Der Lebensherbst: auf dem gelben Blätterteppich des Oktobers Zurück Veröffentlicht in 27. Oktober 2026 Silbrig schimmernde Spinnfäden tanzen lautlos durch die stille Herbstluft. Deutschen Überlieferungen zufolge spinnen geheimnisvolle Elfen diese Fäden, um den Altweibersommer zu begrüßen und sich später wieder von ihm zu verabschieden. Früher glaubten die Deutschen, dass die Elfen in frostigen, frischen Oktobernächten feinste Seidenfäden spinnen. Auf wen ein solcher Faden fiel, der galt als gesegnet. Die wundersamen Naturgeister sollten ihm Glück und Gesundheit für den ganzen bevorstehenden Winter schenken. „Im Herbst des Lebens liegen die Jahre der Eile und des stürmischen Wachstums hinter uns. Die wichtigste Ernte ist eingebracht. Nun beginnt eine Zeit wohltuender Ruhe. Wir können die Dinge gelassener angehen, Geborgenheit genießen und ohne Eile auf das Schöne in den vergangenen Jahren zurückblicken. Und natürlich können wir uns am Leben freuen“, sagt Olga Litnewskaja, stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaftlichen Vereinigung „Ethnokulturelle Vereinigung der Deutschen im Gebiet Pawlodar „Wiedergeburt“. „Bei jedem Treffen unseres Seniorenklubs führen wir herzliche Gespräche bei einer Tasse heißem Tee und tauchen gemeinsam in unsere Erinnerungen und Traditionen ein. Vor Kurzem haben wir ausgelassen den „Tag des eleganten Alters“ gefeiert. Wir haben nach Herzenslust getanzt und gesungen, Gedichte und heitere Anekdoten gehört und uns über selbst geschriebene Sketche köstlich amüsiert.“ Die Mitglieder des Seniorenklubs in Pawlodar nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Einer der Höhepunkte dieses Herbstes war ihre Teilnahme an einer stadtweiten Veranstaltung zum Tag der Sprachen des Volkes Kasachstans. Das vom Amt für Kultur, Sprachentwicklung und Archivwesen organisierte Fest fand an der Toraighyrow-Universität statt. „Eine gesunde Lebensweise ist unseren Seniorinnen und Senioren besonders wichtig. Unsere lieben Damen treffen sich dienstags zum Training, und das bei fast jedem Wetter. Von ihrem Trainer sprechen sie mit großer Zuneigung und viel Respekt: „Unser Rufat!“ Und Rufat selbst ist ebenso stolz auf seine Mannschaft“, erzählt Olga Litnewskaja. Marina Angaldt Поделиться ссылкой: