten Präsidenten für die einmalige Gelegenheit, die Konferenz in den Mauern des Museums des Ersten Präsidenten Nursultan Nasarbajew abhalten zu können. Von den ersten Tagen der Versammlung des Volkes Kasachstans an ist die Selbstorganisation ein aktives Mitglied, deshalb ist es symbolisch, dass die heutige Konferenz im Museum des Elbasy stattfindet, – merkte Albert Rau an. – Als Vorsitzender des Aufsichtsrats kann ich mit Zuversicht sagen, dass alle Beschlüsse der Delegiertenkonferenz des Jahres 2017 umgesetzt wurden.

Und in der Tat kann der Aufsichtsrat stolz sein. Die Ziele des Programms, die im Jahr 2017 von den Delegierte geäußert wurden, nämlich der Bau einer soliden Brücke zwischen Kasachstan und Deutschland, die Arbeit im Interesse der Ethnie, sowie die Sicherstellung einer nachhaltigen Entwicklung im Bereich der Bewahrung der nationalen Identität, der Muttersprache und der Kultur werden erfolgreich verwirklicht.

In de Hauptstadt eröffnete das Kasachisch-Deutsche Zentrum, worauf sich die Deutschen der Republik viele Jahre lang freuten; die Partnerschaft zwischen den Regierungen beider Länder entwickelt sich erfolgreich, sowohl im Rahmen der Versammlung des Volkes Kasachstans, als auch im Unterstützungsprogramm der deutschen Ethnie, welches gemeinsam mit dem Ministerium des Innern, für Bau und Heimat Deutschlands umgesetzt wird, und an die Schulen der Republik ist die deutsche Sprache zurückgekehrt. Aber das Wichtigste ist – es wurde das Programm zur Entwicklung der deutschen Ethnie erarbeitet, welches alle Bereiche ihrer Aktivitäten umfasst. Das Dokument wurde unter Beteiligung prominenter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wissenschaft erstellt und durchlief einen Diskussionsprozess mit den Landsleuten. Die etappenweise Realisierung dieses Programms wird die nachhaltige Entwicklung der Ethnie in naher Zukunft sicherstellen.

Bei der Begrüßung der Teilnehmer der Gesamtnationalen Konferenz merkte Marat Azilchanow, stellvertretender Vorsitzender der Versammlung des Volkes Kasachstans, an, dass die Unabhängigkeit unseres Landes die Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit in den Beziehungen mit den Deutschen Kasachstans und ihre Wiedervereinigung mit dem Land ihres historischen Auftretens ermöglicht hat. Möglich wurde dies dank des Ersten Präsidenten – dem Elbasy Nursultan Nasarbajew, der diesen Prozess nicht zur eingeleitet, sondern auch große Anstrengungen unternommen hat, damit die Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland zu einem Beispiel für die Beziehungen zwischen Ost und West in der modernen Welt werden können.

– Für mich ist das heutige Treffen eine Gelegenheit, die Uhren zu synchronisieren, das Erreichte hervorzuheben und unsere gemeinsamen Pläne für die Zukunft zu skizzieren, – betonte Marat Almasowitsch.

Abschließend rief der Vorsitzende der Versammlung des Volkes Kasachstans die Selbstorganisation der Deutschen und die Regionalgesellschaften „Wiedergeburt“ dazu auf, sich aktiv an der Umsetzung der Aufgaben zu beteiligen, die auf der erweiterten Sitzung der Versammlung des Volkes Kasachstans geäußert wurden – insbesondere die Schaffung von Volksprojekten, auch unter ausländischer Beteiligung und Technologietransfer.

Ihrerseits hob die Botschafterin der BRD in der Republik Kasachstan Monika Iversen die Gastfreundschaft, mit der die Deutschen auf der kasachischen Erde aufgenommen wurden, sowie den Beitrag, den sie zur Schaffung Kasachstans geleistet haben und noch immer leisten, hervor.

– Ich bekleide erst seit drei Monaten das Amt der Botschafterin in Kasachstan, ich habe mich natürlich vorher etwas mit der Region vertraut gemacht. Ich war bereits in der Stadt Aktau und werde auf jeden Fall weitere Städte besuchen, um zu sehen, welche Chancen es für die gemeinsame Zusammenarbeit gibt. Im Kasachisch-Deutschen Zentrum habe ich eine Landkarte gesehen, auf der verzeichnet war, wo sich die Repräsentanzen der Selbstorganisationen befinden, und so fallen sowohl die Geografie, als auch die Vielfältigkeit ihrer Arbeit auf. Die Deutschen der Republik sind ein aktiver Teil des kulturellen und gesellschaftspolitischen Leben des Landes, sie bewahren erfolgreich die Balance zwischen Integration und nationaler Identität. Im nächsten Jahr wird das 30-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland gefeiert und wir sind bereit für eine fruchtbare Zusammenarbeit“, fasste die Botschafterin ihre Rede zusammen.

Entscheidung für die Zukunft

Für den neuen Aufsichtsrat haben 14 Personen ihre Kandidatur eingereicht, von denen viele von den Regionalgesellschaften der Deutschen „Wiedergeburt“ gewählt wurden, aber es gab auch unabhängige Kandidaten, plus einen Kandidaten, der während des Präsentationsprozesses zur Abstimmung aufgestellt wurde. Sie alle sind erfolgreiche Vertreter ihrer Volksgruppe aus unterschiedlichen Betätigungsfeldern, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Erfahrung zum Wohle der Ethnie und des Landes einzusetzen. Jeder von ihnen gab in seinem Wahlprogramm eine bestimmte Ausrichtung an, in der er seine Fähigkeiten als am gefragtesten ansieht – Jugend, deutsche Sprache, Medien oder Kultur.

In den neuen Aufsichtsrat wurden 13 Personen gewählt. Das sind Marina Angaldt, Olga Beder, Elena Belik, Aleksandr Bichert, Ewgenij Bolgert, Irina Wakengut, Wiktor Dejmund, Michail Zejfert, Ewgenij Kintsel, Igor Niderer, Kristina Samosledowa, Dmitrij Frank und Olga Kikolenko. Und zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurde einstimmig Ewgenij Bolgert gewählt.

Nach den Worten des neuen Vorsitzenden ist es wichtig, das zu bewahren, was in den vergangenen vier Jahren erreicht wurde: „Das Wort Kontinuität ist nicht nur innerhalb unserer Ethnie wichtig, sondern in der Republik insgesamt. Deshalb folgen wird diesem und setzen ein Maximum an Kraft, Wissen und Energie daran, alle genannten Ziele zu erreichen“.

Die Avantgarde der Deutschen Kasachstans

Die Gesamtnationale Konferenz endete mit der feierlichen Preisverleihung der Gewinner des Wettbewerbs „Avantgarde der Deutschen Kasachstans“. Durch elektronische Abstimmung wurde in der Kategorie „Herausragende Persönlichkeiten, die bereits verstorben sind“ der bekannte kasachstanische Publizist und Übersetzer Gerold Belger ausgezeichnet; In der Nominierung „Gesellschaftliche Aktivität“ gewann die prominente gesellschaftliche und politische Persönlichkeit und Abgeordnete der Mazhilis des Parlaments der Republik Kasachstan Albert Rau; in der Kategorie „Wissenschaft“ – der Wissenschaftler von Weltruf, Archäologe Wiktor Zajbert; in der Kategorie „Kunst“ – die verdiente Persönlichkeit der Republik Kasachstan Elena Ezau und die Chefregisseurin des Deutschen Dramatischen Theaters Natascha Dubs; in der Kategorie „Sport“ – die Sportmeisterin der internationalen Klasse im Schwimmen Ekaterina Rudenko (Wyschegorodtsewa); in der Kategorie „Mäzenatentum“ der Unternehmer und Wohltäter Aleksej Ajrich. Wir gratulieren den Gewinnern zu der verdienten Auszeichnung!

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Im Allgemeinen demonstrierte die vergangene Konferenz die Einheit der Ziele und Aufgaben sowohl innerhalb der Selbstorganisation, als auch auf gesamtnationaler Ebene. Die Deutschen der Republik haben sich zu den allgemeinen kasachischen Prinzipien des Friedens und der interethnischen Eintracht bekannt, und ebenso ihre Bereitschaft bewiesen, zum Wohlstand und zur Entwicklung unseres gemeinsamen Mutterlandes – der Republik Kasachstan – beizutragen.

Als Ergebnis der Konferenz wurde eine Resolution verabschiedet, die als Grundlage für die Konsolidierung der Ethnie, die Einbeziehung einer größeren Anzahl von Deutschen in das gesellschaftliche Leben, sowie die Stärkung des Kasachisch-Deutschen Zentrums als Dialogplattform zwischen den Landsleuten und den Regierungen beider Länder gilt.

Olesja Klimenko

Übersetzung: Philipp Dippl

Fotobericht

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