Holzstelzen und eine Kartoffel für alle: zu Gast bei Frieda Klauser Zurück Veröffentlicht in 10. Juli 2026 Die Jugendlichen des Jugendklubs „Juwel“ in Taldyqorghan fuhren nach Tekeli, um die 90-jährige Frieda Klauser zu besuchen, ihr zum Jubiläum zu gratulieren und Geschenke zu überreichen. Das einzigartige Projekt „Auf den Spuren der Geschichte“ entwickelt sich allmählich zu einem Markenzeichen der Jugendbewegung in Taldyqorghan. Sein Anliegen ist einfach, aber äußerst wichtig: rechtzeitig Menschen zu begegnen, die schwere historische Wendepunkte erlebt haben, und ihre Erzählungen aus erster Hand festzuhalten. Diesmal verlief die Begegnung familiär, herzlich und offen. Bei Frieda Klauser war gerade Olga Petrowna, eine Betreuungskraft des Deutschen Zentrums, zu Hause. Auch sie schloss sich dem Gespräch an. Frieda Klauser erzählte von furchtbarem Hunger, bitterer Kälte und erschöpfender Arbeit: davon, wie die Kinder keine Schuhe hatten und auf selbst gemachten Holzstelzen durch den Schlamm gehen mussten, und davon, wie eine einzige Kartoffel unter der ganzen Familie aufgeteilt wurde. So teilte die Frau schwere Erinnerungen an ihre Kindheit, Jugend und die Kriegsjahre. Die Jugendlichen hörten ihr atemlos zu. „Solche Geschichten kann kein Lehrbuch und kein Film ersetzen. Wenn man das live hört, aus erster Hand, beginnt man einfache Dinge ganz anders zu schätzen: den friedlichen Himmel, die Wärme im Haus, die Fürsorge der Angehörigen und all das, was wir heute als selbstverständlich ansehen“, erklärt Swetlana Musyrina, Leiterin der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Taldyqorghan. „Ein herzliches Dankeschön an Frieda Klauser für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und den unglaublich warmen Empfang! Wir wünschen ihr beste Gesundheit, viel Kraft und möglichst viele frohe Tage im Kreise ihrer Familie!“ Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: