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Die Aktivisten der deutschen ethnokulturellen Vereinigung „Quelle“ im Kreis Altaj, Gebiet Ostkasachstan, haben an der Restaurierung eines historischen Denkmals in ihrem Heimatkreis teilgenommen.

Eine wichtige Rolle in dieser Angelegenheit spielten Wiktorija Dizer (Iwlewa), die seit mehr als zehn Jahren die deutsche ethnokulturelle Vereinigung „Quelle“ in der Stadt Altaj (ehemals Zyrjanowsk) leitet, sowie ihr Ehemann Aleksandr, der Aktivist Aleksej Migel und weitere Aktivisten, denen die Gesellschaft nicht gleichgültig ist und die die Heimatkunde lieben.

Wir erinnern daran, dass es im Kreis Altaj etwa 15 Denkmäler aus der Zeit des Bürgerkriegs gibt, und sie alle bedürfen einer Rekonstruktion. Und so hat der Leiter der Initiativgruppe „Patriot“ Anton Uschakow bereits im Jahr 2019 mit der Restaurierung verlassener Denkmäler begonnen. Das erste davon war ein Denkmal, welches im Staatsregister steht und Semjon Maleja gewidmet ist.

Nach Angaben der Aktivisten ist es in den kommenden Jahren geplant, alle Denkmäler in einen sachgemäßen Zustand zu bringen, gleichzeitig fotografische Dokumente „vorher und nachher“ zu erstellen, sowie bei staatlichen Institutionen zu beantragen, sie wieder in das Verzeichnis der historischen und kulturellen Denkmäler aufzunehmen.

– Wir, die Nachfahren, sollten uns daran erinnern, warum diese unschuldigen Menschen gestorben sind, – sagt Anton, – Was weiß ich über die Geschichte meines Kreises?Was kann ich meinen Kindern davon erzählen? Es ist, dass die Menschen ihre Leben nicht geschont, sondern für die Idee gegeben haben! Es ist unsere Pflicht, die Erinnerung zu bewahren.

Работы по восстановлению исторического памятника в городе Алтай активистами немецкого этнокультурного объединения

Wir wollen anmerken, dass im Juni dieses Jahres im Kreis Altaj im Maleewsker Landkreis die Enthüllung eines restaurierten Denkmals der Landsleute, die während der Errichtung der Sowjetmacht erschossen wurden, stattfand. Dank der fürsorglichen Bürger und der Spezialtechnik und Unterstützung eines Forstbetriebes gelang es, die Platten, die buchstäblich am Boden verstreut lagen, wieder herzustellen. Die Arbeiten begannen im Herbst letzten Jahres, und im Mai diesen Jahres fand die Fertigstellung und Verschönerung statt. Es war eine kolossale kollektive Anstrengung.

Die Vertreter der lokalen Verwaltung achteten auf die Einhaltung der Hygienestandards. Und so erinnerten die Organisatoren an die Opfer und legten Blumen und Kränze nieder.

– Dies ist ein Massengrab einfacher Menschen, die hier begraben wurden, womöglich befanden sich darunter Kommunarden, – sagt Anton, – Es wird der sogenannte Schischkin-Feldzug erwähnt, der durch Buchtarma verlief. An diesem Ort fanden nach den Erzählungen der Alteingesessenen Schlachten statt. Weiße Flecken der Geschichte – Erinnerungen sind die eine Seite, das Archiv ist die andere. Es gibt einige Ungereimtheiten. Die Familiennamen fanden wir in einer Urkunde aus dem Jahre 1960, auf deren Grundlage die Gedenktafel entstand.

Активисты немецкого этнокультурного объединения восстановили исторический памятникNach den Worten der örtlichen Anwohner, deren Vorfahren hier begraben sind, gibt es ohne die Vergangenheit keine Zukunft, wir dürfen die Lehren der Geschichte nicht vergessen, denn bevor dieses Denkmal gepflegt wurde, traf man sich hier.

Es sollte auch erwähnt werden, dass Wiktorija Iwlewa (Dizer) die einzige Frau ist, die bei der Restaurierung sowohl finanziell als auch physisch geholfen hat. Sie ist bekannt für ihre aktive bürgerliche Position und ihre lebhaften ehrenamtlichen Aktivitäten.

– Ich bin eine Person, die ihr Wort hält, – sagte Wikotija. – Bereits durch die Art meiner Aktivitäten bewahre ich die Traditionen, Bräuche und die Kultur meiner deutschen Herkunft. Allerdings liegt mir auch in dieser Geschichte alles nahe, denn meine Mutter ist eine der örtlichen Bewohner. Wir haben nicht das Recht, über die Geschichte zu urteilen. Es ist notwendig, die richtigen Lehren, die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Nur so kann eine Generation neuer Patrioten heranwachsen, die ihre Heimat kennen.

Elena Paschke

Übersetzung: Philipp Dippl

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