Die Geschichte der Deutschen in Ekibastuz Zurück Veröffentlicht in Juni 8, 2025August 27, 2025 In einem der größten Kohleabbauzentren Kasachstans wurde das 35-jährige Bestehen der Pawlodarer Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ gefeiert. In Ekibastuz fand ein thematisches Gedenktreffen statt, das dem 35-jährigen Jubiläum der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ gewidmet war. An der Veranstaltung nahmen Mitglieder der Gesellschaft, Aktivisten und alle teil, denen die Geschichte und Kultur der deutschen Volksgruppe in Ekibastuz am Herzen liegt. Man erinnerte sich an die Vergangenheit, sprach über die Gegenwart und plante die Zukunft. Es wurden deutsche Lieder gesungen, Archivfotos der Gesellschaft gezeigt und Geschichten über das Schicksal von Menschen erzählt, deren Leben mit Ekibastuz und der deutschen Kultur verbunden war. Besonderes Augenmerk wurde auf den Erhalt der deutschen Sprache und Traditionen sowie deren Weitergabe an die jüngere Generation gelegt. Denn gerade in der Weitergabe zwischen den Generationen liegt der Schlüssel zur Bewahrung der Identität und des kulturellen Erbes. „Während ihrer aktiven Tätigkeit haben die Deutschen Kasachstans viele eigenständige Facetten in die unverwechselbare multinationale Palette der Republik eingebracht. Sie haben einen bedeutenden Beitrag in verschiedenen Lebensbereichen des Landes geleistet und die Entwicklung sowie Stärkung der zwischenethnischen Beziehungen gefördert.“ Es sei erwähnt, dass die deutsche Gesellschaft in Ekibastuz eine der ersten im Land war. An ihren Anfängen standen Albert Schwarzkopf, Wassili Schaubert, A. Fink und L. Kasper, erklärte Olga Litnewskaja, stellvertretende Vorsitzende der Pawlodarer Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“. Lange Jahre wurde die Gesellschaft von Wassili Lukjanowitsch Schaubert geleitet. Bis Juli 2014 war Nina Makarowa Vorsitzende, das letzte Jahrzehnt leitete Valentina Wassiljewna Del das Zentrum. Seit 2024 steht die deutsche Gesellschaft in Ekibastuz unter der Leitung von Julia Merk. Die deutsche Gesellschaft spielt eine wichtige Rolle im Leben der Stadt Ekibastuz. Sie vereint nicht nur Menschen deutscher Herkunft, sondern trägt auch zur Stärkung von Freundschaft und gegenseitigem Verständnis zwischen den verschiedenen Ethnien in der Region bei. Die Organisation beteiligt sich aktiv an kulturellen Veranstaltungen der Stadt, veranstaltet eigene Feste und vermittelt den Bewohnern die reiche deutsche Kultur. An der Jubiläumsveranstaltung nahm auch Valerij Uskembajew teil, einer der ersten Deutschlehrer in Ekibastuz. Er gehörte zu den Gründern der lokalen deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“. „Heute hat das Ekibastuz-Zentrum das Glück, eine herausragende Deutschlehrerin zu haben – eine bekannte Persönlichkeit nicht nur in der Pawlodarer Region, sondern in der ganzen Republik! Rauza Musabaewa ist Pädagogin, Mitglied des Journalistenverbands Kasachstans, internationale Übersetzerin und Preisträgerin des nationalen Literaturpreises „Aibos“ in der Kategorie ‚Beste literarische Übersetzung‘ für die Arbeit ‚Tañ juldızı‘. Dies ist die Übersetzung des Romans von Eleonore Hummel ‚Die Venus im Fenster‘ ins Kasachische“, erklärte Olga Litnewskaja. „Rauza Musabaewa berichtete den Gästen über die erste Postbotin Ekibastuzs, die Deutsche Elwira Iossifowna Widrich. Kurz vor dem Jubiläum, zum Gedenktag der Opfer politischer Repressionen, wurde in Ekibastuz auch das Erinnerungsbuch der Familie Rutz präsentiert.“ Die Veranstaltung wurde zum Symbol für Generationenüberlieferung, unerschöpfliche Energie und den Drang nach neuen Errungenschaften. Die deutsche Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Ekibastuz wird ihre Tätigkeit fortsetzen und zum Erhalt des kulturellen Erbes, zur Stärkung des zwischenethnischen Zusammenhalts und zum Wohlstand der Region beitragen. Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: