Kleine Weltentdecker: Zwei Wochen voller Entdeckungen, Freundschaft und deutscher Sprache

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Der Sommer ist die Zeit der Abenteuer, neuer Freundschaften und spannender Entdeckungen. Genau so begann der Juni für die Teilnehmer des Projekts „Kleine Weltentdecker“ in Karaganda. Zwei Wochen lang verwandelten sich die Räume des Bildungszentrums „Erfolg“ in eine kleine Forschungsakademie, in der die Kinder die Welt erforschten, experimentierten und Deutsch lernten.

Die Organisatoren danken der Direktorin des Bildungszentrums „Erfolg“, Tatjana Smolizkaja, herzlich für die Möglichkeit, das Projekt in einer inspirierenden und komfortablen Umgebung durchzuführen.

Bereits bei der Eröffnung weihte Anastassija Kowalenko die Teilnehmer zu „jungen Forschern“ ein. Das Lied „Gute Freunde“ von Volker Rosin begleitete die Kinder durch das gesamte Projekt und wurde zu dessen musikalischem Symbol.

Jeder Tag stand unter einem neuen Thema. Die Kinder erforschten den menschlichen Körper und die Welt der Gefühle, lernten das Sonnensystem kennen, beschäftigten sich mit Wasser, Luft, Farben und der Tierwelt, untersuchten Steine und erhielten erste Einblicke in die Bionik.

Im Mittelpunkt standen praktische Experimente. Unter der Leitung von Konstantin Lustin führten die Teilnehmer zahlreiche Versuche durch und entdeckten wissenschaftliche Zusammenhänge auf spielerische Weise. Die Ergebnisse präsentierten sie anschließend bei der „Experiment-Show“, wo viele zum ersten Mal vor Publikum auf Deutsch sprachen.

Ein Höhepunkt war die „EXPO der jungen Forscher“, bei der die Kinder ihre Projekte und Entdeckungen vorstellten. Wissenschaft wurde dabei mit Kultur verbunden. In den Workshops „Feste der ethnischen Deutschen Kasachstans“ und „Musikwelt der ethnischen Deutschen Kasachstans“ unter der Leitung von Gulmshan Bertajewa lernten die Teilnehmer deutsche Traditionen, Feiertage und Musik kennen.

Große Begeisterung lösten auch die kreativen Aktivitäten aus. Die Kinder drehten Videos über deutsche Feste, spielten kleine Theaterszenen und lernten die Geschichte des Heiligen Martin kennen. Gemeinsam entstanden kurze Reels und kreative Beiträge auf Deutsch, wodurch die Sprache ganz selbstverständlich Teil des Alltags wurde.

Ein besonderer Moment war die Aufführung eines selbst geschriebenen Liedes, in dem die Kinder ihre Eindrücke und Erinnerungen an die gemeinsame Zeit festhielten.

Zum Programm gehörte auch ein Besuch des Deutschen Zentrums. Dort konnten die Teilnehmer historische Exponate, Musikinstrumente und Alltagsgegenstände der ethnischen Deutschen in Kasachstan kennenlernen. Ebenso beeindruckte sie der Besuch des Jugendklubs „Graßhüpfer“, dessen Arbeit großes Interesse bei den Kindern weckte.

Für viel Freude sorgten die Abendveranstaltungen unter der Leitung von Anastassija Kowalenko. Spiele, Wettbewerbe, deutsche Tänze und ein „Modetag“ mit traditioneller Kleidung stärkten den Teamgeist und machten jeden Tag zu einem besonderen Erlebnis.

Am 12. Juni ging das Projekt zu Ende. Besonders bewegend war der Abschlussmoment: Die Kinder standen Arm in Arm im Kreis und sangen gemeinsam „Gute Freunde“. Das Lied, mit dem alles begonnen hatte, wurde auch zum Abschiedslied.

In nur zwei Wochen lernten die Teilnehmer nicht nur neue Wörter, Experimente und Traditionen kennen. Sie fanden Freunde, sammelten wertvolle Erfahrungen und entdeckten, dass Deutschlernen spannend, kreativ und voller Überraschungen sein kann.

Auch die Eltern zeigten sich begeistert. Viktoria Schibajewa, Mutter einer Teilnehmerin, bedankte sich bei den Organisatoren und Pädagogen für die herzliche Atmosphäre, die abwechslungsreichen Aktivitäten und die Möglichkeit für die Kinder, neue Kenntnisse, Eindrücke und Freundschaften zu gewinnen.

Gulmshan Bertajewa

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