Ewiges Gedenken an die Opfer des Terrors Zurück Veröffentlicht in 3. Juni 2026 Die nach Baschmatschnoje deportierten Deutschen gruben dort Erdhütten aus, um den Winter überhaupt zu überstehen. Bis heute wird dieser Ort im Volksmund „Kopai“ genannt – „Grab!“. Im Rajon Zhelezinka des Gebiets Pawlodar fand eine Trauerzeremonie mit Blumenniederlegung am Mahnmal der Opfer politischer Repressionen statt. Die Anwesenden gedachten Hunderttausender Sowjetdeutscher, die in den 1930er- und 1940er-Jahren gewaltsam verfolgt und nach Zentralasien deportiert wurden. Die massenhaften Verfolgungen der Sowjetdeutschen begannen lange vor dem Ausbruch des Großen Vaterländischen Krieges. In den 1930er-Jahren wurden während der sogenannten „deutschen Operation“ des NKWD Tausende Parteifunktionäre, Lehrer und Bauern Repressionen, Verhaftungen und Verbannungen ausgesetzt, meist auf Grundlage fabrizierter Spionagevorwürfe. Insgesamt gerieten Millionen sowjetischer Bürger in die erbarmungslosen Mühlen des totalitären Systems. Hunderttausende unschuldige Menschen wurden erschossen oder in die Lager des Gulags deportiert. Die Kasachische SSR nahm insgesamt rund 1,2 Millionen Deportierte unterschiedlicher Nationalitäten auf. Das Irtyschgebiet in Pawlodar und der Bezirk Zhelezinka wurden für Hunderttausende von Sondersiedlern zu einem neuen Zuhause. Ihre außergewöhnliche Standhaftigkeit, ihr Lebenswille und die aufrichtige Barmherzigkeit der lokalen kasachischen Bevölkerung bleiben für immer als Beispiel für die enorme Größe des menschlichen Geistes, für Zusammenhalt und Humanismus in der Geschichte verankert. „Ich glaube und hoffe, dass die ‚blutigen Flecken‘ der sowjetischen Geschichte für immer eine Lehre für kommende Generationen bleiben. Und dass die heilige Erinnerung an die unschuldig Verfolgten und in den Lagern des Gulag zugrunde gerichteten Menschen ewig in den Herzen weiterlebt: als Symbol einer gewaltigen Tragödie und beispiellosen Mutes“, betonte Lidia Kamkowa, Leiterin des Begegnungszentrums im Dorf Schelesinka bei der Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Pawlodar. Marina Angaldt Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: