Vom virtuellen Rundgang zur echten Begegnung Zurück Veröffentlicht in 5. Juni 2026 Manchmal beginnen neue Wege mit einem einzigen Klick. Für die Teilnehmerinnen des Seniorenklubs Karaganda, Olga Judina, Ludmila Ten und Ludmila Frolowa, war ein weiteres Klubtreffen zu den Museen der Deutschen Kasachstans ein eben solcher Anfang. Während der Veranstaltung lernten die Teilnehmenden die Materialien des virtuellen Museums der Deutschen der Republik Kasachstan kennen und unternahmen einen virtuellen Rundgang durch das Deutsche Haus in Öskemen. Der virtuelle Rundgang öffnete ihnen ein Fenster in die Geschichte und ins heutige Leben der deutschen Gemeinschaft Ostkasachstans. Doch bald entstand der Wunsch, alles mit eigenen Augen zu sehen und die Menschen kennenzulernen, die diese Traditionen mit großer Sorgfalt bewahren. So entstand die Idee zu einer Reise nach Öskemen (Ust-Kamenogorsk). Im Deutschen Zentrum wurden die Gäste herzlich empfangen. Der Austausch mit den Mitgliedern des örtlichen Seniorenklubs verwandelte das offizielle Kennenlernen schnell in eine freundschaftliche Begegnung. Bei Gesprächen über Leben, Familie, Traditionen und gemeinsame Interessen verging die Zeit wie im Flug. Jede Geschichte fand Resonanz, jedes Gespräch eröffnete etwas Neues. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Klubs entwickeln sich bereits. Zuvor hatten unsere Senioren den Seniorenklub Temirtau zu einem Freundschaftsbesuch besucht und auch Gäste aus Temirtau in Karaganda empfangen. Bei solchen Treffen wurden Kochworkshops organisiert, die einen weiteren Anlass für den Austausch, die Erfahrungsteilung und die Stärkung der Freundschaft boten. Besonders in Erinnerung blieb der gemeinsame Workshop zur Herstellung von Pfingstrosen anlässlich Pfingstens. Seite an Seite gestalteten die Teilnehmenden schöne Blumen, tauschten Ideen aus und scherzten miteinander. In diesem Moment war besonders deutlich zu spüren, dass Kreativität Menschen unabhängig von Alter und Entfernung verbinden kann. Die Reise hinterließ nicht nur lebendige Eindrücke, sondern auch ein Gefühl herzlicher Nähe. Der Austausch von Kontaktdaten wurde zum Zeichen dafür, dass diese Bekanntschaft unbedingt fortgesetzt werden wird. Und die Geschichte dieser Begegnung erinnerte noch einmal daran: Moderne Technologien können Menschen miteinander bekannt machen, doch echte Freundschaft entsteht erst in der persönlichen Begegnung. Besonders bewegend waren Ludmila Frolowas Eindrücke. Sie sagte, die Reise habe starke Emotionen in ihr geweckt: „Es hat mir sehr gefallen. Ich hatte gar nicht erwartet, wie sehr sich alles verändert hat, es ist so schön geworden. Ich habe hier früher gearbeitet und studiert. Meine Heimat ist Schemonaikha, etwa 120 Kilometer von Altai entfernt.“ Die Teilnehmerinnen der Reise danken Alexandra Schilling herzlich für ihre Unterstützung bei der Organisation des Besuchs sowie für den warmen Empfang der Gäste aus Karaganda. Dank ihrer Aufmerksamkeit, Fürsorge und Unterstützung verlief die Begegnung in einer Atmosphäre von Offenheit, Freundschaft und gegenseitigem Verständnis. Solche Treffen schenken nicht nur neue Eindrücke, sondern helfen auch, lebendige Verbindungen zwischen Menschen zu bewahren, die durch gemeinsame Geschichte, Kultur und gute Traditionen geprägt sind. Gulmzhan Bertajewa Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: