Medienworkshops in Taschkent 2025 Zurück Veröffentlicht in August 29, 2025 Vertreter des Verbandes der deutschen Jugend Kasachstans nahmen am internationalen Medienseminar teil. Vom 20. bis 24. August 2025 fand in Taschkent ein Medienseminar im Rahmen des internationalen Projekts „Niedrigschwellige Medienseminare für Vertreter deutscher Minderheiten in Zentralasien, im Kaukasus und in Russland“ statt. Organisiert wurde es vom Kulturzentrum der Deutschen Usbekistans „Wiedergeburt“ gemeinsam mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (Deutschland). Fünf Tage lang arbeiteten junge Menschen aus verschiedenen Ländern an der Entwicklung ihrer Medienkompetenzen, lernten moderne journalistische Formate, Storytelling und multimediale Inhalte kennen. Das Seminar wurde von den eingeladenen Referentinnen des ifa aus Deutschland, Angelina Davydova und Ella Chichigin, geleitet. Unter ihrer Anleitung diskutierten die Teilnehmer aktuelle Herausforderungen im Medienbereich, tauschten Erfahrungen aus und entwickelten eigene Medienprojekte. Valeria Staudaker, Studentin der Internationalen Journalistik an der KAZGUU-Universität: „Es war ein umfassendes Seminar zur Journalistik. Wir haben gelernt, Videos zu schneiden, man hat uns erklärt, wie man richtig Artikel schreibt und welche grundlegenden Regeln der journalistischen Ethik es gibt. Nach jeder Vorlesung erhielten wir die Aufgabe, ein Video zu schneiden, und jedes Team setzte es auf seine eigene Weise, mit eigener Idee und Herangehensweise um. Während des Seminars habe ich die wahre kulturelle Vielfalt erlebt. Am Projekt nahmen Vertreter aus fünf Ländern teil: Usbekistan, Kasachstan, Russland, Kirgisistan und Georgien. Besonders stark habe ich gespürt, wie nah wir uns mit den zentralasiatischen Ländern sind, wie viel uns verbindet – in Kultur, Ansichten und Werten. Ich habe auch die Aktivitäten der deutschen Jugend Kasachstans auf internationaler Ebene neu wahrgenommen. Ich denke, wir haben einen starken Jugendverband. Dieses Projekt hat mir wertvolle Kenntnisse vermittelt, die mir nicht nur im Studium an der Fakultät für Journalistik, sondern auch bei meiner Arbeit zur Berichterstattung über die Union der Deutschen Jugend zugutekommen. Nach dem Seminar hatte ich den Wunsch, aktiver soziale Netzwerke zu entwickeln.“ Nikita Bolgaru, Student an der Ualikhanov Universität, Jugendkoordinator, Stadt Kökschetau: „Im Projekt diskutierten wir die Journalistik in verschiedenen Ländern, Arbeitsbedingungen, führten Trainings und Gruppenaufgaben durch und hörten Vorträge über Medienkonsum. Besonders gefallen hat mir die freundliche Atmosphäre und die Aktualität der Themen. Es sind viele neue Gedanken und Ideen entstanden – wie wir die Arbeit der Medien und Medienmarketing in unserem Klub der Deutschen Jugend verbessern können, welche neuen Trainings und Aktivitäten für eine effektivere Jugendarbeit hinzugefügt werden könnten.“ Kristina Klein, Studentin der Universität benannt nach dem Akademiker E.A. Buketov, Karaganda, Aktivistin des Klub der Deutschen Jugend „Grashüpfer“: „Jeder Tag war gefüllt mit praktischen Übungen, Trainings und lebendiger Kommunikation. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir interaktive Rollenspiele – zum Beispiel „Rotkäppchen“ – die es ermöglichten, Gewohntes aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und die Bedeutung der Medien in der modernen Gesellschaft zu spüren. Besonders hervorheben möchte ich die Teamatmosphäre: Die Teilnehmer aus verschiedenen Ländern fanden schnell eine gemeinsame Sprache, unterstützten sich aktiv und tauschten Erfahrungen aus. Einen besonderen Eindruck hinterließ der Besuch der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Taschkent – das ermöglichte ein tieferes Eintauchen in Geschichte und Kultur sowie das Erleben der Verbindung zwischen Zeiten und Generationen. Sehr wertvoll war auch die Bekanntschaft mit der Organisation ifa und den Möglichkeiten, die sie jungen Menschen eröffnet. Ich habe gesehen, wie vielfältig die Arbeitsformate in den Medien sein können – von seriösen Analysen bis zu kreativen interaktiven Projekten. Diese Erfahrung hat gezeigt, dass Journalismus und Medienkommunikation nicht nur Fakten vermitteln, sondern Informationen auch so präsentieren, dass sie interessant und zugänglich sind. Für mich war eine wichtige Erkenntnis, dass Medien Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Traditionen verbinden können. Ich wurde inspiriert, mich weiter in der Medien- und Kommunikationssphäre zu entwickeln, das erworbene Wissen in meinem Klub „Grashüpfer“ einzusetzen und auch an neuen internationalen Initiativen teilzunehmen. Es entstand die Idee, eigene Inhalte zu schaffen – Artikel, Posts oder sogar Miniprojekte, in denen Themen wie Kultur, Sprache und Medien miteinander verbunden werden können.“ Jessica Dudarova, Studentin an der Ualikhanov University, Leiterin des Klubs der Deutschen Jugend „Zodiak“, Stadt Kökschetau: „Wir haben interessante junge Leute aus anderen Ländern kennengelernt. Gemeinsam haben wir die Grundlagen der Journalistik studiert, verschiedene Richtungen kennengelernt und uns auch mit nützlichen Programmen und Stipendien des ifa vertraut gemacht. Insgesamt haben wir viele neue Informationen erhalten: über Journalistik, das Leben der deutschen Minderheiten in den Nachbarländern, ihre Nachrichten und kulturellen Aktivitäten. Wir haben auch unsere Erfahrungen geteilt – erzählt, wie die Aktivitäten der Organisationen „Wiedergeburt“ und des Verbands der Deutschen Jugend Kasachstans in unserem Land beleuchtet werden. Es war spannend zu vergleichen, Ideen auszutauschen und sich von neuen Ansätzen inspirieren zu lassen.“ Dieses Projekt hat den Teilnehmern viele neue Kenntnisse, Emotionen, Eindrücke und Motivation gebracht. Wir wünschen ihnen, sich weiterhin im Medienbereich zu entwickeln, ihre Erfahrungen weiterzugeben und mutige Projekte in ihren Ländern, Organisationen und Gemeinschaften zu verwirklichen. Maria Gorbatschowa Übersetzung: Anton Genza Поделиться ссылкой: