Der Maibaum in der germanischen Mythologie Zurück Veröffentlicht in 30. April 20264. Mai 2026 In der germanischen Mythologie wird der Maibaum mit dem geheimnisvollen Bild von Yggdrasil verbunden – der riesigen Esche, die das Bestehen des gesamten Universums trägt. Das Aufstellen des Maibaums im Zentrum eines deutschen Dorfes bedeutete, nach dem langen Winter die sakrale Verbindung zwischen Himmel und Erde wiederherzustellen. Die alten Germanen sahen im Maibaum ein Symbol der Weltordnung: Er verkörperte die Lebenskraft des „grünen Geistes“ der Vegetation. Man glaubte, dass dieser wundersame Baum den Menschen Gesundheit bringt, Schutz vor böswilligen Kräften und Hoffnung auf eine reiche Ernte – und dem Vieh Fruchtbarkeit. Häufig band man an die Spitze des Maibaums genau sieben Bänder – sie symbolisierten die sieben Farben des Regenbogens: Ein Regenbogen nach dem Regen an einem sonnigen Tag garantierte günstiges Wetter für die Aussaat, betont Alena Starodubzewa, Leiterin des Begegnungszentrums in der Stadt Aksu im Gebiet Pawlodar und Lehrkraft für Deutschkurse. – Früher glaubte man: Eine Berührung des Baumes oder ein Tanz um ihn herum überträgt magische Energie auf Menschen, Vieh und Felder. Deshalb veranstaltete man rund um den Maibaum oft ausgelassene Tänze. Die Tänzer hielten die Enden der Bänder in den Händen, die an der Spitze des Maibaums befestigt waren, und flochten sie während des Tanzes um den Stamm. Dieses Ritual ahmte die Erschaffung der Welt aus einem zentralen Punkt und die harmonische Entfaltung des Lebens nach. Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: