Die Besonderheiten des Sprachcafés in Aktobe

Zurück

Zum ersten Mal wurde in der Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Aktobe das „Sprachcafé“ durchgeführt. Das besondere Thema des Projektes war das bevorstehende Weihnachtsfest.

Das Interesse an der deutschen Sprache schwindet in Aktobe nicht. Diese Schlüsse lassen sich aus der Zahl derer ziehen, die die Sprache Schillers und Goethes meistern wollen. Menschen mit unterschiedlichen Zielen und Wissensständen haben sich in die Gruppe eingetragen. Die Lehrkräfte versuchen, das Programm abwechslungsreich zu gestalten und auch ihre eigene einzigartige Würze miteinzubringen. Und im Dezember organisierte die Gesellschaft „Wiedergeburt“ eine Überraschung für die Zuhörer:

– Schon seit langem wollten wir eine Veranstaltung in der Art eines Sprachcafés verwirklichen. Und in diesem Jahr kam es von der Idee zur Umsetzung. So fiel es zusammen, dass in wenigen Tagen die katholische Welt einen ihrer wichtigsten Feiertage feiert. Und deshalb war die gesamte Aktion den weihnachtlichen Ereignissen gewidmet, – erzählte die Leiterin der Gesellschaft der Deutschen Elena Schinkarenko.

Vier Tage lang nahmen die Zuhörer er Deutschkurse am Sprachcafé teil.

– Die Unterrichtsstunden fanden in deutscher Sprache nach einer kommunikativen Methode statt. Für die Arbeit wurde authentisches Sprachmaterial verwendet: Die Teilnehmer haben Texte gelesen und angehört, das vorgelegte Material in Paaren und Gruppen diskutiert, mit Gedichten gearbeitet, Spiele gespielt und natürlich Weihnachtslieder auswendig gelernt. Jeder Tag des Sprachcafés war einem eigenen Thema gewidmet. So haben wir zum Beispiel am ersten Tag über die Adventstraditionen in Deutschland und die Besonderheiten der Vorweihnachtszeit der Deutschen in Russland und Kasachstan gesprochen. Der zweite Tag war dem Thema der weihnachtlichen Leckereien, der Süßigkeiten und des Gebäcks gewidmet. Die Geschenke und die Besonderheiten des Schenkens wurden am dritten Tag besprochen. Und als Lehrkraft haben die Teilnehmer selbst einen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen. Ihre Begeisterung, ihr Willen, sowohl sprachlich als auch inhaltlich etwas Neues zu erfahren, ihre Bereitschaft, mit Liedern, Spielen und Tänzen ganz in die Welt des Festes einzutauchen, – teilte die Lehrerin Ekaterina Abdulina ihre Meinung.

Neben der intensiven Spracharbeit – fünf Stunden täglich – erwartete die Aktivisten drei Kreativkreise („Landeskunde: Weihnachten in Deutschland und bei den Deutschen Kasachstans“, „Weihnachtslieder“ und „weihnachtliches Handwerk“). Kenner der Sprache tauchten vollständig in die weihnachtliche Atmosphäre ein: sie sangen Lieder, lernten die Geschichte und die Traditionen des Feiertags kennen und bastelten Geschenke und Dekoration.

An all diesen Tagen wurde der Kreis „Basteln“ von Inna Olaru, Projektmanagerin der Gesellschaft „Wiedergeburt“ Aktobe, geleitet.

– Ich sage immer, dass alle Altersgruppen der Kreativität unterworfen sind. Alle haben das Projekt von ganzem Herzen gefallen, und und es sind solch kreative Resultate entstanden, die Menschen verschiedener Altersgruppen, aus Berufen und mit unterschiedlichen Hobbys und Interessen mit ihren eigenen Händen geschaffen haben, dass man ein eigenes Museum eröffnen müsste. Es war so schön zu hören, wie ein Weihnachtsstiefel an der Türe aufgehängt wird, damit Vorbeikommende eine Süßigkeit, oder besser eine Münze, hineinlegen können, dass der Oma ein Adventskranz geschenkt wird und dass eine Geschenkbox mit Süßigkeiten unter den Baum gelegt wird.

Das Sprachcafé brachte nicht nur die Teilnehmer, Lehrkräfte und Leiter der Kreise näher zusammen, sondern ermöglichte auch einen Erfahrungsaustausch rund um das Weihnachtsfest.Wie die Teilnehmer des Projekts hinterher selbst zugaben, waren dies unvergessliche Tage voller hellster und positiver Emotionen.

– Das waren sehr erlebnisreiche und lehrreiche Tage, – bekennt die Teilnehmerin am Sprachcafé Juta Dejtscher, – Da der Unterricht dem Weihnachtsfest gewidmet war und komplett auf Deutsch ablief, haben wir komplett die festliche Atmosphäre der Deutschen aufgesogen. Mir hat die Interaktivität gefallen, die Arbeit in Gruppen und in Paaren. Ja, wir haben auch selbst erzählt, wie in unseren Familien dieser Feiertag gefeiert wurde. Ich bin immer noch vom Gesangsunterricht begeistert. Das Lied „Zünd ein Licht an“ singe ich bereits seit vielen Tagen.

Das Debütprojekt für die Gesellschaft Aktobe erwies sich als mehr als produktiv. Nach der Idee der Leitung der „Wiedergeburt“ sollen solche Sprachcafés auch im nächsten Jahr weitergeführt werden. Und das bedeutet, dass sich alle Freunde der deutschen Sprache auf neue kreative Verwirklichungen, Lieder, Bekanntschaften und selbstverständlich jede Menge positiver Energie freuen können!

Konstantin Sergeew

Übersetzung: Philipp Dippl

Поделиться ссылкой:

x

    X