Mit dem Karneval wurde der Frühling Willkommen geheißen

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Die Aktivisten der deutschen Gesellschaften „Wiedergeburt“ in Aktobe und Aktau haben den Winter verabschiedet.

Fasching – das ist ein weites Meer des Lachens, der Freude und des Spaßes. In der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Aktobe wird dieser Feiertag immer mit großer Vorfreude erwartet, denn dies ist eine großartige Gelegenheit, um von ganzem Herzen Spaß zu haben. Und so hinterließ der Abschied vom Winter auch dieses Mal unvergessliche Eindrücke bei den Teilnehmern.

– Fasching ist ein Fest, der die Möglichkeit zur Fantasie erregt, wie lustig und interessant man vom Winter Abschied nehmen kann. Der Karneval oder die Fastnacht sind die europäischen Varianten des Winterausklangs, die ein nationales Kolorit und Traditionen widerspiegeln., – erzählte die Leiterin der Sonntagsschule Inna Woloschina. – Jedes Jahr verabschieden wir uns vom Winter und wählen Form und Inhalt je nach Alter und Interessen der Teilnehmer aus. Unser erster Karneval war ein Versuch, die europäischen Besonderheiten verschiedener Länder zu kombinieren. Bei uns gab es venezianische Masken, brasilianische Rhythmen, deutsche Lieder und Theaterspiele. Wir hatten verschiedene Optionen, als wir die Bräuche des deutschen Faschings und der russischen Maslenitsa studierten und ausprobierten. Wir haben alles nachgelesen und uns sofort Szenen ausgedacht, was an dem einen oder dem anderen Tag des Festes passieren könnte, wir haben aus Stroh Figuren gebastelt, die später verbrannt werden sollten. Wir haben virtuelle Kämpfe zwischen den Anhängern des Winters und des Frühlings veranstaltet, einen schwäbischen Karneval durchgeführt, ein Fest für Kinder und Erwachsene auf der Straße organisiert und an Sportspielen und Wettbewerben um die beste Maske oder das beste Kostüm teilgenommen.

Begonnen hat alles mit der Vorstellung der Helden des Karnevals, zudem wurde die Aktion von fetziger Musik untermalt. Anschließend spielten die Teilnehmer die Spiele „Sau und Stall“, „Karche, Ritter und Prinzesse“, und „Erinnere dich und benenne die Tiere“.

– Wir haben beschlossen, dass in diesem Jahr „Tiere und Vögel“ den Winter verabschieden und den Frühling Willkommen heißen werden. Gemeinsam mit den Aktivisten des Klubs der deutschen Jugend haben wir Lieder und Spiele zusammengestellt. An dem vorgesehenen Tag wurden die Eltern der Schüler der Sonntagsschule eingeladen und es kamen auch die Teilnehmer und Eltern der Zirkel der Werkstatt „Talent“, wo jetzt die Unterrichtsstunden stattfinden, zu dem lustigen Lärm. Mit Liedern und Spielen haben wir das im Unterricht erworbene Wissen wiederholt und aufgefrischt und dann den Winter verabschiedet – erzählte Inna Anatoljewna.

Für das Fest hat die neunjährige Milana Wolkowa ein Schmetterlingskostüm vorbereitet. Das Mädchen sang nicht nur, sondern führte auch einen wunderschönen Tanz auf:

– Ich gehe schon seit zwei Jahren in die Sonntagsschule der Gesellschaft „Wiedergeburt“. Dabei geht es nicht nur um das Erlernen der deutschen Sprache, der Traditionen und der Bräuche des deutschen Volkes, sondern auch um die Kommunikation. Wir verbringen eine wunderbare Zeit zusammen. Der Fasching war eine Art Energieschub – jeder Teilnehmer schenkte dem anderen ein Lächeln und positive Emotionen.

Alles streng nach den Traditionen

Der Fasching in Aktau fand in einem etwas ungewöhnlichen Format statt. Zum ersten Mal ging die Karnevalsfeier über die Mauern des deutschen Zentrums und der Versammlung des Volkes Kasachstans hinaus.

– Je mehr die Menschen über uns, über die Deutschen des Gebietes Mangistau, erfahren, desto besser. Deshalb haben wir versucht, das Fest in Zusammenarbeit mit einem privaten Café zu organisieren. – so entschied es die Koordinatorin des Netzwerkes der Begegnungszentren der Gesellschaft „Wiedergeburt“ Darja Maschinskaja.

Am festgelegten Tag waren alle, die zum Fasching kamen, von der Innendekoration begeistert: Das gesamte Territorium der Räumlichkeiten war thematisch mit Fotos und Sprüchen geschmückt, es gab einen kleinen Jahrmarkt, auf dem man nationale deutsche Speisen probieren konnte, örtliche Handwerkerinnen präsentierten ihr Kunsthandwerk.

Der Karneval wurde durch eine Instrumentalaufführung eröffnet. Junge Aktivisten der Gesellschaft – Adam Eskerchanow und Kirill Bejdenbach – haben auf ihren Gitarren mehrere lustige deutsche Kompositionen gespielt. Sobald die letzten Akkorde verklungen waren, haben die Gastgeber der Veranstaltung versucht, die Anwesenden in die Atmosphäre des Karnevals hineinzuziehen, indem sie die Bräuche und Traditionen dieses Festes erzählten und zeigten. Es gab auch abgeschnittene Krawattenspitzen, es gab Männer, die sich als Frauen verkleideten, und es gab auch einen tänzerischen Flashmob, als der Hausmeister Butch (Ilja Maschinskij) als erster die Dame, die ihm gefiel, zum Tanzen einlud.

– Es war wirklich sehr interessant, die Gäste zu beobachten. Es war zu sehen, dass alle für die Emotionen gekommen sind. Und am Ende sind alle glücklich nach Hause gegangen. Ich war auch für die musikalische Umrahmung zuständig – es ertönten zum größten Teil Faschingslieder. Im deutschen Zentrum bin ich schon lange, jetzt helfe ich meiner Schwester bei der Organisation von Veranstaltungen. Aber eher als Freiwilliger, – erklärt Ilja.

Viel neues über sich selbst hat auch Elena Laptewa, Mitglied des Verbandes der Frauen Kasachstans. Zusammen mit ihren Enkelinnen spürte sie die festliche Atmosphäre:

– Ich habe einen Schwiegersohn, Dmitrij Kriger. Wie sich herausstellt, werden wir durch ihn zu einem Teil der deutschen Kultur. Ich war überrascht von der Vielfalt der Karnevalstraditionen – es war unglaublich schön und strahlend. Und ich hatte auch das Gefühl, dass wir alle eine große und freundschaftliche Familie sind. In unserer nicht gerade einfachen Zeit ist das etwas sehr wertvolles. Ich bedanke mich bei den Organisatoren hierfür!

Der Fasching ist vorbei, aber die Emotionen, die alle Beteiligten erlangt haben, werden sie noch lange begeistern. Wie die Teilnehmer des Festivals einräumten, ist es für alle Deutschen Kasachstans besonders wichtig, sich an die eigenen Wurzeln zu erinnern, die Traditionen zu kennen und die Kultur nicht zu vergessen.

Vorbereitet von Dmitrij Schinkarenko

Übersetzung: Philipp Dippl

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