Ein Deutscher, der zum Helden der Sowjetunion wurde Zurück Veröffentlicht in Februar 24, 2026 Unter den Helden der Sowjetunion gibt es viele Deutsche – Russlanddeutsche, die einen bedeutenden Beitrag zum Sieg geleistet haben. Es gibt jedoch auch eine besondere, seltene Kategorie: ethnische Deutsche, Staatsbürger Deutschlands, die mit diesem Titel ausgezeichnet wurden. Davon gibt es nur drei. Einer von ihnen ist Fritz Paul Schmenkel. Fritz Schmenkel wurde im Ort Warsowo, unweit der Stadt Stettin (heute Szczecin, Polen), geboren. Sein Schicksal war seit frühen Jahren eng mit dem Kampf gegen den Nationalsozialismus verbunden. Im Jahr 1923 kam sein Vater, der Kommunist Paul Krause, während einer Demonstration ums Leben und wurde Opfer nationalsozialistischer Gewalt. Diese Ereignisse bestimmten den Lebensweg von Fritz maßgeblich: Er trat dem Kommunistischen Jugendinternationale Deutschlands bei, arbeitete in einer Ziegelei und beteiligte sich aktiv an der antifaschistischen Bewegung. Im November 1941 desertierte Fritz Schmenkel aus den Reihen der faschistischen Armee, mit nur einem Ziel: auf die Seite der Roten Armee zu wechseln. Mehrere Wochen lang versteckte er sich im Gebiet von Smolensk und zog von Dorf zu Dorf. Auf Russisch kannte er nur drei Wörter: „Lenin, Stalin, Thälmann“ – und genau diese Worte öffneten ihm Türen und Herzen der Menschen. So gelangte Schmenkel in eine Partisaneneinheit mit dem symbolischen Namen „Tod dem Faschismus“. Zunächst begegnete man ihm mit Misstrauen, und es wurde sogar die Möglichkeit seiner Erschießung erwogen. Doch alles änderte sich in einem Gefecht: Nachdem er eine Waffe erhalten hatte, tötete Fritz einen deutschen Soldaten, der gezielt auf ein Haus schoss, in dem sich Partisanen verborgen hielten. Von diesem Moment an verschwanden die Zweifel. Im Trupp vertraute man ihm die Waffe an und gab ihm einen neuen Namen – Iwan Iwanowitsch. Über den ungewöhnlichen Partisanen berichtete erstmals der Schriftsteller Boris Polewoi im Essay „Partisan Genosse S.“. Genau diesem Menschen und dem literarischen Werk war die Sitzung des Klubs Lesekreis in der Gesellschaft der Deutschen der Region Schambyl gewidmet. Am 14. Februar jährt sich der Geburtstag von Fritz Paul Schmenkel, Held der Sowjetunion, internationalistischer Partisan, ein Mensch, der in der tragischsten Zeit des 20. Jahrhunderts eine moralische Entscheidung traf, zum 110. Mal. Freiheitsplatz, Haus 4, wo während des Krieges SD und die hitleristische Spionageabwehr untergebracht waren, eine Gedenktafel angebracht. In sie sind folgende Worte eingraviert: „In diesem Gebäude wurde im Februar 1944 von faschistischen Henkern ein aktiver Teilnehmer des antifaschistischen Kampfes und des Großen Vaterländischen Krieges, deutscher Staatsbürger, Held der Sowjetunion, Fritz Schmenkel, zum Tode verurteilt.“ Sein Andenken lebt. In der Hauptstadt von Belarus – der Heldenstadt Minsk – ist am Im Jahr 1965 wurde in der Stadt Nelidowo im Gebiet Kalinin eine Straße nach Fritz Schmenkel benannt, und 1978 erschien beim deutschen Filmstudio DEFA der Spielfilm „Ich will euch sehen“, der seinem Schicksal gewidmet ist. Die Geschichte von Fritz Schmenkel ist eine Erinnerung daran, dass der Kampf gegen den Faschismus keine nationalen Grenzen kannte und wahrer Heldenmut nicht durch Herkunft, sondern durch die Entscheidung bestimmt wird. Александр Гибнер Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: