Fest der Einheit und kulturellen Vielfalt: In Karaganda fand „Einheit ist die Quelle des Wohlstands“ („Birlik – bereke bastauy“) statt

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Im Gebietsmuseum für bildende Kunst in Karaganda fand die Festveranstaltung „Einheit ist die Quelle des Wohlstands“ („Birlik – bereke bastauy“) statt, die dem Tag der Einheit des Volkes Kasachstans gewidmet war. Organisiert wurde die Begegnung im Museum von der Nachwuchswissenschaftlerin Aigul Kasimowa. An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter des ethnokulturellen tatarisch-baschkirischen Zentrums „Ichlas“, Aktivistinnen und Aktivisten des städtischen Klubs „Druschba“ sowie Teilnehmende unseres deutschen Zentrums „Wiedergeburt“ teil: das Volkstanzensemble „Tanzende Dolina“ aus Saran unter der Leitung von Alexandra Penner und das Vokalensemble „Edel“ aus Karaganda unter der Leitung von Tatjana Povernikowa.

Der Tag der Einheit des Volkes Kasachstans ist einer der bedeutendsten staatlichen Feiertage des Landes und wird jedes Jahr am 1. Mai begangen. Er symbolisiert Frieden, Eintracht und den Zusammenhalt von mehr als hundert Ethnien, die in Kasachstan leben. An diesem Tag finden in der ganzen Republik Festivals, Konzerte, Ausstellungen und Kulturaktionen statt, die den Reichtum der Traditionen und den Respekt vor der Kultur jedes Volkes sichtbar machen.
Karaganda ist eine polyethnische Region, in der mehrere Dutzend ethnokulturelle Vereinigungen tätig sind. Die Veranstaltung „Einheit ist die Quelle des Wohlstands“ („Birlik – bereke bastauy“) wurde zu einem lebendigen Beweis dafür, wie Kunst und Kreativität interethnische Beziehungen und Freundschaften stärken. Das Festprogramm war vielfältig und reich an Eindrücken. Mit einem eleganten Walzer erfreute das Ensemble „Tanzende Dolina“ das Publikum.
Besondere Aufmerksamkeit zog Anastasia Kowalenko auf sich, die Organisatorin der ethnokulturellen Arbeit der Regionalgesellschaft Karaganda. Sie stellte ein Fotoalbum zur Arbeit des Zentrums vor und machte die Gäste mit Projekten vertraut, die auf die Bewahrung und Entwicklung der deutschen Kultur ausgerichtet sind. Im Rahmen der Veranstaltung wurde Anastasia Kowalenko eine Dankesurkunde („Algys hat“) für ihren Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft, zur Bewahrung kultureller Traditionen und zur Stärkung der interethnischen Eintracht überreicht.

Der interaktive Teil des Programms war der Flashmob-Tanz „Gute Laune“. Die fröhliche Musik, die leichten Bewegungen und die einfachen Worte bezogen alle Gäste sofort mit ein – von den Kindern bis zu den Erwachsenen. Da „Gute Laune“ ein Trendtanz ist, wurde der Flashmob besonders lebendig und modern: Der Saal erwachte zum Leben, die Zuschauer lächelten und wiederholten die Bewegungen mit Freude gemeinsam mit den Teilnehmenden.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ausstellung von Puppen in Nationaltrachten, die die kulturelle Vielfalt der Region symbolisierte. Die Exponate wurden von den Teilnehmenden des Bastelkreises „Basteln“ unter der Leitung von Olga Iwkina vorbereitet. Anastasia Kowalenko brachte zudem Miniaturpuppen in den Nationaltrachten aller ethnokulturellen Vereinigungen des Gebiets Karaganda mit. Zu sehen waren kasachische, deutsche, polnische, tatarische, jüdische, ukrainische sowie weitere Trachten. Die Gäste konnten eine ganze Sammlung betrachten, die den Reichtum der Regionstraditionen widerspiegelt.
Im Rahmen des Festes wurde außerdem ein Buch über das Leben und Werk von Wladimir Eifert (1884–1960) vorgestellt, das 2025 in Astana erschienen ist. Musikalisch bereichert wurde die Veranstaltung durch den Auftritt des Vokalensembles „Edel“, das das deutsche Volkslied „Alle Vögel sind schon da“ sang. Das Publikum genoss die Melodie und es entstand eine Atmosphäre von Wärme und Freundschaft.
Das Fest „Einheit ist die Quelle des Wohlstands“ („Birlik – bereke bastauy“) wurde nicht nur zu einem kulturellen Ereignis. Es schenkte ein Gefühl von Einheit, Freude und Respekt vor dem kulturellen Erbe aller Völker Kasachstans. Durch Kreativität, Austausch und lebendige Emotionen konnten die Teilnehmenden und Gäste spüren, dass gerade Freundschaft und gegenseitiger Respekt das Land stark machen und zu einer geeinten Gesellschaft führen.

Gulmschan Bertajewa

Übersetzung: Anton Genza

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