„Die fünfte Jahreszeit“: Brot, Spektakel und der Weg zur Reinigung Zurück Veröffentlicht in 28. Februar 202610. März 2026 In Taldyqorghan feierte man eines der lebhaftesten und originellsten Feste der deutschen Kultur: die Fastnacht. Die Kinder des Vorschulbildungszentrums bei der Gesellschaft der Deutschen tauchten in die Atmosphäre des Höhepunkts eines alten Karnevals ein, der in Deutschland oft als „fünfte Jahreszeit“ bezeichnet wird. Laut Swetlana Musyrina, Leiterin der Gesellschaft der Deutschen Taldyqorghan „Wiedergeburt“, hat dieses Fest tiefe historische Wurzeln. Lange bevor im 12. Jahrhundert überhaupt das Wort „Fastnacht“ aufkam, feierten die Menschen aktiv das Erwachen der Natur und pflegten alte Rituale zur Begrüßung des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Später verflochten sich die volkstümlichen Traditionen eng mit dem christlichen Kalender: Der Vorabend der Fastenzeit wurde zum idealen Anlass für ein Abschiedsgelage und ausgelassenes Vergnügen. Und obwohl die Kirche lange Zeit versuchte, dieses „Fest der Exzesse“ auf jede Weise zu zügeln, wurde der Karneval dennoch zu einem unverzichtbaren Teil der deutschen Kultur und leitete den siebenwöchigen Weg der geistlichen Reinigung vor Ostern ein, bemerkte Swetlana Musyrina. Für die kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gesellschaft der Deutschen in Taldyqorghan wurde die Fastnacht-Feier zu einer ausgezeichneten Gelegenheit, die Traditionen ihrer Vorfahren durch Spiele, Masken und natürlich süße Leckereien kennenzulernen. Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: