Heranführung an die deutsche Kultur durch das Erlernen der Sprache

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Im Rahmen des Programms zur Unterstützung der deutschen Ethnie der Republik gibt es in der Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ seit 1998 deutsche Sprachkurse und Konversationskreise für Erwachsene und Jugendliche, sowie Kindersprachkreise. Ihr Ziel ist die Bewahrung der deutschen Identität durch das Erlernen der Sprache, sowie die Formierung nationalen Selbstbewusstseins in der multikulturellen Gesellschaft Kasachstans.

Olga Litnewskaja, stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft, erzählt: „ Das Projekt wird in Pawlodar, Ekibastuz und Aksu, sowie in den Dörfern und Siedlungen der Region Pawlodar (Rosowka, Lugansk, Nowotschernojarka, Uspenka, Olgino, Terenkol, Scharbakty, Zheleznika) umgesetzt. Die Unterrichtsstunden werden von erfahrenem Lehrpersonal durchgeführt, welches sich regelmäßig in verschiedenen Kursen und Seminaren fortbildet.

Seit einigen Jahren arbeiten in Pawlodar und Uspenka Sprachlernkreise für Erwachsene, welche von Mitgliedern der Gesangsgruppen „Nette Frauen“ und „Weidchen“ besucht werden; im Jahr 2018 wurde die Arbeit der Sprachlernkreise für Senioren in der Stadt Ekibastuz wiederaufgenommen. Jetzt hat die alte Generation die Möglichkeit, ihre Muttersprache zu erlernen, und sich an Lieder, Gedichte und Bräuche ihres Volkes zu erinnern. Die Teilnehmer an den Kursen und Kreisen nehmen aktiv an der Durchführung von Kulturveranstaltungen der Gesellschaft „Wiedergeburt“ teil.

Traditionell werden die Feiertage Weihnachten, Ostern, das Festival der deutschen Kultur und Veranstaltungen zu Gedenkterminen begangen. Das Interesse an der Kultur und der Muttersprache, das Streben, sie zu beherrschen, lässt nicht nach Und das macht uns glücklich“.

Auch freut sich Olga Wladimirowna über die Tatsache, dass der heranwachsende Nachwuchs mit großem Willen die Sprache ihrer Vorfahren lernt. In vielen Gruppen der Kurse sind alt und jung gemischt, was zur Kontinuität der Generationen beiträgt, für die Jugendlichen sind die Erinnerungen und Erfahrungen der Älteren wichtig, und diese wiederum interessieren sich dafür, wie die Jugend lebt.

Nadezhda Stepanowa, Kuratorin der deutschen Sprachkurse für Erwachsene, teilt mit: „Die Unterrichtsstunden in den Kursen für Erwachsene erfolgen nach dem Lehrbuch „Hallo Nachbarn“ Neu“, welches auf einer interaktiven Lehrmethode basiert. Seit den Jahr 2017 sind viele Gruppen zu den authentischen Lehrbüchern „Menschen“ gewechselt, die Jugendgruppen arbeiten mit dem Lehrbuch „Ideen“. Im Fragebogen zum Abschluss des Kurses verweisen die Teilnehmer auf deren hohes Niveau, die Professionalität der Lehrkräfte, die interessanten Materialien und die Verwendung neuer Lehrbücher.“

Die Methodikerin der Kindersprachkreise Natalja Kolotowa greift auf: „Bei uns gibt es eine größere Auswahl: die Lehrbücher „Planetino“, „Tamburin“, „Spielerisch Deutschlernen“, „Planet“, oder „Beste Freunde“. Neue Bildungskomplexe wenden interaktive Tafeln an, was zu einem interessanteren Unterricht auf einem Höheren Niveau beiträgt.

Die Kursteilnehmer, die die Ausbildung auf der Stufe A2 beendet haben, können auf Wunsch zu dem Format der Kreise wechseln. Die Thematik ergibt sich aus dem Hauptziel des Projektes: die Bewahrung der deutschen Identität durch das Erlernen der Sprache und der Kultur und folgt der Nachfrage der Teilnehmer. Kinder bevorzugen es, die deutsche Sprache aktiv durch den Einsatz spielerischer Momente zu erleben, sie lernen mit großer Freude Gedichte und singen Lieder, studieren die Geschichte, die Traditionen und die Bräuche der deutschen Ethnie.

Die technische Ausstattung in Pawlodar und in den Dörfern des Gebietes erlaubt es, im Unterricht das Internet zu nutzen und authentisches Material einzusetzen“.

An den Sprachprojekten nehmen 25 Lehrkräfte teil, von denen viele eine große Erfahrung besitzen: bei Tamara Petrowna Petschjulis, Mejramgul Abaewna Ramazanowa, Larisa Nikolaewna Nowikowa, Ajman Muchidenowna Aubakirowa, Nadezhda Michajlowna Stepanowa, Elena Anatoljewna Starodubzewa, Tatjana Alekseewna Tkatsch, Marija Gennadjewna Sereda und Julja Wladimirowna Wajgandt sind dies mehr als zehn Jahre.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer an den Sprachkursen und die Mitglieder des Jugendklubs „Lenz“ bereits zum vierten Mal die allrussische öffentliche Kampagne „Tolles Diktat“ unterstützen. In diesem Jahr haben an ihr 213 Erwachsene und 70 Kinder aus Pawlodar, Ekibastuz, Aksu und den Dörfern des Gebietes Pawlodar teilgenommen, sieben von ihnen machten keinen einzigen Fehler.

Im Juli und August sind für die Aktivsten zweitägige Intensivkurse geplant, welche in Pawlodar, Ekibastuz, Aksu, sowie in den Dörfern des Gebietes Pawlodar, Rozowka, Lugansk und Nowothscernoarka stattfinden werden.

Ljudmila Bewz

 Übersetzung: Philipp Dippl

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