Ein edler Mensch mit dunklem Schicksal

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Die Gesellschaft der Deutschen im Gebiet Dschambyl hat einen literarischen Empfang zu Ehren eines bedeutenden Ereignisses organisiert – Des 100. Geburtstags der berühmten Poetin Rosa Pflug.

Die Aktiven Mitglieder der deutschen Gesellschaft und die Mitglieder des Seniorenvereins, Jugendliche, Seminarteilnehmer, Schüler und Lehrer haben sich im Café „Elba“ in Taraz versammelt, um die Gedichte der Berühmten Poetin zu hören und vorzutragen.

Rosa Pflug wurde im Jahr 1919 in dem Dorf Antonowka im Gebiet Saratow geboren. Sie hat die Schule und das Technikum abgeschlossen, aber die Familie konnte von einem ruhigen Leben nur träumen. Vor Kriegsbeginn wurde der Vater verhaftet, im Herbst 1941 wurde die Mutter von Rosa nach Kasachstan deportiert, zusammen mit ihr 8 Kinderlein, unter ihnen auch die junge Lyrikerin. Einige Jahre ihres Lebens fern der Heimat hat sie als Dorflehrerin für Deutsch gearbeitet. Schon zu dieser Zeit veröffentlichten die Zeitungen „Neues Leben“ und „Freundschaft“ ihre Gedichte, Erzählungen und Novellen.

Die junge Frau, die in ihren Gedichten von der Schönheit des heimatlichen Kreises und der unerschütterlichen Liebe zum Leben sprach, die Einsamkeit und Schmerz schilderte, wusste zu dieser Zeit noch nicht, dass ihre Poesie eine bedeutende Spur in der Kultur der Deutschen Kasachstans hinterlassen würde. Im Jahr 1994 emigrierte die Dichterin in die historische Heimat und lebte für mehr als zwanzig Jahre in Berlin.

Im März 2016, am Vorabend der Ausgabe des Erlasses zum Tag der Dankbarkeit, starb Rosa Pflug. Andernfalls, so sind wir uns sicher, hätte ihre Feder dem Volk Kasachstans noch zahlreiche wundervolle Werke gewidmet.

Polina Tscherepowskaja

Übersetzung: Philipp Dippl

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