Sommerlicher „Kumer-Salat“ der Wolgadeutschen

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Er ist auch als „Gurkensalat“ bekannt, also als Salat aus Gurken. Die Gurken wurden häufig von ihrer festen Schale befreit und mit einem speziellen Messer in sehr dünne Scheiben geschnitten.

In der Sommerhitze wurde dieses Gericht meist mit hausgemachter Dickmilch angemacht, und man mischte darin nie viele verschiedene Gemüsesorten. Serviert wurde es in der Regel zu gekochten jungen Kartoffeln oder zu gebratenem Fisch.

„Wir haben immer ‚Kumer-Salat‘ gesagt. In unserer Familie wurde er von Generation zu Generation zubereitet. Ich erinnere mich, wie meine Großmutter ihn in meiner Kindheit, als es ja wenig Fleisch gab, immer dann machte, wenn die Gurkenzeit kam. Dafür pflückte sie frische Gurken aus dem Beet und Kräuter: Zwiebeln und Dill. Petersilie waren wir nicht gewohnt. Im Wesentlichen verwendeten wir Dill und Frühlingszwiebeln, und manchmal konnte auch noch Radieschen in den Salat kommen. Gemüse und Kräuter wurden mit Dickmilch, also saurer Milch, übergossen und leicht gesalzen“, erzählt Eleonora Ponomarjowa-Dornes, Leiterin des Zirkels für deutsche Küche in der Stadt Aqsu bei der Gebietsgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Pawlodar. „Ich mache ‚Kumer-Salat‘ oft zu Hause, und meinen Angehörigen und Bekannten schmeckt er sehr.“

Marina Angaldt

Übersetzung: Anton Genza

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