Alte Monatsnamen: Warum der Oktober auch Wein- und Dachsmonat hieß Zurück Veröffentlicht in 5. Oktober 2026 Der Herbst war im bäuerlichen Alltag eine besonders wichtige Zeit. Die Menschen schlossen die Feldarbeit ab, ernteten Obst und Gemüse und bereiteten sich auf den langen Winter vor. Zugleich feierten sie die eingebrachte Ernte. Die alten Monatsnamen spiegeln diesen Alltag wider. So wurde der September früher auch „Herbstmonat“ oder „Holzmonat“ genannt. Letzterer erinnerte daran, dass es Zeit war, Brennholz für den Winter vorzubereiten. Für den Oktober waren ebenfalls verschiedene Namen gebräuchlich: „Weinmonat“ stand für die Weinlese, „Gilbhart“ für das Gelbwerden des Herbstlaubs. Die Bezeichnung „Dachsmond“ verwies auf die Jagdzeit vor dem Winter. Kurz vor dem Oktober, am 29. September, beging man den Michaelistag zu Ehren des Erzengels Michael. Im traditionellen bäuerlichen Kalender markierte dieser Tag den Übergang vom Sommer zum Herbst. Die Weidesaison ging zu Ende, und auf den Höfen stellte man sich auf die dunkle Jahreszeit ein. Abends wurden nun wieder Kerzen und Lampen angezündet. Auch Bauernregeln begleiteten den Wechsel der Jahreszeiten. Eine davon lautet: „Ist der Herbst warm und fein, kommt ein scharfer Winter rein.“ Wie der Herbst heute im deutschen Zentrum im Dorf Uspenka gefeiert wird, erzählt Uljana Konkina. Sie unterrichtet dort im Bastelkreis „Basteln“, der zur Gesellschaft der Deutschen des Gebiets Pawlodar „Wiedergeburt“ gehört. „In unserem deutschen Zentrum haben wir Herbstfeste für Kinder und Erwachsene veranstaltet. Wir haben gesungen, gerätselt, gespielt, mit Obst und Gemüse gebastelt und Gedichte vorgetragen. Natalja Weigant hat wunderschöne Herbstgedichte auf Deutsch vorgelesen. Das regte Kinder und Erwachsene zu einem lebhaften Gespräch darüber an, was es im Herbst in der Natur zu entdecken gibt.“ Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: