Mission „Grußkarte“ Zurück Veröffentlicht in 18. Mai 2026 Wenn eine deutsche Mutter an ihrem Ehrentag, dem Muttertag, Frühstück ans Bett, eine Pause von den Hausarbeiten und meditative Stille erwartet, dann packt der deutsche Vater am Vatertag einen strategischen Vorrat an Würstchen und Bier in einen Bollerwagen. Und macht sich dann mit anderen Vätern auf den Weg, um den Feiertag zu begehen. Diese kernige Männertradition entstand im 19. Jahrhundert in Berlin und Umgebung. Damals trug sie den recht unternehmungslustigen Namen „Herrenpartien“, also „Männerausflüge“. Mit der Zeit entwickelten sich diese „Ausflüge“ zum heutigen Vatertag. Im Grunde ist es der einzige Tag im Jahr, an dem eine Gruppe von Männern mit rumpelnden Bollerwagen nicht wie eine Störung der öffentlichen Ordnung wirkt, sondern wie eine Hommage an ehrwürdige Traditionen. Wie Swetlana Musyrina, Leiterin der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Taldyqorghan, erzählt, basteln die Kinder Grußkarten für ihre Mütter und Väter, während diese sich auf ihre Feiertage vorbereiten. Solche Stunden helfen den Kindern, die deutsche Kultur, Geschichte und Traditionen besser kennenzulernen. „In der Filiale des Begegnungszentrums in der Siedlung Balpyk Bi herrschte im Bastelkreis geschäftiges Treiben.“ Zur Vorbereitung auf den Muttertag und den Vatertag gestalteten die Kinder besondere Grußkarten. Jede dieser kleinen Arbeiten ist eine liebevolle Botschaft an Mama und Papa, voller Wärme und kindlicher Dankbarkeit“, berichtet Swetlana Musyrina. „Durch solche Workshops lernen die Kinder ethnokulturelle Besonderheiten kennen, üben, ihre Gefühle auszudrücken, und tragen dazu bei, familiäre Werte zu bewahren.“ Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: