Der Kosmos erwartet uns

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Am 12. April 1961 wurde das erste Raumschiff mit einem Menschen an Bord in die Erdumlaufbahn gebracht. „Wostok-1“ wurde mit dem legendären Jurij Gagarin vom Kosmodrom „Baikonur“ gestartet und führte eine Umrundung des Planeten Erde aus. Er beendete den Flug in der 108. Minute und  landete im Gebiet Saratow. Seitdem ist der 12. April der internationale Tag des Ersten bemannten Raumfluges in den Weltraum. Allerorten werden an diesem Tag thematische Veranstaltungen durchgeführt und in Planetarien Vorlesungen veranstaltet, die die Geschichte der Eroberung des Weltraums beleuchten, und in den Kinos werden Weltraumfilme gezeigt.

Der Verein der deutschen Jugend „Vorwärts“ hat dieses bedeutsame Ereignis ebenfalls nicht außer Acht gelassen, und am 13. April fand im deutschen Haus die Feier zum Tag der Kosmonauten statt. Die Veranstaltung verlief sehr produktiv, aufschlussreich und ungewöhnlich. Unsere Jungs und Mädels haben versucht, diesen Feiertag etwas näher kennenzulernen, sich in der Rolle eines Forschers zu fühlen und den Wissensdurst und mit einer Unmenge an spannenden und lehrreichen Aufgaben zu sättigen.

Zur Einführung in die Thematik und um die Grundkenntnisse zu bekommen, wurde eine ganze Präsentation organisiert, die dabei half, sich mit der Geschichte des Tages der Kosmonauten, dne wichtigsten Momenten und Ereignissen im Bereich der Erforschung des Universums vertraut zu machen, sowie mehr über deutsche Astronauten zu erfahren, die einen Beitrag zur Entwicklung der Weltraumforschung in Deutschland geleistet haben.

Zum Beispiel flog Sigmund Jähn vor 40 Jahren in den Kosmos, der erste und einzige Kosmonaut aus der DDR und die Nummer 90 aller, die jemals in den Weltraum flogen. Das wichtigste Ereignis des Tages war der Start einer Rakete, welche unsere aktiven Mitglieder Andrej Schtejnert und Elzhan Naribajew gebaut haben. Sie haben eine einfache, funktionierende Konstruktion für ein Treibgasgemisch selbst gebaut. Der Körper der Rakete wurde aus zwei Plastikflaschen gebaut, die als Verbrennungskammern und Verkleidung dienten. Als Treibstoff wurde Ethylalkohol, besser gesagt seine Dämpfe, verwendet.

Die Rakete wurde auf einem speziell konstruierten Starttisch aufgestellt, in dessen Inneren ein Docht angebracht war, um die Treibstoffmischung anzuzünden. Viel Energie wurde darauf verwendet, um die benötigte Größe der Brennkammer und die Menge des Gemisches zu berechnen. Der Starttisch brannte einige Male. Aus mehr als 20 Probeabschüssen waren nur zwei erfolgreich. Um die Umwelt dabei nicht zu schädigen, wurden alle Abfälle und Verbrennungsmittel natürlich sofort entfernt. Die Jungs waren begeistert von diesen Erfahrungen und interessieren sich jetzt noch mehr für die Weltraumwissenschaft!

Kristina Libricht und Jekaterina Lojtschenko

Ubersetzung: Philipp Dippl

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