Jugendtreff.kaz 2026: ein Lager, das im Herzen bleibt

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Teilnehmende des Klubs der deutschen Jugend „Glück“ aus Semei haben am republikanischen Projekt Jugendtreff.kaz 2026 teilgenommen. In diesem Jahr war das Programm der Idee der drei Generationen gewidmet und verband drei inhaltliche Linien: Herkunft, Haltung, Zukunft.

Herkunft, „Wie alles begann“: die Begegnung mit Geschichte, Wurzeln, Traditionen und den Menschen, die am Anfang der Jugendbewegung standen.

Haltung, „Wir sind hier und jetzt“: die Möglichkeit, sich selbst einzubringen, die eigene Stimme zu finden, Verantwortung zu übernehmen und Zusammenarbeit zu lernen.

Zukunft, „Wir gestalten das Morgen“: ein Raum für neue Ideen, Kreativität und Initiativen, in dem jeder junge Mensch spüren kann, dass er die Zukunft mitgestalten kann.

Für Maxim Diss und Ignat Kaltschenko wurde das Lager weit mehr als nur ein Ort zum Deutschlernen. In wenigen Tagen sammelten sie neue Erfahrungen, erweiterten ihren Freundeskreis, probierten sich in bisher unbekannten Bereichen aus und blickten neu auf die eigenen Möglichkeiten.

„Ich bin als ein Mensch gekommen und als ein anderer zurückgekehrt“

Für Maxim Diss wurde die Teilnahme an Jugendtreff.kaz 2026 zu einer Möglichkeit, über das Gewohnte hinauszugehen. Neben dem Deutschunterricht probierte er sich im Tanzen, im Theater und bei Bühnenauftritten aus.

Besonders wichtig war für ihn der Theaterworkshop von Elisabeth Vysochina-Flach. Gerade dieser Workshop half ihm, die Angst vor der Bühne zu überwinden und selbstbewusster zu werden.

„Dank des Workshops ‚Theater‘ habe ich aufgehört, Angst vor der Bühne zu haben, bin selbstbewusster geworden, und meine Sicht auf die Welt hat sich völlig verändert“, erzählt Maxim.

Zur wichtigsten Entdeckung wurden jedoch die Menschen. Im Lager lernte er Jugendliche aus verschiedenen Städten Kasachstans kennen, jeder und jede von ihnen mit eigenen Ansichten, eigenem Charakter und eigener Lebenserfahrung. Der Austausch half Maxim, sich selbst besser zu verstehen und zu erkennen, dass viele Grenzen nur in unserem Kopf existieren.

„Dieses Lager werde ich nie vergessen, denn ich bin als eher verschlossener Mensch gekommen und als neue Persönlichkeit zurückgekehrt, mit der Motivation, meinen Weg weiterzugehen, mit den Teilnehmenden in Kontakt zu bleiben und immer wieder Neues auszuprobieren“, sagt Ignat Kaltschenko.

Das vielfältige Programm half allen, etwas nach den eigenen Interessen zu finden. Deutschunterricht, Austausch mit Sprachassistentinnen und Sprachassistenten, Theater, Tanz, Abendveranstaltungen, Workshops und Teamaktivitäten machten die Tage besonders abwechslungsreich.

Ignat blieben vor allem der Deutschunterricht mit Igor Neiman, das Theaterspiel im Playback-Format, die Tanzstunden und die Workshops über das moderne Deutschland in Erinnerung.

Eine Erfahrung, die weiterwirkt

Für beide Teilnehmenden bestand das Ergebnis des Lagers nicht nur in neuem Wissen. Jugendtreff.kaz gab ihnen Vertrauen in die eigenen Kräfte und den Wunsch, weiterhin aktiv zu sein.

Ignat möchte künftig nicht nur an Veranstaltungen des Klubs teilnehmen, sondern sich auch in ihrer Organisation ausprobieren. Die neuen Bekanntschaften mit Jugendlichen aus verschiedenen Regionen Kasachstans wurden für ihn zu einer zusätzlichen Motivation, sich weiterzuentwickeln und den Kontakt zu den Teilnehmenden des Projekts zu halten.

Die Geschichte von Maxim und Ignat sind nur zwei Beispiele dafür, wie ein Jugendlager den gewohnten Blick auf sich selbst und die eigenen Möglichkeiten verändern kann. Hier lernen die Teilnehmenden Deutsch, überwinden zugleich Ängste, entdecken Talente, finden Gleichgesinnte und erhalten einen Impuls für ihre weitere Entwicklung.

Jugendtreff.kaz 2026 ist zu Ende gegangen, doch seine Wirkung lebt weiter: in Erinnerungen, neuen Bekanntschaften, erworbenen Fähigkeiten und Zukunftsplänen. Herkunft hilft zu verstehen, woher wir kommen, Haltung, zu bestimmen, wer wir heute sind, und Zukunft, den nächsten Schritt zu wählen.

Мария Горбачева

Übersetzung: Anton Genza

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