Bunte Bänder in der deutschen Kultur Zurück Veröffentlicht in 31. August 202621. September 2026 Für die Deutschen sind bunte Bänder nicht einfach nur ein auffälliger, farbenfroher Schmuck, sondern auch eine stille Sprache von Bräuchen und Traditionen, die eng mit Jahresfesten, Naturzyklen und wichtigen Lebensereignissen verbunden ist. Der Herbst ist da, und damit steht auch das farbenfrohe Erntedankfest vor der Tür, gekrönt von der Erntekrone. Sie wird aus Getreideähren geflochten, mit Blumen geschmückt und natürlich mit vielen leuchtenden Bändern verziert. Wenn die Kühe im Herbst von den Bergweiden zurückkehren, werden sie beim Almabtrieb mit großen Kränzen geschmückt. Zwischen den Hörnern glänzen Spiegel, Blumen und bunte Seidenbänder. Dem Volksglauben nach sollen sie die Tiere auf dem Heimweg vor bösen Geistern und dunklen Kräften schützen. In der Vorweihnachtszeit zieht in den Häusern der Adventskranz mit Kerzen ein. Er wird sorgfältig mit breiten roten oder grünen Bändern gebunden, die Gemütlichkeit schaffen und Hoffnung sowie ewiges Leben symbolisieren. Auch bei ausgelassenen Karnevalsfeiern, beim frühlingshaften Schmücken des Maibaums und bei traditionellen Hochzeiten spielen bunte Bänder eine wichtige Rolle. So wurde früher etwa der Hochzeitswagen mit auffälligen Stoffstreifen verziert. Die im Wind flatternden Bänder sollten dem Glauben nach durch ihre Bewegung und Farbenpracht Unheil fernhalten. Außerdem gibt es den Brauch, den Gästen bunte Bändchen an die Kleidung zu heften, als Wunsch für Glück und eine starke Verbindung. „Bei der vergangenen Einheit unseres Bastelkreis haben unsere jungen Bastlerinnen und Bastler herbstliche Dekosouvenirs aus Natur- und Alltagsmaterialien gefertigt, natürlich auch mit bunten Bändern, die in deutschen Traditionen so präsent sind. Außerdem erfuhren die Kinder mehr über die Geschichte und die Bräuche rund um die Verwendung von Bändern in der deutschen Kultur“, erzählte Uljana Konkina, Leiterin des Bastelkreis im Dorf Uspenka bei der Gebietsgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Pawlodar. Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: