Holzlöffel der Wolgadeutschen Zurück Veröffentlicht in 6. August 2026 Gleslefel, also Schöpflöffel und Löffel aus Holz, wurden von den Wolgadeutschen im Haushalt neben Ton- und Metallgeschirr verwendet. Die hölzernen Küchenutensilien wurden von wolgadeutschen Handwerkern von Hand gefertigt. Sie orientierten sich an strenger Zweckmäßigkeit, weshalb die Dekoration des Bestecks ihre eigenen Besonderheiten hatte: Statt leuchtender Bemalung verwendeten die Meister häufig geometrische Schnitzereien. Das geschnitzte Ornament bestand in der Regel aus Zeichen und Monogrammen, sechsstrahligen Rosetten, Rauten, Dreiecken, Kreuzlinien und religiösen Symbolen. Wenn Löffel dennoch bemalt wurden, meist handelte es sich dabei um festliche oder als Geschenk gedachte Varianten, verwendete man ein zurückhaltendes Pflanzenornament: stilisierte Blumen sowie Darstellungen feiner Zweige und Blätter. Im Alltag wurden Holzlöffel wegen ihrer Sicherheit geschätzt: Sie erhitzten sich nicht an heißer Suppe und verbrannten nicht die Lippen. „Bei der nächsten Einheit des Kreises ‚Basteln‘ setzten unsere jüngsten Teilnehmenden ihre Bekanntschaft mit dem Alltagsleben und der Volkskunst der Wolgadeutschen fort. Sie begannen damit, Holzlöffel mit traditionellen deutschen Mustern und Schnitzereien zu gestalten“, erzählte Tatjana Samokhwalowa, Programmleiterin der Regionalvertretung der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ in Balqasch. Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: