Eine Engelsstimme, die aus himmlischer Höhe erklingt Zurück Veröffentlicht in März 3, 2026 Im Saal der Gesellschaft der Deutschen der Stadt Taras herrschte an diesem Tag eine besondere Stille – jene Stille, aus der Musik geboren wird. Im Rahmen des literarischen Klubs Lesekreis fand der poetische Abend „Anna German – ein weißer Engel“ statt, gewidmet dem Schicksal und dem Schaffen der Sängerin, deren Stimme bis heute wirkt, als fließe sie aus himmlischer Höhe. Der Name Anna German klang an diesem Abend nicht wie ein Künstlername, sondern wie ein stilles Gebet. In ihren Liedern liegen Licht und Schmerz, Hoffnung und Treue, eine unendliche Zärtlichkeit dem Menschen gegenüber. Die Teilnehmenden hörten Aufnahmen, und es schien, als trete die Zeit zurück und mache Platz für den lebendigen Atem der Vergangenheit. Eine besonders berührende Seite des Abends war die Erzählung über die Dschambul-Periode im Leben ihrer Familie. Der Leiter des Klubs, Alexander Gibner, berichtete behutsam – als blättere er in einem alten Familienalbum – vom Leben der Angehörigen Anna Germans in der Stadt Dschambul, dem heutigen Taras. Diese Zeilen der Biografie klangen auf besondere Weise: Plötzlich wurde klar, dass hier ein großes Schicksal begann – auf vertrauten Straßen, unter demselben Himmel, den auch wir sehen. Doch der Abend blieb nicht bei Erinnerungen stehen. Als die ersten Akkorde bekannter Melodien erklangen, füllte sich der Saal, als würde er gemeinsam atmen. Die Teilnehmenden hörten nicht nur zu – sie sangen. Karaoke zu Liedern von Anna German wurde zu einem erstaunlichen Akt der Verbundenheit: Jede Stimme wurde Teil eines gemeinsamen Chors, und in diesem Chor klang Dankbarkeit – für das Talent, für die Aufrichtigkeit, für das Licht. Der poetische Abend ging zu Ende, doch das Gefühl einer stillen Berührung mit etwas Erhabenem blieb. Als wäre ein weißer Engel zwischen den Zeilen der Gedichte und den Noten der Lieder hindurchgegangen und hätte in den Herzen ein Licht hinterlassen, das noch lange mit Wärme, Liebe und Fürsorge wärmen wird. Autorin und Foto: Evgeniya Kober Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: