Workshop zum Johannistag im Zentralpark von Karaganda Zurück Veröffentlicht in 7. Juli 2026 In Karaganda fand eine herzliche Begegnung statt, die dem Johannistag gewidmet war, einem der bedeutenden Sommerfeste in der Tradition der ethnischen Deutschen. Im Zentralpark der Stadt wurde ein Workshop zum Flechten von Kränzen und Puppen aus Steppengräsern durchgeführt. Die Organisatorin des Treffens, Anastasija Kowalenko, erzählte den Teilnehmenden von der Bedeutung und Symbolik dieses Tages und machte sie außerdem mit dem wichtigsten Wortschatz des Festes vertraut: Johanniskraut, Johannisfeuer, Johanniskranz und Kornmädchen. Die neuen Wörter wurden Teil eines lebendigen Eintauchens in die kulturelle Tradition und halfen den Teilnehmenden, die Atmosphäre des Festes tiefer zu spüren. Trotz des heißen Wetters brachte die Begegnung Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Generationen zusammen: Seniorinnen und Senioren, Jugendliche und Teilnehmende der Deutschkurse. Es entstand eine wirklich warme und verbindende Atmosphäre. Der Workshop fand vor dem Hintergrund der sommerlichen Natur des Zentralparks statt. Die Teilnehmenden waren nicht nur kreativ tätig, sondern genossen auch die Umgebung: Auf dem See waren Pelikane und Schwäne zu sehen, was der Begegnung eine besonders ruhige und inspirierende Stimmung verlieh. Inspiriert vom Thema des Festes und von der Natur flochten die Teilnehmenden Johanniskränze und fertigten traditionelle Püppchen aus Gräsern (Kornmädchen) an. Besonders lebendig verlief die Arbeit dort, wo die ältere Generation ihre Erfahrungen mit der Jugend teilte. Ein anschauliches Beispiel dafür war die Familie Kirillin, deren Mitglieder mit großer Begeisterung eigene Arbeiten schufen. Die Kinder wiederholten mit Interesse die Bewegungen ihres Vaters. Solche Momente wurden zu einem echten Symbol der Begegnung: Traditionen werden von den Älteren an die Jüngeren weitergegeben, durch gemeinsames kreatives Tun und lebendigen Austausch. Nach Abschluss des Workshops teilten die Teilnehmenden nach guter Tradition ihre „Tormoski“ miteinander: hausgemachte Snacks, die sie von zu Hause mitgebracht hatten. Dieses Wort ist für die Menschen in Karaganda charakteristische Umgangssprache und bezeichnet Essen, das man für unterwegs oder zu einer Veranstaltung mitnimmt. Dieses Detail verlieh der Begegnung eine besonders warme, beinahe familiäre Atmosphäre. Am Abend desselben Tages wurde das Thema Johannistag im Rahmen einer planmäßigen Einheit des Projekts „Wunderkind“ bereits mit einer Kindergruppe fortgesetzt. Gulmzhan Bertajewa festigte mit den Kindern den Wortschatz durch Spiel und Bewegung: Die Teilnehmenden wiederholten Reime, spielten und sprangen mit Freude über ein symbolisches „Feuer“, wobei sie das traditionelle Bild des Festes spielerisch aufnahmen. Gleichzeitig lernten die Kinder deutsche Wörter und rhythmische Klatschspiele, die helfen, neue Begriffe besser im Gedächtnis zu behalten. Gulzhan Bertajewa Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: