Klein ist das Osterlamm, doch kostbar

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Das allererste Rezept für ein süßes Osterlamm ist bereits seit 1591 bekannt – dank des Kochbuchs des tschechischen Gelehrten Bavor Rodovský. Damals versuchte man, das „Lämmchen“ so zu backen und zu „schmücken“, dass es aussah, als würde es über eine grüne Wiese spazieren.

Man erzählt, dass in europäischen Klöstern Brot in Tierform schon früher gebacken wurde. Süße „Lämmer“, „Hasen“ und andere Tiere entstanden nicht zufällig: Sie ersetzten echtes Fleisch. Für gewöhnliche Menschen war Lammfleisch zu teuer, und während der Fastenzeit durfte man es ohnehin nicht essen.

Das Osterlamm ist ein traditioneller deutscher Kuchen in Form eines Lammes. Er wird zu Ostern und in den darauffolgenden Tagen – bis Pfingsten – gebacken, um die Gläubigen an Jesus zu erinnern. Meist ist es ein weicher, saftiger Biskuit, der oben mit Puderzucker bestreut wird. Für die ethnischen Deutschen Kasachstans ist das gebackene Osterlamm eine lebendige Verbindung zu den Traditionen der Vorfahren.

In unserem Kreis „Deutsche Küche“ wurde es in den vergangenen Tagen richtig gemütlich und festlich! Zusammen mit den Kindern haben wir ein Osterlamm gemacht: Die Kinder formten aus süßem Teig Öhrchen, Pfötchen und Schnäuzchen. Jede und jeder brachte etwas Eigenes ein, und am Ende wurde aus all diesen Teilen ein großes, schönes Lämmchen, erzählte Svetlana Muzyrina. – Am schönsten war die Teerunde: Alle haben gemeinsam gegessen, was sie zubereitet hatten, geplaudert und gelacht. Solche Momente sind sehr wichtig: Sie bringen Kindern bei, Freundschaft zu leben, einander zu helfen und sich gemeinsam über das Ergebnis zu freuen. Es war richtig lecker und wie zu Hause!

Marina Angaldt

Übersetzung: Anton Genza

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