So sah der Alltag der Wolgadeutschen aus

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Gusseiserne Waffeleisen, Pfannen zum Schmelzen von Käse, handbetriebene Butterfässer, kleine Bügeleisen für Spitzen und hölzerne Spinnräder …

Teigspeisen und Backwaren nahmen in der Küche der Wolgadeutschen einen wichtigen Platz ein. Entsprechend ausgeklügelt und auf bestimmte Aufgaben zugeschnitten waren die Geräte für ihre Zubereitung. Besonders stolz waren die Hausfrauen auf ihre schweren Waffeleisen mit langen Griffen. Diese hielten sie direkt ins Ofenfeuer, um knusprige Waffeln für die Festtage zu backen. Bei der Teigverarbeitung kamen raffinierte Teigrädchen aus Metall und gemusterte Teigrollen zum Einsatz, mit denen sich kunstvolle Muster auf die Kuchen prägen ließen.

Auf den Regalen standen Tonkrüge und Töpfe, in denen man dicke saure Sahne ruhen ließ und Milch aufbewahrte. Butter durfte auf dem Frühstückstisch nicht fehlen. Sie wurde von Hand in hohen, aufrecht stehenden Butterfässern geschlagen.

In der Küchenecke hatten tiefe gusseiserne Pfannen ihren festen Platz. Darin wurde hausgemachter Quark geschmolzen und zu einem Käse verarbeitet, der Fäden zog. An Schlachttagen kamen längliche Tröge und Wurstfüller aus Metall zum Einsatz.

Das größte technische Wunderwerk im deutschen Haushalt war jedoch zweifellos das Spinnrad mit Fußantrieb.

„Am Wochenende wurde das Treffen des Klubs der deutschen Jugend unter Olgas Leitung zu einem spannenden Rätselspiel, bei dem die Jugendlichen die Geschichte der Wolgadeutschen erkundeten“, berichtet Tatjana Samokhwalowa, Programmleiterin der Regionalvertretung der Gesellschaftlichen Stiftung „Republikanische ethnokulturelle Vereinigung der Kasachstandeutschen“ in Balqasch. „Die Teilnehmenden entdeckten mit Staunen, wie die verschiedenen Gegenstände in zwei Sprachen heißen. Außerdem fanden sie heraus, wie diese raffinierten Geräte ihren Vorfahren den Alltag erleichterten.“

Marina Angaldt

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