Wie der „Schlaue Fuchs“ auf die „Zwiebel“ traf

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Die Jugendclubs aus Lissakowsk und Kostanaj trafen sich zum ersten Mal, um sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und Probleme zu diskutieren. Der „Kluge Fuchs“ (Lissakowsk) und die „Zwiebel“ (Kostanaj) sind fast gleich alt: Der regionale deutsche Jugendverband ist seit März aktiv, aber die Lissakowsker trafen sich zum ersten Mal im Dezember. Übrigens, warum „Zwiebel“? Was hat die Zwiebel damit zu tun?

„Diese Frage stellt wirklich jeder“, erklärt Anton Gartman, Aktivist des deutschen Jugendclubs Kostanaj, den Jugendlichen. „Ich gebe euch die ganze Antwort: Erstens, es ist originell – wo gibt es schon einen Club mit dem Namen ‚Zwiebel?‘ Zweitens, Zwiebeln sind vielschichtig – und wir sind alle verschieden, sie haben junge, grüne Triebe, Federn – das sind wir, die Jugend; schließlich verursachen die Zwiebeln Tränen – aber unsere sind Tränen der Reinigung und der Freude! Und ja, Zwiebeln sind gesund!“

Unter der Leitung von Ljubow Kikolenko treffen sich die Kostanajer in den Kursen für deutsche Geschichte, Landeskunde, deutsche Poesie, Literatur und Film; sie versammeln sich in der authentischen Küche des Deutschen Hauses in Kostanaj und kochen gerne nationale Gerichte. Und wenn sie etwas Freizeit haben, warum nicht grillen, tanzen, und sich amüsieren?

„Unsere Regeln sind einfach: nichts aufzwingen, alle Standpunkte respektieren und gemeinsam Entscheidungen treffen. Ach ja, man muss auch hart arbeiten und pünktlich sein“, erinnert Kikolenko.

Die Lissakowsker vom Club „Kluger Fuchs“ berichteten von ihren Erfahrungen bei der Durchführung von ethnografischen Expeditionen, mit denen sie bereits drei Bezirke der Region bereist haben, und bereiten nun eine sehr „erwachsene“ wissenschaftliche und praktische Konferenz vor, die auf den Materialien ihrer Reise basiert.

„Der Club ‚Kluger Fuchs‘ hat auch eine Gesangsgruppe; wir treten ständig auf“, sagt Gleb Kisser, Clubleiter und Expeditionsleiter. „Es gibt eine Handarbeitsgruppe, aber es gibt ein objektives Problem mit der Spracharbeit: In unserem Lissakowsk gibt es kein Lehrer mit einem günstigen Stundenplan. Aber wir veranstalten immer noch Teambuilding-Sitzungen, Treffen und Wettbewerbe.“

„Die jungen Menschen sind die Zukunft des deutschen Volkes“, sagt Lilia Leskowa, Mentorin des Clubs „Kluger Fuchs“. „Und wir müssen uns verantwortungsvoll mit der Kultur, der Geschichte und den Traditionen des Volkes auseinandersetzen. Das Wichtigste ist: Sich an seine Wurzeln zu erinnern. Deshalb hat die Ethnografie in unserem Club Priorität“.

Und damit hat das Volk von Lissakowsk wirklich Glück: In einem städtischen Museum ist die größte Sammlung zu Themen der Geschichte, des Lebens und der Kultur der Deutschen Kasachstans ausgestellt. Was sind die nächsten Pläne bei „Kluger Fuchs“ und „Zwiebel“? Es ist nicht schwer, sich das vorzustellen: Die Kostanajer sind auf dem Weg zum Klugen Fuchs!

Igor Niederer

Übersetzung: Annabel Rosin

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