Fasching – ein Fest, das Herzen wärmt

Zurück

Wenn der Winter langsam müde wird und in der Luft ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Frühling liegt, kommt er – Fasching. Bunt, laut, herzlich und ein bisschen magisch: Dieses Fest füllt die Herzen mit Freude und bringt alle zusammen.

In Karaganda fand die Feier im Schulungszentrum „Erfolg“ statt, wo Lachen, Musik und ein klingendes „Helau!“ die Atmosphäre eines echten Karnevals schufen. Ganz nach den Regeln des Genres sorgten Clowns für besondere Stimmung: Sie rissen das Publikum mit und erfreuten die Kinder mit süßen Leckereien. In die Rollen der Clowninnen schlüpften die aktiven Teilnehmerinnen Narri – Viktoriya Fafinrod – und Narro – Darya Andreyeva. Auch die Mitglieder des Klubs der deutschen Jugend schlüpften in bunte Figuren: Frau Winter wurde von Amaliya Betkher gespielt und Frau Frühling von Polina Shiller – sie schenkten den Gästen ein Meer an Lächeln und hellen Emotionen.

Das Fest wurde im Rahmen der Projekte des Klubs der deutschen Jugend und des Zentrums für Begegnungen veranstaltet und endete mit einer traditionellen Bewirtung – duftenden Kreppeln, einer der beliebtesten Leckereien der ethnischen Deutschen. Zum Abschluss erhielt jeder Gast eine scherzhafte Foto-Postkarte als Erinnerung.

Fasching hat seine Wurzeln in der alten deutschen Tradition, den Winter vor der Fastenzeit zu verabschieden. Man glaubte: Je lauter das Lachen und je fröhlicher die Lieder, desto schneller kommt der Frühling. Und in Karaganda funktionierte diese Regel hundertprozentig: Freudige „Helau!“-Rufe hallten durch das ganze Zentrum und vertrieben die Kälte, als würden sie sie davonjagen.

In Temirtau wurde die theatralische Aufführung zu einer wahren Feerie. Ein Karnevalsdefilee mit strahlenden Augen und fantasievollen Kostümen, Liedern und Reigen, Glückwünschen an die winterlichen Geburtstagskinder – kleinen „Sternchen“, dem symbolischen „Ausfegen“ des Winters und einem Geräuscheorchester, das die Kälte weit, weit weg vertrieb. Und am Ende erklang das feierliche Versprechen von Wärme: Winter ade – Frühling juchhe!

„In diesem Jahr war unser Fasching ein richtiges theatralisches Fest – bunt, laut und herzlich. Wir begannen mit der Geschichte des Festes und erinnerten daran, dass Fasching (oder Karneval) aus der alten Tradition des Winteraustreibens stammt. Die Menschen glaubten, dass man den Frühling mit Liedern, Lachen und Lärm wecken kann. Und genau das haben wir getan! Unsere Seniorinnen in Hüten mit kleinen Besen fegten feierlich den Winter hinaus, und das Geräuscheorchester vertrieb die Kälte endgültig – laut, gemeinsam und voller Begeisterung!“, erzählt die Leiterin der Filiale in Temirtau, Anzhelika Veretkovskaya.

Die Filiale im Ort Aktas tauchte in eine Atmosphäre von Kreativität und Karneval ein. Unter der Leitung von Guzaliya Fedanova und Oksana Borsh bastelten die Kinder bunte und originelle Clowns und erfüllten das Zentrum mit Lachen und Licht.

Im Deutschunterricht an Weiberfastnacht – dem „Weiber-Donnerstag“ – gestaltete die Lehrerin Gülmshan Bertajewa in der Anfängergruppe A1.1 ein echtes Fest der guten Laune. In der Eingangshalle des deutschen Zentrums schlossen sich auch die Kursteilnehmenden der Gruppen von Natalya Diptan und Marina Shtein an. Die Lernenden erinnerten sich – und manche erfuhren zum ersten Mal –, wie die Tage des Faschings heißen. Auch das traditionelle Ritual durfte nicht fehlen: Zu Weiberfastnacht wurden symbolisch die Maskenball-Krawatten abgeschnitten. Fröhlich, bunt und richtig mitreißend – genau so lernt man Deutsch durch Kultur und Traditionen.

In der Gruppe „Wunderkind“ klang Fasching besonders laut und fröhlich. Unter dem Motto „Wie viele Hände hat der Oktopus? – Hunderttausend Hände!“ verwandelten sich die Kinder in lustige Oktopusse. Musik, Tanz und Sprache verschmolzen zu purer Freude. Durch Bewegung und Spiel festigten die Kinder ihren Wortschatz und entwickelten ihr Rhythmusgefühl.

Auch die Filialen des Netzes der Zentren für Begegnungen wurden zu Festorten. In Schachan bastelten die Kinder Karnevalsattribute, machten bei Spielen und Tänzen mit, und zum Abschluss gab es eine süße Bewirtung. Die Leiterinnen Tatyana Yuryevna Smolitskaya und Natalya Viktorovna Mikhaylova schufen eine Atmosphäre von Wärme und Freundschaft. In Nowo-Dolinskoje fertigten die Teilnehmenden im Bastelkreis bunte Karnevalsmasken an, und die Leiterin Marina Aleksandrovna Dementyeva half den Kindern, ihre Fantasie und ihr Talent zu entfalten.

Fasching in Karaganda und in den Filialen war viel mehr als nur ein Tag voller Spaß. Es ist ein Lachen, das verbindet. Es ist Musik, die das Herz schneller schlagen lässt. Es ist eine Tradition, die in jeder Bewegung, jedem Lächeln und jeder Maske weiterlebt. Es ist der Moment, in dem der Winter nicht nach dem Kalender geht, sondern durch Freude, Kreativität und lebendige Begegnungen.

Und solange „Helau!“ und „Alaaf!“ erklingen, solange Kinder tanzen und lachen, ist der Frühling schon da – zuerst im Herzen und dann auch in der Welt ringsum.

Bertajewa Gulmschan

Übersetzung: Anton Genza

Поделиться ссылкой:

x