Kasachisch-Deutsche Schule in Astana: eine neue Etappe der Bildungszusammenarbeit

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In der Hauptstadt fand auf dem Gelände der Kasachisch-Deutschen Schule eine feierliche Zeremonie zur Einlegung einer Zeitkapsel mit einer Botschaft an künftige Generationen statt. An der Veranstaltung nahmen der Beauftragte der Bundesregierung, Dr. Bernd Fabritius, der Abgeordnete des Senats des Parlaments der Republik Kasachstan, Yevgeniy Bolgert, sowie die Generaldirektorin von Samruk-Kazyna Trust, Alfia Adijewa, teil. Die von den Initiatoren des Projekts gemeinsam mit den Partnern vorbereitete Botschaft spiegelt die Grundwerte der künftigen Bildungseinrichtung wider: hohe Bildungsqualität, Respekt vor kultureller Vielfalt und die langjährige Freundschaft zwischen Kasachstan und Deutschland.

Im Rahmen des Besuchs informierten sich die Vertreter aus Deutschland über den aktuellen Stand der Projektumsetzung. Die Schule soll die erste Bildungseinrichtung in Zentralasien werden, die nach deutschen Bildungsstandards arbeitet.

Zur Erinnerung: Das Memorandum über die Gründung der Kasachisch-Deutschen Schule in Astana wurde im September 2024 während des offiziellen Besuchs von Bundeskanzler Olaf Scholz in Kasachstan unterzeichnet. An der Umsetzung beteiligt sind die AG Samruk-Kazyna, der Corporate Fund Samruk-Kazyna Trust, das Bildungsministerium der Republik Kasachstan, das Akimat der Stadt Astana, das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland sowie die Gesellschaftliche Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“.

In seiner Begrüßungsrede hob Senator Yevgeniy Bolgert die besondere Bedeutung dieses Ereignisses für alle Projektbeteiligten hervor. Der Besuch der Baustelle gerade in der Phase des Schulbaus habe symbolischen Charakter, denn hinter der Umsetzung dieser Initiative stehe eine umfangreiche gemeinsame Arbeit, die Zeit, Einsatz und verlässliche Unterstützung der Partner erfordere.

Yevgeniy Bolgert betonte, dass das Projekt der Kasachisch-Deutschen Schule durch die enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Strukturen, gesellschaftlichen Organisationen und internationalen Partnern möglich geworden sei. Er dankte dem Nationalen Wohlfahrtsfonds Samruk-Kazyna und dem Samruk-Kazyna Trust für ihre unmittelbare Beteiligung an der Umsetzung der Initiative sowie dem Akimat von Astana für die Bereitstellung des Grundstücks für den Bau der künftigen Schule.

Besonders würdigte Yevgeniy Bolgert den Beitrag der deutschen Partner, die das Projekt in allen Phasen der Vorbereitung und Umsetzung begleiten. Eine enge Zusammenarbeit besteht unter anderem mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die deutsche Auslandsschulen betreut. Das Projektteam hat internationale Erfahrungen ausgewertet und vergleichbare Bildungseinrichtungen in verschiedenen Ländern besucht, um bei der Gründung der Schule in Kasachstan die besten modernen Ansätze zu nutzen.

„Wir sind überzeugt, dass unser Projekt nicht nur internationalen Standards entspricht, sondern in vielerlei Hinsicht noch moderner und technologisch fortschrittlicher sein wird“, betonte Yevgeniy Bolgert.

Auch Dr. Bernd Fabritius stellte den Projektbeteiligten seine Unterstützung zur Verfügung. Er gratulierte der Gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ und allen Partnern zur Umsetzung dieser wichtigen Bildungsinitiative.

„Ich kann Ihnen nur dazu gratulieren, dass hier ein vorbildliches Schulprojekt entsteht, das die Möglichkeiten und Perspektiven dieser Region in vollem Umfang erschließen wird“, sagte Dr. Bernd Fabritius.

Er unterstrich, dass die Schule ein wichtiger Beitrag zur Zukunft der jungen Generation und zugleich ein Symbol der langfristigen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland sein werde: „Ich wünsche diesem Projekt, das der Zukunft der Jugend dient, großen Erfolg. Es ist eine Brücke in die Zukunft.“

Eine Schule neuen Formats für Zentralasien

Schon bald wird die neue Schule ihre Türen öffnen. Sie wird zu einer einzigartigen Bildungsplattform, an der nach deutschen Standards unterrichtet wird und in der es die Möglichkeit gibt, einen Abschluss zu erwerben, der sowohl in Kasachstan als auch in Deutschland anerkannt wird. Für die Absolventinnen und Absolventen schafft dies einen direkten Zugang zu deutschen Hochschulen, ohne zusätzliche Vorbereitungskurse und Aufnahmeprüfungen.

Darüber hinaus ist das Projekt auf die Einführung mehrsprachigen Unterrichts, die Entwicklung akademischer Mobilität und die Schaffung einer modernen Bildungsumgebung ausgerichtet, die die besten Praktiken der kasachstanischen und deutschen Schulsysteme verbindet. Besondere Aufmerksamkeit gilt den MINT-Fächern, den digitalen Technologien und dem interkulturellen Austausch.

Soziale Bedeutung und Zugang zu Bildung

Auch aus sozialpolitischer Sicht hat das Projekt eine besondere Bedeutung. Im Rahmen des Schulbetriebs ist ein Mechanismus zur Vergabe von Quoten für kostenfreie Bildung vorgesehen. Dadurch wird Kindern aus unterschiedlichen sozialen Gruppen der Zugang zu hochwertiger internationaler Bildung erleichtert.

Damit ist die Schule nicht nur ein Bildungsprojekt, sondern auch ein sozial ausgerichtetes Vorhaben.

Олеся Клименко

Übersetzung: Anton Genza

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