„Kung-Fu“, Hippokrates’ Lob der Bewegung, Avicennas Schriften und sowjetische Heilgymnastik

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In der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Nordkasachstan finden regelmäßig gesundheitsfördernde Kurse in Heilgymnastik statt. Geleitet werden die Einheiten von Elena Pluzhnikowa.

Wie Elena Belik, Programmleiterin der Gesellschaft, betont, entwickelte sich die therapeutische Bewegung als medizinische Disziplin sorgfältig, Schritt für Schritt und über Jahrhunderte hinweg. Ihre Ursprünge reichen bis ins 18. Jahrhundert v. Chr. auf dem Gebiet des heutigen China zurück.

„Damals entstand die erste umfassende Verbindung von Atem- und Bewegungsübungen in der Geschichte der Menschheit, bekannt als „Kung-Fu“. Schon damals wurde ein direkter Zusammenhang zwischen richtiger Atmung, fließenden Bewegungen und der Linderung schwerer Leiden erkannt“, erklärt Elena Belik. „Später griff das antike Griechenland diesen Gedanken auf und schenkte der Welt die bis heute bekannte Formel des großen Hippokrates, der Bewegung als den wichtigsten Antrieb des Lebens bezeichnete. Auch der Osten leistete einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Heilgymnastik: Im Mittelalter beschrieb der herausragende Gelehrte Avicenna in seinen Schriften ausführlich, wie körperliche Übungen die Gesundheit erhalten und den Geist im Körper stärken.“

Heute passt Elena Pluzhnikowa dieses über Jahrhunderte gewachsene Wissen und bewährte internationale Ansätze an die Bedürfnisse der Menschen in Petropawl an. In den Kursen dient jede Übung, von der Atmung bis zur Gelenkgymnastik, einem wichtigen Ziel: Beweglichkeit zu erhalten, die Gesundheit zu stärken und Freude an einem aktiven Leben in jedem Alter zu schenken.

Marina Angaldt

Übersetzung: Anton Genza

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