Das Licht von Ostern über Zhelezinka

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Osterbrot, Riewelkuchen, Kreppel, Strudli … Im Pawlodarer Irtysch-Gebiet feierte man Ostern: Über Zhelezinka lag der Duft traditioneller Backwaren, und alte Lieder in Dialekten des Deutschen erklangen.

Diese Melodien, einst von den Ufern der Wolga und nicht nur von dort mitgebracht und in den Steppen Kasachstans behutsam bewahrt, wurden aufrichtig und mit Tiefe gesungen. Und die Tische im örtlichen Kulturhaus bogen sich unter Osterspeisen: Alle Gerichte wurden von den Teilnehmerinnen der Veranstaltung nach Familienrezepten „aus alten Heften“ zubereitet. Bunte Hühnereier schmückten die Mitte der festlichen Tafeln und erinnerten an das wichtigste Ostersymbol – Leben und Auferstehung. Nach dem Glauben der Wolgadeutschen muss jedes Ei unbedingt in so viele Stücke geschnitten werden, wie es Hausbewohner gibt: Dieses Ritual des „gemeinsamen Eis“ galt als Garant für familiären Zusammenhalt und Harmonie für das ganze kommende Jahr.

Nationale Traditionen sind ein lebendiger Faden, der Jung und Alt verbindet und unsere Heimat reicher und heller macht. Es ist wunderbar, dass auf kasachstanischem Boden die Samen verschiedenster Kulturen keimen und aufblühen – gewärmt von Frieden und gegenseitigem Verständnis! – betonte Lidia Kamkowa, Leiterin der Zhelezinka-Filiale der Gesellschaft der Deutschen des Gebiets Pawlodar „Wiedergeburt“.

Marina Angaldt

Übersetzung: Anton Genza

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