Hühnereier sind kein Hindernis fürs Tanzen

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Ostern wurde in Aksu unter Beachtung historischer Bräuche gefeiert. Im Mittelpunkt standen eine spannende Suche nach gefärbten Hühnereiern und weitere traditionelle Osterspiele.

Deutsche Ostertraditionen sind reich an alten Spielen und Bräuchen, von denen viele schon im Mittelalter entstanden sind und eine tiefe Symbolik des Frühlings, der Wiedergeburt und der Fruchtbarkeit in sich tragen.

Zum Beispiel: „Ostereiersuche“ – die beharrliche Suche nach versteckten Eiern; „Eiertrullern“ – Eier um die Wette einen Hang hinunterrollen, dabei versuchen, das Ei des Gegners zu treffen; „Ostereiertitschen“ – Eier gegeneinanderschlagen, „Spitze an Spitze“ oder „Stumpf an Stumpf“; „Eierlaufen“ – Wettrennen mit einem Ei auf dem Löffel; „Eiertanz“ – die Kunst, mit verbundenen Augen zwischen rohen Hühnereiern zu tanzen, die auf dem Boden ausgelegt sind …

Wenn man die abwechslungsreiche Chronik deutscher Osterspiele fortsetzt, sollte man auch die etwas strengere und abenteuerliche Seite des Festes erwähnen. So sollte „Eierwerfen“ die Spielenden nicht nur auf Treffsicherheit, sondern auch auf Vertrauen prüfen. In Paaren warf man sich ein rohes Ei zu und vergrößerte dabei absichtlich jedes Mal die Distanz. Es galt: Je weiter es gelingt, das Ei zu werfen, ohne es zu zerbrechen, desto höher wächst der Roggen auf den Feldern.

Diese alten Bräuche, die über Jahrhunderte bis zu uns gelangt sind, lebten beim Fest im Gebiet Pawlodar wieder auf und verliehen der heutigen Feier einen besonderen Sinn. Das Fazit des ethnokulturellen Ereignisses zog Aljona Starodubtsewa, Leiterin des Zentrums für Begegnungen der Stadt Aksu:

Unser Osterfest war bunt und fröhlich – im Programm war alles, was wir so lieben: lustige Wettbewerbe, mitreißende Tänze der Osterhäschen, eine spannende Szene über Ostertraditionen, ein gemeinsamer Flashmob und natürlich informative Quizrunden. Lachen, Freude und echte Feststimmung haben alle Teilnehmenden zusammengebracht: Kinder und Erwachsene. Wir haben nicht nur eine tolle Zeit gehabt, sondern sind auch noch tiefer in die Kultur und Traditionen des deutschen Osterfestes eingetaucht.

Marina Angaldt

Übersetzung: Anton Genza

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