Mit Wärme in deinem Herzen und Sorgfalt in deinen Händen

Zurück

Es gibt Taten, deren Wert sich nicht in Zahlen und Bilanzen messen lässt, sondern in menschlichen Schicksalen, in aufrichtiger Zuwendung, in einer ausgestreckten Hand in der Zeit. Genau das ist das Projekt zur Bereitstellung von Lebensmittelpaketen, das von der Regionalgesellschaft Karaganda des Deutschen Zentrums „Wiedergeburt“ im Rahmen des Programms für soziale und humanitäre Unterstützung (SHU) durchgeführt wurde. Im Juni unternahm das Team des Zentrums unter der Koordinatorin Ljudmila Galutskaja und Fahrer Denis Kiesler – eine Reise in die Siedlungen der Region Karaganda. Die geografische Route umfasste Schakhtinsk, Nowodolinka, Abaj, Dubowka und Topar. Jeder Halt ist nicht nur eine Abgabestelle. Es ist eine Begegnung, ein Gespräch, eine Erinnerung. Das ist echte menschliche Wärme – so einfach, aber notwendig. Besonders berührend waren die Begegnungen mit den Begünstigten des Projekts: In Temirtau übergaben wir ein Lebensmittelpaket an Polina Antonowna Lust, geboren 1925, in Karaganda an Ruth Dagobertowna Reimer, geboren 1929. Diese Momente erinnern uns daran: Unterstützung mag still sein, aber sie ist immer dann sinnvoll, wenn die ältere Generation im Mittelpunkt steht.

Bei der SHU-Hilfe geht es nicht nur um Lebensmittelpakete. Es geht auch um die Pflege der geistigen und körperlichen Verfassung der älteren Menschen. Die Abendschule für Senioren setzt ihre Arbeit in Karaganda fort und trifft sich einmal im Monat donnerstags. Bei der nächsten Sitzung lernten die Teilnehmer die Traditionen des Feiertags Johannistag kennen und diskutierten die Besonderheiten des Sommerkalenderkreises. Projektkoordinatorin Ljudmila Galutskaja hielt einen Präventionsvortrag und übte Erste-Hilfe-Methoden für Notfälle mit Hilfe der Su-Jok-Akupressur, einer zugänglichen und wirksamen Selbsthilfetechnik.

Die Teilnehmer übten die Technik der Beeinflussung aktiver Punkte mit Hilfe von anatomischen Moulagen von Hand und Fuß und speziellen Karten der Organkorrespondenz. Der Kurs beinhaltete auch Neurogymnastik und Gehirnjogging-Übungen, wie z. B. das Zerknüllen von Papier abwechselnd mit der linken und rechten Hand oder synchronisierte und asymmetrische Bewegungen. Dies hilft, kognitive Funktionen zu aktivieren, die Aufmerksamkeit und Koordination zu stärken und geistige Klarheit zu erhalten.

„Solche Treffen erweitern nicht nur das Wissen, sondern vermitteln auch ein Gefühl von Selbstbewusstsein, inneren Ressourcen und Freude an der Kommunikation“, sagt Ljudmila Galutskaja.

Menschliche Nähe und gemeinsame Verantwortung

Besonders wertvoll an diesem Projekt ist die persönliche Begegnung. Für ältere Menschen bedeutet ein Besuch oft weit mehr als die Übergabe eines Lebensmittelpakets. Ein Gespräch, ein freundliches Wort und die Möglichkeit, von sich selbst zu erzählen, vermitteln das Gefühl, nicht vergessen zu werden und weiterhin Teil der Gemeinschaft zu sein.

Die regelmäßigen Treffen der Abendschule ergänzen diese Unterstützung auf besondere Weise. Sie bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, aktiv zu bleiben, Neues zu erfahren und Kontakte zu pflegen. Gemeinsames Lernen, Gespräche und praktische Übungen schaffen eine Atmosphäre, in der sich jeder Teilnehmer einbringen kann.

Dabei geht es nicht nur um körperliche oder geistige Aktivität. Ebenso wichtig ist die menschliche Verbindung. Gerade im höheren Alter können regelmäßige Begegnungen dazu beitragen, Einsamkeit entgegenzuwirken und das Gefühl der Zugehörigkeit zu stärken.

Die Arbeit der Regionalgesellschaft zeigt damit, dass soziale Unterstützung viele Formen haben kann. Manchmal braucht es materielle Hilfe, manchmal vor allem Zeit, Aufmerksamkeit und ein offenes Ohr. Beides zusammen macht Hilfe wirklich menschlich.

Das Projekt zur Bereitstellung von Lebensmittelpaketen ist sowohl eine gezielte Unterstützung als auch ein Beispiel für echte öffentliche Fürsorge, die sich nicht in lauten Worten, sondern in Handlungen voller Respekt und Wärme äußert. „In jedem Paket, das verteilt wird, steckt ein Stück aufrichtige Aufmerksamkeit, Fürsorge und Dankbarkeit. Es ist eine Art zu sagen: Ihr seid wichtig. Wir erinnern uns. Das ist die eigentliche Essenz unseres Projekts“, erklärt die Koordinatorin.

Das Deutsche Zentrum „Wiedergeburt“ dankt allen, die diese Arbeit möglich machen: Freiwilligen, Partnern und Menschen, die sich engagieren. In einer Welt, in der sich alles schnell verändert, bleibt eine Wahrheit unverändert: „Die Sorge um die Menschen beginnt mit einem guten Herzen“.

Gulmzhan Bertaewa

Поделиться ссылкой:

x