Ostern im Haus der Freundschaft: Traditionen, die weiterleben Zurück Veröffentlicht in 17. April 2026 Anfang April fand im Haus der Freundschaft in Öskemen ein Osterfest statt, das Kinder, Eltern, Jugendliche und Vertreterinnen und Vertreter der älteren Generation zusammenbrachte. Schon in den ersten Minuten entstand im Saal ein besonderes Gefühl – ruhig, warm, fast wie zu Hause. Das Fest begann mit einem Frühlingswalzer, und nach und nach füllte sich der Raum mit Stimmen, Musik und jener lebendigen Bewegung, die entsteht, wenn Menschen zusammenkommen. Das Programm war vielfältig: Konzertbeiträge, Workshops, interaktive Spiele und thematische Ausstellungen. Entscheidend war dabei nicht nur die Abwechslung der Formate, sondern wie sich durch sie die Traditionen erschlossen. Die Moderierenden erzählten von der Symbolik Osterns – vom Ei als Zeichen des neuen Lebens, vom Osterfeuer, von der Tradition, Bäume und Brunnen mit grünen Zweigen, Bändern und bemalten Eiern zu schmücken. Diese Bräuche, die tief in die Vergangenheit reichen, wurden an diesem Tag verständlich und nahbar. Besonderes Augenmerk galt dem Osterhasen. Für manche ist er eine Figur aus der Kindheit, für andere eine neue Geschichte. Die Gäste erfuhren, dass sich diese Tradition nicht sofort überall durchsetzte und dass in verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedliche Tiere den Kindern die Eier „brachten“. Die Workshops stießen auf lebhafte Resonanz. Die Teilnehmenden schmückten einen Osterbaum, bemalten Eier und bastelten kleine Andenken. Kinder waren mit Begeisterung dabei, und Erwachsene machten oft gemeinsam mit ihnen mit – und erinnerten sich daran, wie so etwas früher in den Familien gemacht wurde. Besonderes Interesse weckte der Beitrag der Teilnehmenden des Ostercafe, die eine kleine Szene über den Osterhasen vorbereitet hatten. Die leichte, lebendige Darstellung ließ den vertrauten Charakter aus einer neuen Perspektive erscheinen und brachte ein Element des Theaters ins Programm. Das Fest wurde auch zu einer Plattform für überregionale Begegnungen. Zu Gast waren Teilnehmende der regionalen Vertretung der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt““ in Ridder: Sie führten einen Workshop zur Verzierung von Eiern in der Découpage-Technik durch und erfreuten die Gäste außerdem mit einem Gesangsbeitrag. Der spielerische Teil mit Osterhasen brachte zusätzlich Dynamik hinein: Lachen, Bewegung, ein bisschen fröhliches Durcheinander – all das passte organisch zur Feststimmung. Einen besonderen Platz nahm auch das gemeinsame Essen ein. Die Gäste konnten Speisen probieren, die von Frauen mit viel Sorgfalt zubereitet worden waren: traditionelle gefärbte Eier, verschiedene Kuchen – süß und herzhaft – sowie Gebäck in Form von Ostereiern. Das war nicht nur eine angenehme Ergänzung, sondern ein weiterer wichtiger Teil der Tradition: der, der Menschen an einem gemeinsamen Tisch zusammenbringt. Parallel liefen Ausstellungen – eine historische Präsentation, Bücher und Publikationen über die Deutschen Kasachstans. Sie fügten sich in das Gesamtbild ein und ergänzten es, sodass Tradition nicht nur im Tun, sondern auch in ihrem historischen Kontext sichtbar wurde. Das Konzertprogramm mit Beteiligung von Kreativgruppen gab dem gesamten Ereignis den Rhythmus und verband die unterschiedlichen Elemente zu einem Ganzen. Als die Gäste am Ende nicht gleich auseinandergehen wollten, ein gemeinsames Foto machten, sich unterhielten und Eindrücke austauschten, wurde besonders spürbar, wie wichtig solche Treffen sind. Denn Traditionen leben nicht in Worten. Sie leben in Menschen – in ihrer Beteiligung. Александра Шиллинг Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: