Elisaveta Spitzer: Jugend mit Energie und im Zeichen der Generationen Zurück Veröffentlicht in 31. August 20253. September 2026 Für Elisaveta Spitzer, Schülerin des physikalisch-technischen Lyzeums „Flagman“, ist der Club der deutschen Jugend „Glück“ in Semey weit mehr als nur ein Ort für Begegnungen und Austausch. Er ist ein Raum, in dem sie die Verbindung zur Geschichte ihrer Familie bewahren, ihre Führungsqualitäten entwickeln, sich an gesellschaftlichen Projekten beteiligen und Gleichgesinnte finden kann. Die Geschichte ihrer Familie ist eng mit Semey verbunden. Elisavetas Urgroßvater war Deutscher und wurde während der Deportation in das Dorf Taliza bei Semey umgesiedelt. Hier verbrachte Iwan Gottfriedowitsch Spitzer sein Leben, hier gründete er seine Familie, und die Stadt wurde auch für die folgenden Generationen zur Heimat. Deshalb ist die deutsche Herkunft für Elisaveta nicht nur ein Teil ihrer Familiengeschichte, sondern auch ein wichtiger Bestandteil ihres heutigen Lebens. Im Juni 2024 trat Elisaveta dem Verband der deutschen Jugend Kasachstans bei. Bereits im Sommer nahm sie am republikanischen Projekt „Jugendwelt“ teil, das aktive junge Menschen deutscher Herkunft aus verschiedenen Regionen des Landes zusammenbrachte. Im Jahr 2025 gehörte Elisaveta zu den acht Delegierten aus Kasachstan, die zum internationalen Jugendsprachcamp JSDR nach Deutschland eingeladen wurden. Die Reise bot ihr die Möglichkeit, junge Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen, die deutsche Kultur und Geschichte noch intensiver zu entdecken und Kasachstan auf internationaler Ebene zu vertreten. Heute ist Elisaveta aktive Teilnehmerin des Clubs der deutschen Jugend „Glück“ in Semey. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen beteiligt sie sich an der Vorbereitung von Veranstaltungen, unterstützt Jugendinitiativen und wirkt an Projekten mit, die der Bewahrung der deutschen Kultur und der Stärkung des interethnischen Dialogs dienen. Besonders wichtig ist für sie, dass der Club junge Menschen zusammenbringt, die sich für ihre Wurzeln, die deutsche Sprache und Traditionen interessieren und gleichzeitig aktiv am modernen Leben Kasachstans teilnehmen. Elisavetas Engagement geht jedoch weit über die Aktivitäten des Clubs hinaus. Seit November 2024 ist sie ehrenamtlich für die öffentliche Stiftung „SOZ KZ“ tätig. In dieser Zeit beteiligte sie sich an sozialen und ökologischen Aktionen, an Projekten im Rahmen von „Taza Qazaqstan“, an der Begrünung der Stadt, der Verschönerung von Innenhöfen und der Reinigung des zentralen Platzes. Darüber hinaus wirkte sie an der Produktion von Videobeiträgen für die Versammlung des Volkes Kasachstans, die Behörden für Innen- und Jugendpolitik sowie für das Polizeidepartement der Stadt Semey und des Gebiets Abai mit. Einer der Beiträge mit ihrer Beteiligung wurde auf der offiziellen landesweiten Seite des Innenministeriums der Republik Kasachstan veröffentlicht. Ein besonderes Ereignis war ihre Einladung zu einem Runden Tisch anlässlich des 30. Jahrestages der Verfassung der Republik Kasachstan. Im Rahmen der Veranstaltung erhielt Elisaveta ein Dankschreiben vom Leiter der Abteilung für Jugendpolitik des Gebiets Abai, Olzhas Tüssipbekuly Beissenbajew. Gemeinsam mit Vertretern staatlicher Behörden, der Versammlung des Volkes Kasachstans, des Bildungsbereichs und der Jugend diskutierte sie Fragen der Rechtskultur junger Menschen, der Förderung von Integrität und die Bedeutung von Verfassungsreformen. Auch außerhalb ihrer gesellschaftlichen Aktivitäten ist Elisaveta vielseitig engagiert. Sie beschäftigt sich mit Debatten und Rhetorik, wodurch sie ihre Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten weiterentwickelt. Außerdem leitet sie einen internationalen Englisch-Lernclub, dessen Treffen kostenlos stattfinden und an denen Menschen aus verschiedenen Ländern teilnehmen. Sport gehört ebenfalls zu ihrem Alltag. Für Elisaveta ist körperliche Aktivität nicht nur ein Hobby, sondern ein wichtiger Bestandteil ihrer persönlichen Entwicklung. Sie hilft ihr, Ausdauer, Selbstdisziplin und innere Stärke zu entwickeln. Elisavetas Geschichte zeigt, dass junge Menschen ihre kulturellen Wurzeln bewahren und gleichzeitig selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen können. Für sie bedeutet die Tätigkeit im Club „Glück“, die Erinnerung an ihre deutschen Wurzeln lebendig zu halten, sich für ihre Stadt und ihr Land einzusetzen und gemeinsam mit anderen Jugendlichen eine Zukunft zu gestalten, in der kulturelle Verbundenheit und Offenheit gegenüber der Welt selbstverständlich zusammengehören. Besonders wertvoll ist für Elisaveta der Austausch mit den anderen Aktiven des Clubs. Hier lernt sie, im Team zu arbeiten, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung für deren Umsetzung zu übernehmen. Die Teilnahme an Jugendprojekten gibt ihr wertvolle Erfahrungen als Organisatorin und motiviert sie, sich auch künftig aktiv für die Gesellschaft einzusetzen. Поделиться ссылкой: