Von den ersten Tänzen bis zur Leitung: Tatjana Stortschaks Weg im VDJK

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Tatjana Stortschaks Weg begann mit einer Leidenschaft, die sie seit ihrer Kindheit begleitete: dem Tanzen. Während ihrer Collegezeit schloss sie sich dem Ensemble für deutschen Volkstanz „Tanzende Dolina“ an, das an der Fakultät tätig war. Genau hier lernte sie die Arbeit der Deutschen Kasachstans kennen.

Seit 2017 beschäftigte sich Tatjana mit deutschen Volkstänzen. Ein entscheidender Moment war das Gebietstraining für Vertreterinnen und Vertreter der Filialen des Gebiets Karaganda, das 2019 von Maria Borisewitsch organisiert wurde. Danach wurde Tatjana aktive Teilnehmerin des Klubs der deutschen Jugend „Grashüpfer“ und brachte sich in die Umsetzung von Jugendprojekten ein. Das erste davon war das Festival „Wir sind zusammen“. Vier Jahre später erhielt diese Geschichte eine symbolische Fortsetzung: Tatjana kehrte zu diesem Projekt bereits als Freiwillige zurück und half bei der Organisation des Festivals.

Im Jahr 2020 schloss sich Tatjana dem Theaterzirkel beim KDJ an. Das Theater wurde zu einem weiteren Bereich, der ihr half, ihr kreatives Potenzial zu entfalten und Erfahrung in der Teamarbeit zu sammeln.

Die nächste wichtige Etappe folgte 2022, als Tatjana für die Position der Leiterin des KDJ „Grashüpfer“ empfohlen wurde.

Fast sofort stand dem Team eine schwierige Phase bevor: der Umzug in neue Räumlichkeiten. Doch gerade diese Zeit wurde zum Ausgangspunkt umfassender Veränderungen. Tatsächlich musste die Tätigkeit des Klubs neu aufgebaut werden. Es entstanden neue Arbeitsrichtungen, Projekte mit der Volksversammlung Kasachstans sowie ein Deutschzirkel für die Mitglieder des KDJ. Zugleich wurde das Erscheinungsbild des Klubs erneuert: Ein neues Logo, Buttons und Sticker wurden entwickelt und die Arbeitsstruktur verbessert. Besondere Aufmerksamkeit galt der Teamentwicklung. Im KDJ entstand eine eigene Pressestelle, außerdem wurde eine „Ideenbank der Grashüpfer“ eingerichtet. In vergleichsweise kurzer Zeit setzte das Team gemeinsam mit anderen Regionen einen ökologischen Flashmob um und eröffnete eine neue Filiale.

Eines der eindrucksvollsten Projekte dieser Zeit war „Hochzeit“, das vom Klubteam entwickelt wurde. Über mehrere Monate hinweg beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Hochzeitstraditionen der Wolgadeutschen, besuchten Meisterkurse, übten deutsche Tänze ein und lernten die Geschichte ihrer Ethnie kennen. Den Abschluss bildete die Inszenierung einer Hochzeit. Darüber hinaus erarbeiteten die Jugendlichen ein methodisches Handbuch, das heute nicht nur in Kasachstan, sondern auch von Teilnehmenden deutscher Organisationen in Deutschland genutzt wird.

Eine bedeutende Etappe in Tatjanas gesellschaftlichem Engagement war das Projekt „Mobile Gruppen“. Über mehrere Jahre hinweg ging sie den Weg von der Teilnehmerin zur Trainerin und später zur Koordinatorin. Dabei sammelte sie Erfahrung in der Organisation von Veranstaltungen, in der Mentorenarbeit und in der Arbeit mit Jugendteams.

Als ihren wichtigsten Gewinn betrachtet Tatjana die Freundinnen und Freunde, die sie dank des VDJK in verschiedenen Regionen Kasachstans gefunden hat und mit denen sie weiterhin herzliche Beziehungen pflegt. Besonders nahestehend sind ihr Rita Chevalier, Angelina Mazur-Sozkaja und Katja Fafenrod. „Sie waren von Anfang an an meiner Seite. Auch wenn wir heute in verschiedenen Städten und sogar Ländern leben, halten wir weiterhin engen Kontakt.“

Zum Jubiläumsjahr wünscht Tatjana dem Verband der deutschen Jugend Kasachstans weitere Entwicklung, Inspiration und neue Möglichkeiten für jedes Mitglied. Sie hofft aufrichtig, dass die Jugendlichen die deutsche Sprache und Kultur mit Interesse lernen, ihre Identität sorgsam bewahren und sich mit Stolz als Teil der großen Familie des VDJK fühlen. „Möge der Verband auch weiterhin Menschen verbinden, helfen, Talente zu entfalten, echte Freundschaft schenken und neue Generationen zu guten Taten und mutigen Initiativen inspirieren.“

Maria Gorbatschowa

Übersetzung: Anton Genza

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